5 Fragen an Thomas Bene
Orgatec 2002Herr Bene, die Büromöbelbranche in Deutschland stöhnt, bene meldet Zuwachs. "Tu felix austria" oder haben Sie sich besser als die Konkurrenz auf die Krise vorbereitet?
Natürlich spüren auch wir die Krise. Aber als Herausforderer, der in Deutschland ein spezielles Marktsegment besetzt und noch nicht so viele Marktanteile zu verteidigen hat, können wir flexibler reagieren als beispielsweise der Marktführer, den konjunkturelle Krisen weitaus stärker treffen als uns. Und außerdem schaffen wir es, uns durch unsere innovativen Konzepte und Produkte von den Mitbewerbern abzuheben.
Nun wollen Sie sich – nicht zuletzt durch den Kauf von Objektform sichtbar – verstärkt auch im deutschen Markt positionieren. Was unterscheidet Ihre Strategie von der Ihrer Mitbewerber?
Als Experte für Bürowelten kennt Bene die Abläufe im Büro genau und kann daher auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen – von ganzheitlichen Büroraumlösungen bis zu einfachen, aber wertvollen Lösungen, die für sich sprechen. Außerdem verfügen wir als einziges europäisches Unternehmen über ein Netzwerk mit 38 Standorten in 13 europäischen Ländern.
Einige Unternehmen bleiben in diesem Jahr der Orgatec fern. Welche Rolle spielt diese Messe für Ihr Unternehmen?
Die Orgatec ist trotz Wirtschaftskrise und Konjunkturflaute nach wie vor das wichtigste Branchenevent in Europa. Wir setzen heuer auf der Orgatec ein starkes Lebenszeichen und zeigen die Früchte unserer Arbeit der letzten Monate:
Das neue Bene Farbkonzept erobert Europas Büros. Unser Farbkonzept ist mittlerweile in allen 38 Bene Standorten in 13 Ländern präsent. Wir zeigen innovative, neue Produkte, die Arbeit, Kommunikation und Leben im Büro einfach und erfolgreich machen: Zum Beispiel die Stauraumlösung K2, das multifunktionelle Möbelset Bene Coffice oder den Relaunch der Management-Programme AL und OL.
Mit Ihrem neuen Coffice-Programm wird das Büro zur Lounge und/oder umgekehrt. Mutiert der Büronomade demnächst zum Salonlöwen?
Den Chefs von heute ist klar, dass gut funktionierende informelle Kommunikation wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beiträgt: Entscheidungsprozesse werden abgekürzt, Mitarbeiter werden motiviert, sich untereinander auszutauschen. Und nicht zuletzt ersetzt ein kurzes konstruktives Gespräch bereits häufig ein langes – und oft destruktives – Meeting.
Mit "Bene Coffice" haben wir ein völlig neues Möbelset für informelle Gespräche und vernetztes Arbeiten entwickelt, mit dem Arbeit losgelöst vom Schreibtisch funktioniert. Ziel war es, ein Möbel für alle Kommunikationstätigkeiten zu konstruieren, die rund um das Büro entstehen. "Bene Coffice" hat eine multifunktionelle Armlehne, die man wahlweise als Ablage oder Arbeitsfläche verwenden kann. Mit der eingebauten Plugbox mit Netzwerk- und Stromanschluss kann man sich einfach ins Internet einloggen. Damit ist Bene Coffice ist nicht nur ein Produkt fürs Büro, sondern eignet sich auch für Wartebereiche bei Banken oder für Lounges auf Flughäfen.
Wie schätzen Sie den zukünftigen Einfluss des Design im Büromöbelbereich ein?
Das Ziel von Bene ist es, Arbeit, Kommunikation und Leben im Büro einfach und erfolgreich zu machen. Dabei kommt natürlich dem Faktor Design ein wesentlicher Stellenwert zu. Wir stellen jedoch nicht sogenannte "Design-Ikonen" in den Vordergrund, sondern verfolgen einen ganzheitlichen, lösungsorientierten Ansatz. Das beste Produktdesign kann ohne Konzept nicht bestehen. Umgekehrt nutzt das beste Konzept nichts, wenn man nicht die richtigen Produkte hat.
Das junge Bene Designer Team rund um Christian Horner, Johannes Scherr, Kai Stania und Didi Lenz bringt internationale Erfahrung und Leidenschaft für ihre Profession mit und versteht die zeitgemäße Lebensart im Office.
Quelle: baunetz.de




