AMS
Vertrieb: Bene Wien
Projektanforderung: Die Geschäftsstelle Gänserndorf des AMS Niederösterreich wurde nach einem völlig neuen Betreuungs- und Service-Konzept ausgerichtet.
Aus dem Schalterraum wurde eine offene Info-Zone, Wände aus Glas ersetzen die Katakomben aus Pressspann. Leistung soll sichtbar werden.
Planung und Bau der neuen AMS Geschäftsstelle sollten vor allem eines ermöglichen: Den Amtsschimmel zu vertreiben und Voraussetzungen zu schaffen, unter denen echte Dienstleistung am Kunden unter effizienten Administrationsstrukturen möglich wird.
Die Absicht war, dem Kunden für alle Aufgaben einen einzigen Ansprechpartner gegenüberzustellen.
Das One-Stop-Shop-Konzept sollte Wirklichkeit werden: Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung wurden vom gleichen Ansprechpartner erledigt wie Auskünfte und Beratung in Fragen der Jobvermittlung.
Die neue Ausrichtung musste in den Planungen berücksichtigt werden, deshalb galt für die Büroplaner nur eines: maximale Flexibilität unter Einhaltung aller Vorgaben zu ermöglichen.
Compact Office Umsetzung: Für die in Planung befindliche Geschäftsstelle Gänserndorf galt es, ein Raumkonzept zu entwickeln, das vielen Anforderungen gerecht werden muss:
- Es sollten durchwegs Einzelarbeitsplätze geschaffen werden.
- Der AMS-Schnitt von 15 Quadratmeter pro Büro durfte nicht überschritten werden.
- Jeder Kundenbetreuer muss seine Unterlagen in Griffnähe haben.
- Die Wege sind so anzuordnen, dass ein Kundentermin in 15 Minuten erledigt werden kann.
- Aus den früheren Wartezonen im Erdgeschoss sollte eine Info-Zone für kurzfristige Anliegen werden. Beratungszonen für intensive Gespräche sind in den Büros zu schaffen.
Sämtliche Vorgaben waren unter den Zeichen der Flexibilität zu sehen: Eine Zusammenlegung von Räumen zu Besprechungszimmern oder eine Aufteilung in neue Büros mit neuer Büroinfrastruktur musste ohne große Investitionen möglich gemacht werden.
Außerdem wollte der Auftraggeber ein Zeichen setzen: Das Gebäude musste den Wandel vom Amt zum Dienstleistungszentrum für Kunden, Mitarbeiter und Anrainer unmittelbar spürbar machen. Bau und Büros waren als Sendbote des frischen Selbstverständnisses zu nutzen.
Transparenz wurde verlangt.
Büros und Gänge werden durch Wände aus Glas getrennt, die Arbeit findet vor den Augen der Kunden statt. Die Überlegung:
- Die klein dimensionierten Büros verlieren ihre Enge.
- Das Arbeitsklima ist offen für Klientel und Kollegen.
- Die Atmosphäre entspricht dem genauen Gegenteil dessen, was von einem früheren "Amt" erwartet wird: Hell, offen, ermutigend.
Niemand soll sich vor einem Besuch bei der AMS Gänserndorf scheuen.
Die Kunden werden in einer Info-Zone begrüßt, die mehr einer Hotel-Rezeption als einer Schalterhalle gleicht.
Durch das Prinzip der Termingenauigkeit werden Wartezeiten unnötig und früher benötigte Warteräume überflüssig.
Im Erdgeschoss findet sich auch ein Berufs-Informationszentrum mit Vortragssaal, wo von Bene alle Vorkehrungen für moderne Präsentationstechnologien vorbereitet wurden.
Sämtliche Einrichtungen wurden auch hier nach dem Prinzip der Veränderbarkeit geschaffen.
Das Info-Zentrum kann ohne großen Aufwand verkleinert oder vergrößert werden, bei Wahrung sämtlicher infrastruktureller Einrichtung wie Telefon, PC- und Intranet-Anschluss.
Kundenverkehr herrscht in Erd- wie Obergeschoss des AMS.
Geschätzte Oasen der internen Administration, aus denen Kunden ausgeschlossen sind, sind auf Grund des neuen Organisationsschemas unbekannt.
Die Kunden fanden sich in den neuen Strukturen sofort zu recht.
Der offene Zugang zu den Dienstleistungen wurde unmittelbar angenommen.
Programme: B1, KS, L2, KO, 3E, XT