Bene Büromöbel
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8. Okt. 2008

Das (un)sichtbare Netz

Bene auf der Orgatec 2008: Anlass für eine Gedankenreise vom Bene Messestand in Köln zu Steve Earle nach New York.

Das Individuum definiert sich im Arbeitsleben heute nicht mehr durch sein Können allein, sondern vor allem durch das Netz(werk), in dem man dieses Können anwendet. Auf der diesjährigen Orgatec greift Bene mit der Gestaltung seines Messestands ein Thema auf, in das wir alle eingebunden sind, das die wenigsten aber bewusst wahrnehmen. Das Netz(werk).


Netzwerk-Metapher


Orgatec 2008: Bereits vor dem Betreten des Bene Messestandes fällt einem das alles umspannende Netz auf, das die Außenhaut des Kubus bildet. Das Gitterwerk definiert sowohl die Hülle als auch den Raum, in dem Bene seine Konzepte und Produkte präsentiert. Und zugleich symbolisiert es alle uns umgebenden physischen und virtuellen Geflechte.

Die Knotenpunkte in diesem Netz sind freizügig interpretierbar – von der Parkbank, dem Kaffeehaus über das iPhone bis hin zum Corporate Place, dem Büro als Kristallisationspunkt von Unternehmenskultur.


Netzwerk Corporate Places


Corporate Places sind ein bewusst gestaltetes und inszeniertes Umfeld, einer Bühne für soziale Interaktion und Performance. Hier treffen Menschen einander, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, Besprechungen abzuhalten, informellen Austausch zu finden. Corporate Places stellen der Virtualität und Sachlichkeit der Arbeitswelt eine besondere Qualität des realen Ortes als emotionalen Ausgleich gegenüber.

People @ Corporate Places wollen sich zugehörig fühlen zu einem Unternehmen - und die Orte der Begegnung dafür realisiert Bene: mit Corporate Places. Das sind maßgeschneiderte Büroraumlösungen, individuell abgestimmt auf das Selbstverständnis des Unternehmens und die Bedürfnisse der Mitarbeiter. So wird Büro zur sozialen und emotionalen Homebase für Mitarbeiter und Kunden. Corporate Places setzen Zeichen für Identität und kommunizieren Werte - nach innen und außen.


Netzwerk Internet


Beispiele, wie wir heute von Netzen umgarnt werden, finden sich nahezu in allen Lebensbereichen. Ein Beispiel ist die unglaubliche Erfolgsgeschichte des freien Internet-Browsers "Firefox". Nachdem der "Internetexplorer" des Markführers Microsoft so gut wie keine Weiterentwicklung erfuhr, fanden einige Programmierer über das Netz der Netze zusammen und begannen die Entwicklung eines neues Tools. Ein Programmierer alleine oder eine einzelne Programmierwerkstätte hätten diesen Erfolg nicht zustande gebracht. Ob das Benutzer-Feedback zur Fehlerbehebung ausschlaggebend war, oder die vielen Anregungen für Weiterentwicklungen, oder der virale Marketingeffekt, der Firefox erst bekannt machte, oder eben der Pool an Programmierern, die gleichzeitig an der Entwicklung einer gemeinsamen Vision arbeiten - ohne das "Inter-Netz" wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.


Netzwerk Popmusik


Ein anderes Beispiel kommt aus der Musik. Nach dem New Wave der 1980er, nach HipHop und dem Grunge Anfang der 90er gab es kaum wirklich Neues in der populären Musik. Auch hier änderte das Web nahezu alles, nicht nur die Art des Absatzkanals. Die unendliche Fülle an Musik, die über das Netz abrufbar ist, macht es möglich aus vielen Bruchstücken (Samples) Neues zu schaffen – so genannte Mashups. Eines der unzähligen Beispiele findet sich auf der Seite MixMatchMusic.

Aber nicht nur das Internet ermöglicht künstlerische Evolution. Auch eine Veränderung des persönlichen Umfelds – des sozialen Netzes – kann neue, zukunftsweisende Entwicklungen fördern. Ein Beispiel der letzten Jahre ist der Musiker Steve Earle, der in den letzten Jahren seinen Lebensmittelpunkt von Nashville nach New York verlegt hat.

Mit diesem Schritt veränderte er auch sein eigenes Netzwerk – und damit seine Musik und künstlerische Ausdrucksweise. Seinen persönlichen Zugang zur Kunst erweiterte er durch ein neues Geflecht an Beziehungen in einem neuen, urbanen Umfeld. Bisher war seine Musik eine Mischung aus Folk und Country, wie wir es aus Nashville fast schon reflexartig erwarten. Seine Wurzeln ließ er in New York jedoch nicht fallen, sondern vermische sie im neuen Umfeld zu einer neuen "Melange". Sein aktuelles musikalisches Statement, die CD "Washington Square Serenade" ist zwar keine radikale, jedoch eine so noch nicht dagewesene Neuinterpretation eines Woody Guthrie Folk.

Eingewoben wird die Musik in einen Rhythmus, den ein DJ auf der aktuellen Tour live mischt und der an die urbanen Rhythmen einer Großstadt erinnert. So verbreitet sich nicht das gewohnte Country und Folk Flair, das Earle mit seinen auch bisher bissigen Beobachtungen des American Way of Life konterkarierte. Um das alles auch visuell zu unterstreichen, finden wir eine abstrahierte Form des Netzes am Plattencover von "Washington Square Serenade".


Netzwerk real:virtuell


Das reale und virtuelle Geflecht, das uns umgibt, erscheint immer undurchschaubarer. Als ob es uns einweben würde, in eine völlig neue Welt, in der das Können eines Individuums nicht an Bedeutung verliert. In der jedoch der Satz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" eine völlig neue Bedeutung gewinnt. Um sich in diesen Geweben des modernen Lebens nicht verloren zu fühlen, bedarf es realer Orte der Identifikation – es braucht Kristallisationspunkte zum Kommunizieren, Angreifen, Fühlen und Erleben. In der Arbeitswelt möchte Bene mit seinen Konzepten und Produkten genau diese Orte der Begegnung und des Arbeitens abbilden. Für People @ Corporate Places.

Josef Schrefel








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