BMW
Architekt: RTW Architekten, Ripken, Teicher, Wussmann, Hannover
Büroplanung: Bene Hannover
Boxenstopp. Die Einrichtung von Bene verleiht dem neuen BMW-Autohaus in Hannover das Flair einer VIP-Loge an der Rennstrecke. Hier sind Kunden willkommen zum Wohlfühlen, ein gestalterischer Ansatz, der für Autohäuser innovativ und außergewöhnlich ist.
Die Expo wird wieder lebendig. Nach Ende der Weltausstellung 2000 in Hannover lockt das Areal Kreative aller Couleur in den neuen Ideenpark. Namhafte Unternehmen und Institutionen prägen das Flair, von der Popakademie über eine Filmfirma bis hin zur Fachhochschule Hannover. Der einstige Messegedanke von Darstellung und Diskurs gewinnt so eine neue Dimension.
BMW bezog hier den ehemaligen französischen Pavillon. Ein verblüffendes Ensemble, das die sonst präzisen Richtlinien des Corporate Design der BMW-Niederlassungen individuell interpretiert. Auf der Fläche von der Größe eines Fußballfeldes inszenierten
RTW Architekten nach den Wünschen des Autohausbesitzers ein Wechselspiel zwischen Lounge und Museum, Büro und Marktplatz, Konferenzraum und Restaurant.
Der Bau stammt vom französischen Architektenbüro
Françoise-Hélène Jourda, das kunstvoll mit Holzkonstruktionen umgeht und bekannt ist für imposante Hallen mit großen Spannweiten. Diesem ökologisch sinnvollen Ansatz folgt auch der Pavillon. Von weitem betrachtet scheint im Gebäude ein Wald zu wachsen. Aus der Nähe entpuppen sich die vermeintlichen Bäume als schräg positionierte Holzständer. Transluzente Glaswände bilden die Hülle.
Mit dem großzügigen Arrangement gingen
RTW Architekten sensibel um und schufen eine zurückhaltende Raumgliederung. Von innen und außen sichtbar, parken nahe der gläsernen Fassade funkelnde Flitzer neben eingeschobenen Büroräumen, offenen Beraterplätzen und der einladenden Lobby. Gereiht in unterschiedlicher Fahrtrichtung scheinen die mobilen Hybriden unter den hölzernen Baumkronen zu sausen. Beste Plätze für das rasante Schauspiel bietet die Lounge. Das Bene Coffice Programm strukturiert den Raum und bietet entspannte Gemütlichkeit.
Service mit Stil Zur Raummitte hin verdichtet sich die Flächennutzung. Im Spiel von Volumen, Geometrien und Funktionen entwickelte Objektform, Teil der Bene Gruppe, das Interieur-Konzept. Die intelligente Einrichtung erlaubt Kommunikation oder Rückzug nach Wunsch. Eine Meisterleistung der Gestaltung, verstärkt sie doch den Eindruck einer Hotellobby, in der man die Zeit und seine Umgebung genießt. In großzügigen Abständen arrangiert, gestatten kleine Arbeitsinseln aus Schreibtischen des Bene X-Programms sowie Sideboards aus der AL-K-Kollektion vertrauliche Gespräche.
Flächenbündig aneinander gereihte Bene Trennwände formen im Innern des Pavillons Räume. Hier entstanden Einzel- und Doppelarbeitsplätze sowie Besprechungsbereiche. Die Stringenz der Innenarchitektur folgt der Gebäudestruktur. Innerhalb der unterschiedlichen Bereiche sorgen transparente Wände für klare Verhältnisse. Die Zellenbüros sind ebenfalls mit X9-Schreibtischen und Schränken aus dem K-Programm von Bene ausgestattet, die Bestuhlung lieferte Wilkhahn.
Über dem kubischen Backoffice thront die Cafeteria in den Wipfeln der Bäume. Hier wird die Einheit von Natur und Technik, Ruhe und Schnelligkeit, Handwerk und Hightech spürbar. Eine Bühne, die Trends setzt für ein neues Dienstleistungsverständnis und einen neuen Servicegedanken des Autohauses.