PARCS
DESIGN BY PEARSONLLOYD:
What do people need to do what?
Oder: Das Was bestimmt das Wie Sie zählen heute zu den erfolgreichsten Designbüros Großbritanniens:
PearsonLloyd. Ihre Arbeit ist vielseitig und zahlreich ausgezeichnet. Die Designer Luke Pearson und Tom Lloyd aus London zeigen eindrucksvoll, was hochwertiges Industriedesign ausmacht – nämlich die intelligente Umsetzung von sich verändernden Arbeitsweisen, Produktionsmöglichkeiten und Lebensumständen.
Innenarchitektur, Möbeldesign und -consulting gehören ebenso zum weiten Tätigkeitsfeld des Designbüros
PearsonLloyd wie Produktdesign oder die Gestaltung öffentlicher Plätze. Vielseitigkeit kann man den Designern des neuen Bene Möbel-Sets PARCS gewiss nicht absprechen. Und doch haben alle ihre Arbeiten eines gemeinsam: die Fokussierung auf den Menschen.
Das 1997 in London gegründete Designstudio
PearsonLloyd zählt zweifellos zu den erfolgreichsten Großbritanniens. Die Kompetenz des Büros umfasst ein weites Spektrum und wird von zahlreichen internationalen Kunden wie
Artemide, Classicon, Fritz Hansen, Knoll International, Lufthansa, Walter Knoll oder
Virgin Airlines geschätzt. Ob es sich um Beleuchtungsprojekte in Westminster und Sheffield handelt, um ein Tisch- und Stauraumprogramm für
Knoll International, das die dynamische Veränderung des Arbeitsplatzes berücksichtigt, oder das Design der Fauteuils für die
Upper Class Suite von Virgin Airlines – Luke Pearson und Tom Lloyd beweisen ihre Designqualitäten immer wieder aufs Neue. So unterschiedlich die Bereiche und Anforderungen auch sind, so befruchtend wirken die einzelnen Projekte aufeinander. "Wir mögen die Komplexität von Beziehungen, die Komplexität der Produktion und die Komplexität der Branchen", erklärt Tom Lloyd.
Mehr als zwei Disziplinen Kennengelernt haben sich Luke Pearson und Tom Lloyd während ihres Studiums am
Royal College of Art (RCA) in London. Pearson studierte zunächst Industriedesign am
Central Saint Martins College und widmete sich dann für eine umfassendere Sicht dem Möbeldesign am RCA. Lloyd hingegen ging einen anderen Weg. Er studierte zunächst Möbeldesign in Nottingham, vermisste jedoch das Erfinderische, das über die im Vordergrund stehende Technik hinauszuragen imstande war. Daher ging er ebenfalls ans RCA, wo er sich dem Produktdesign zuwandte. Im Laufe ihrer Studien am Royal College of Art knüpften die beiden den Kontakt zueinander und behielten ihn nach dem Abschluss bei. Gemeinsam war ihnen die Überzeugung, dass – wenn es möglich war, beide Disziplinen auf intelligente Weise miteinander zu kombinieren und zu verstehen – sie etwas Ganzheitlicheres anbieten konnten. Die Fortschritte können sich sehen lassen.
Pearson und Lloyd gehen auf unterschiedliche Weise an ihre Arbeit heran, ergänzen einander darin aber sehr gut. Klar getrennte Aufgabenbereiche gibt es nicht, beide designen, beide leiten Projekte – was für einen Business Manager vielleicht nicht ideal erscheint, ermöglicht ihnen jedoch, zu jeder Zeit den anderen zu unterstützen und wichtigen Input zu liefern. Zudem hat es sich von Beginn an als äußerst positiv erwiesen, neue Aufgabenstellungen bzw. Designprozesse gemeinsam zu diskutieren, auch wenn die Meinungen voneinander abweichen. Die Projekte selbst werden dann aufgeteilt, aber eben immer mit der Möglichkeit, zu einem kreativen Dialog zusammenzukommen. Luke Pearson: "Einer der interessantesten und zugleich wichtigsten Aspekte im Designprozess ist, immer die Augen offen zu halten und ständig neue Informationen zu sammeln. Man sollte nie davon ausgehen, dass man bereits alles erfasst hat."
Heute sind Luke Pearson und Tom Lloyd neben ihrer erfolgreichen Designertätigkeit auch Gastdozenten am Royal College of Art und referieren zudem regelmäßig auf internationalen Veranstaltungen wie dem Design Indaba in Südafrika oder im Rahmen der D&AD London.
K.Newman / D. Schellerer / A.Voltren