Zeppelin
Architekt: Architekturbüro seegy + bisch, Nürnberg
Büroplanung: congena GmbH, München
Umsetzung: Bene GmbH, München
Garching bei München, 21. September 2007, die ZEPPELIN GmbH, Europas größte Vertriebs-, Service- und Vermietorganisation der Baumaschinenbranche feiert die Eröffnung ihrer neuen Zentrale. Nach außen ein Statement von Stärke, Innovationskraft und Zukunfts orientierung, nach innen mit hoher Wertschätzung für Mitarbeiter, Offenheit, Kommunikation und Menschlichkeit.
Klar, sachlich, selbstbewusst zeigt sich der Neu bau am – wie könnte es anders sein – Graf-Zeppelin-Platz 1. 14.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfasst das Herzeige-Objekt, in das die ZEPPELIN GmbH rund 24 Millionen Euro investiert hat. Das fünfgeschossige Gebäude bietet Platz für bis zu 420 Mitarbeiter der Zen trale des Konzerns, aber auch der Tochtergesellschaften der Zeppelin Baumaschinen GmbH und MVS Zeppelin GmbH & Co. KG. Es ersetzt die mittlerweile teils 40 Jahre alten Gebäude der ehemaligen Hauptverwaltung des Konzerns am Standort Garching.
Sehr erfolgreiche letzte Jahre, die geprägt waren von einer dynamischen Expansion und Internationalisierung des Konzerns, hatten den Neubau der Zentrale notwendig gemacht. Ein neuer Platz für "Ideen, Leistung und Fortschritt" sollte entstehen, an dem die Fäden des zwei Milliarden Euro Unter nehmens mit 180 Standorten weltweit und rund 5.000 Mitarbeitern zusammenlaufen.
Weltoffen in Struktur und Architektur Glas, Aluminium und klare Linien prägen den Garchinger Neubau, der vom Nürnberger Architekturbüro seegy + bisch entworfen wurde. Die Architektur des Gebäudes soll dem Firmencredo Ausdruck verleihen – Chancen erkennen, Grenzen überwinden. Bei Innenarchitektur und Arbeitsplatzgestaltung war für das Management erklärtes Ziel, die Schaffung von Freiräumen für die Mitarbeiter und damit für ein weiteres Wachstum des Konzerns. Ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber der Belegschaft sowie die Förderung von Teamfähigkeit, Führung und dem Willen zu Veränderung galten als Vorgaben für Geschoss- und Raumplanung.
Qualitative und quantitative Ansprüche vereinen Analytische, konzeptionelle und planerische Unterstützung holte sich die ZEPPELIN GmbH von den Münchner Unternehmensentwicklern congena, die seit den ersten Überlegungen für einen Um- oder Neubau eingebunden waren. "Für uns war dieses Projekt schon deshalb ein besonderes, weil wir es in jeder Phase – von der ersten Wirtschaftlichkeitsanalyse über die Bedarfsplanung, Raum- und Funktionsplanung, Architektenauswahl, Auswahl des Büroeinrichters bis hin zur Projektsteuerung begleiten konnten", so Dipl. Arch. ETH Mirjana Loitzl im Gespräch.
Entstanden ist letztlich eine abwechslungsreiche und maßgeschneiderte Bürolandschaft, die mit Bedacht auf Transparenz unterschiedliche Zonen vereint: Kombi- und Gruppenbüros sowie Freiflächen für offene Anwendungen wie Teamarbeit und Stand-up-Meetings, Kommunikation in der Mittelzone – ein funktionierendes Wechselspiel für ineinander greifende und parallel ablaufende Prozesse mit einer neuen, hohen Aufenthaltsqualität für die Mitarbeiter. Ergänzt durch Denkerzellen für Rückzug oder kurzfristige Teambesprechungen.
Vieles aus einer Hand Arbeitstische, Rollcontainer, Stauraummöbel und Stellwände von Bene setzen die gemeinsam mit Mitarbeitern und Abteilungen entwickelten Strukturen mit einem hohen Maß an Flexibilität und individueller Lösungsfi ndung um. "Ganz wichtig für die Auswahl des Büroausstatters war zum einen die hohe Designqualität von Bene", so Mirjana Loitzl im Rückblick auf Ideenwettbewerb und die mehrstufige Bemusterung, zu der Bene eingeladen war. "Und zum anderen die Möglichkeit und Bereitschaft, individuelle Anforderungen rasch, pro fessionell und qualitativ perfekt umzusetzen."
Bedingung dafür sind schnelle Reaktionszeiten während des Auswahlprozesses, wenige, konzentrierte Schnittstellen in Abwicklung und Abstimmung, um gleichzeitig auch Zeit und Kosten zu optimieren. Ein Faktum, das vor allem Vertrauen in das Endergebnis schafft.
Im Erdgeschoss schließlich die Konzentration auf "Socialising" – Konferenz- und Seminarräume sowie das Casino (Restaurant) samt Außenbereich für Mitarbeiter. Tische, Stühle und Accessoires kommen von Bene, Brunner, Rexite, Rosconi, Walter Knoll und Wilkhahn.
Dabei übernimmt ein wohl dosiertes Farbkonzept, quer über alle Geschosse, die Akzentuierung und vermittelt ohne Übertreibung Eleganz und Leichtigkeit.