Research für innovative Produktkonzepte
Wie sehen erfolgreiche Raumkonzepte für das Büro des 21. Jahrhunderts aus? Welche Orte der Arbeit kristallisieren sich heraus? Und WER wird an diesen Orten seine Arbeit verrichten? Wie sieht der zukünftige Arbeitnehmer eigentlich aus? Was bewegt ihn, was benötigt er, und wie muss ein ideales Arbeits-Setting aussehen?Wissensverarbeitung im Zentrum
Wir sind einer immer schnelleren Evolution des Wissens unterworfen. Die Bedeutung des Informationsaustausches mit anderen steigt stetig. Der Mensch wird zum wesentlichen Prozessor des Informationsflusses, um Wissen zu generieren. Networking im Sinne von Teamarbeit wird ein essenzieller Bestandteil der meisten Tätigkeiten. Dies führt zu einer neuen Definition von Werten, die uns auch eine neue Begegnungsqualität abverlangen. Viele von uns sind bereits Wissensarbeiter, aber in nicht mehr allzu langer Zeit wird nahezu jeder Job auf Wissensarbeit basieren – das Informationszeitalter haben wir bald gänzlich hinter uns gelassen.
Bene erforscht den Wissensarbeiter
Bene unterstützt ein Forschungsprojekt des "Helen Hamlyn Research Centre" (Royal College of Art) zum Thema Wissensarbeiter: Gewohnheiten, Bedürfnisse und Eigenheiten dieser neuen Spezies wurden analysiert und daraus resultierend konkrete Lösungsvorschläge für zukünftige Büroraumgestaltung abgeleitet. Katherine Greene und Jeremy Myerson, Direktor des Helen Hamlyn Forschungsinstitutes, haben für Bene eine umfassende Studie erstellt, die, in vier Gruppen geclustert, den Wissensarbeiter unter die Lupe nimmt.
Der ANCHOR – oder Schreibtischsurfer
Sie nutzen vor allem den eigenen Schreibtisch sowie dessen direktes Umfeld. Kommunikation verläuft meist eindimensional in ihre Richtung: Sie bekommen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie bearbeiten.
Der CONNECTOR – oder Vermittler
Sie nutzen den eigenen Schreibtisch, aber auch den Rest der Büro-Infrastruktur etwa 50:50. Sie stellen sicher, dass der Informationsfluss passt, holen Informationen und verteilen diese wieder. Meist aber innerhalb des eigenen Unternehmens.
Der GATHERER – oder Sammler
Sie nutzen das gesamte Büro, aber bewegen sich vielfach auch außerhalb. Sie sind Knotenpunkte für Wissen. Der Schreibtisch ist wie eine Landefläche und ein Rückzugsort, an dem sie verarbeiten, was sie auf ihrem Weg mitgebracht haben.
Der NAVIGATOR
Sie nutzen das eigene Büro kaum und haben oft keinen eigenen Schreibtisch mehr. Sie sind regional wie global unterwegs und kommen ins Büro, um Informationen auszutauschen und Meetings beizuwohnen. Das Leben des Navigators besteht vor allem aus Kommunikation.
Research für zukunftstaugliche Produkte – PARCS
Basierend auf den analysierten Anforderungen wird die Studie eine Quelle der Inspiration für innovative Produktentwicklungen kommender Jahre bei Bene sein.
Schon im Oktober stellt Bene mit dem Launch von PARCS – einem Produktensemble für "New Working Environments" – die erste große Entwicklung basierend auf neuen Research-Methoden und Erkenntnissen vor. Die Londoner Designer Luke Pearson und Tom Lloyd zeichnen für das Design verantwortlich und waren auch im Research-Prozess kreativer Motor – kein Wunder: stammen auch sie aus der Kaderschmiede des Royal College of Art.
Helen Hamlyn Research Centre des Royal College of Art
Vor rund 25 Jahren wurde das "Helen Hamlyn Centre" als Stiftung einer ehemaligen Absolventin gegründet, mit dem Ziel, das Leben der über 50-Jährigen zu verbessern. Mittlerweile hat das Institut drei Forschungsschwerpunkte (immer unter dem Aspekt des demographischen Wandels): Design Patientensicherheit, Inclusive Design und Büroraumentwicklung.
Die im "Helen Hamlyn Research Centre" beschäftigten Mitarbeiter sind durchwegs Absolventen des RCA, so auch Kathrine Greene.
Ein Event zum Thema findet am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Vienna Design Week statt: Idea Generation.
Einblicke hinter die Kulissen gewähren die Diskutanten Jeremy Myerson, Direktor des Helen Hamlyn Centre (The Royal College of Art, London), die britischen Designer PearsonLloyd sowie Thomas Bene, Vorstand Bene AG. Moderation: Lilli Hollein.
Weitere Infromationen


