Bene Büromöbel
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12. Apr. 2007

Junges Design von heute – Ikonen von morgen: Jehs + Laub

Junge Designer bringen neuen Schwung in die Möbelszene - und in die Bürowelt: Thema für eine Office.Info Serie. In unserer letzten Ausgabe porträtierten wir die Designriege des schwedischen Unternehmens Blå Station. Heute stellen wir Ihnen das Designerduo Jehs + Laub vor. Die beiden haben sich bereits mit ausgezeichneten Arbeiten für Premium-Hersteller wie Cassina, Thonet und Renz einen Namen gemacht. Ihr jüngster Streich ist die Space Lounge für Fritz Hansen.

Zusammenarbeit von der ersten Stunde an

Hinter dem Namen Jehs+Laub steht das Designerduo Jürgen Laub und Markus Jehs. Beide studierten Industriedesign in Schwäbisch Gmünd und verfassten 1992 sogar ihre Diplomarbeit gemeinsam. Eine Leidenschaft für Italien vereint sie ebenso. "Das Wetter, die Bars, die schönen Möbel. Wir wollten sofort nach Mailand ziehen", so schwärmen Markus Jehs und Jürgen Laub noch heute, wenn sie an ihren ersten Besuch der Mailänder Möbelmesse "I Saloni" denken.


Deutschland – Italien und retour


Sie haben ihr Studium dann doch in Deutschland beendet, ein gemeinsames Studio in Stuttgart gegründet und sind ihrer Heimat treu geblieben. Unter den ersten Auftraggebern für ihre Leuchten und Stühle, mit denen sie bald auf internationalen Möbelmessen glänzen konnten, fanden sich rasch namhafte italienische Firmen wie zum Beispiel Cassina, Nemo und Ycami "Die Arbeitsweise der Italiener kommt uns sehr entgegen. Hat man sich für einen Entwurf entschieden, ist kein Aufwand zu groß, um die Idee auf den Weg zu bringen. Aber auch die Zusammenarbeit mit deutschen Firmen macht sehr viel Spaß", so Markus Jehs.

Entstanden ist mittlerweile unter anderem die Sofagruppe Blox für Cassina, eine Polsterarchitektur, die das klassische Thema Kubus auf souveräne Art interpretiert.
Jehs + Laub zeigen große Sicherheit im Umgang mit räumlichen Grundstrukturen - eine durchaus "deutsche Tugend", die sie jedoch völlig eigenständig umsetzen. Der Stuhl
S 555 für Thonet bezieht seinen Reiz aus dem Gegensatz rechteckiger Flächen zu dreidimensionalen Einbuchtungen.


Spacig in der Lounge


Jüngster Streich ist die Space Lounge für Fritz Hansen. Das Programm umfasst einen komfortablen Lounge-Sessel mit sehr flacher Polsterung sowie einen Tisch mit Glasplatte. Design zwischen italienischem Luxus und skandinavischen Minimalismus. "Wir wollten einen einfachen, leichten Sessel schaffen – deshalb entfernten wir alle unnötigen Materialien und gelangten zu einer bequemen und flexiblen, weichen Schale mit einer vierteiligen Polsterung, die den nötigen Komfort gewährt", erklärt Markus Jehs. "Der Tisch zeichnet sich durch das gleiche Gestell und die gleiche Einfachheit wie der Sessel aus – vielseitig verwendbar. Die runde Gestalt verleiht ihm einen weichen, 'demokratischen' Ausdruck."

Die Space Lounge entstand, während Jehs+Laub an dem neuen Showroom Konzept für Mercedes Benz arbeitete. "Beide Projekte haben einander gefördert und sich punkto Design ergänzt", so das Designer-Duo. "Wir hatten einen Stuhl im Sinn, der den Kunden, während sie Autos betrachten oder kaufen, ein komfortables Sitzgefühl vermittelt. Die Produktionsprozesse der Autoindustrie haben uns in der Umsetzung inspiriert."

Je nach dem, wo die Space Lounge eingesetzt wird, verändert sie ihren Charakter und eignet sich sowohl für die Business-Lounge als auch für den privaten Bereich.

Eine Kollektion die, wie wir meinen, das absolute Zeug zum Klassiker hat. Kultstatus vorprogrammiert!


Nicole Schemerl-Streben







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