Bene Büromöbel
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8. Aug. 2007

Pro & Contra: Grillen mit Kollegen

Sommerzeit ist Grillzeit! Doch nicht jedes Herz kann sich am Kohlefeuer erwärmen. Wir haben nachgefragt - dagegen oder dafür?

Mit archaischen Ritualen den Teamgeist beflügeln

Also ich gebe es gerne zu – ich bin ein echter Fan! Und damit nicht alleine... Denn wenn ich mich so umsehe, ist Grillen beliebter denn je. Kaum ein Fleckchen Grün in diesem Land, das dafür nicht genützt wird... Gerne lädt man dazu Freunde, Verwandte und - um auch hier zu präsentieren, was man kann – Kollegen ein.

Die archaische Handlung am offenen Feuer wird – ok, ok! - dabei bevorzugt von Männern ausgeübt. Womöglich wird durch das Hantieren am offenen Feuer die Beherrschung elementarer Kräfte ritualisiert, das rohe Fleisch erinnert an steinzeitliche Beutezüge. Doch auch dieser leise Sarkasmus kann vor allem die sozialen Aspekte nicht schmälern.

Mit einer Grillparty wird z.B. unter Kollegen der Teamgeist im wahrsten Sinne des Wortes erneut "entfacht". Schließlich geht es darum, gemeinsam Feuer und Grillgut zu hüten, Rezepturen der richtigen Beize auszutauschen und Garpunkte zu diskutieren - sozusagen die (Büro)Sippe versammelt um den gemeinsamen Herd.
Teambuilding, das zusammenschweißt...

Rudi Binder





Verbrüderung am gemeinsamen Feuer, nein danke!


Nun gut, wer auf verkohlte Fleischstücke nicht verzichten mag, für den geht auch Grillen mit Kollegen durch. Teambuilding am offenen Feuer liegt vielleicht im Trend und mag aufschlussreich sein...

Ist aber der Meister am Grill wirklich auch ein guter Kollege? Lernt man den Menschen "KollegIn" besser kennen, wenn man mehr über seine/ihre geheimen Grillrezepte erfährt? Wohl eher nicht, denn wer die beste Glut schafft, muss nicht unbedingt auch im Büroalltag alles am "Köcheln" halten, und wer schmackhafte Würstel serviert, muss wohl nicht zwangsweise auch gute Arbeit abliefern...

Abgesehen davon mag ich nicht wirklich wissen, wer die meisten Koteletts verdrücken kann oder am besten seine Folienkartoffel matscht!
Wie auch immer, für mich gilt ehrlicherweise: Ein schlechter Nachgeschmack muss befürchtet werden - und das liegt dann womöglich nicht nur am schwärzlichen Brickett...

Anna Voltren







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