Die Welt der Megamarken: Schweizer Weltoffenheit
"Diskretion" heißt der Nimbus, der augenscheinlich jede Schweizer Bank umhüllt. Im Falle der Credit Suisse gehört noch einiges mehr dazu - Stabilität, Prestige und Effizienz zum Beispiel. Aktuell auf Platz 10 der größten Banken Europas steht ihre Markenstrategie für eine erfolgreiche Symbiose von Tradition und Dynamik in einer globalen Bankenwelt.Für das Schweizer Unternehmen mit Geschichte stehen Tradition und Innovation einander nicht als Gegensätze gegenüber. Im Mittelpunkt einer 2006 neu gestarteten Markenpositionierung befindet sich sogar deren Zusammenhang: die Tradition der Innovation.
Schweizer Kreditanstalt
Eine lange Tradition hat die Bank allemal: 1856 wurde sie von Alfred Escher als Schweizer Kreditanstalt (SKA) in Zürich gegründet, wodurch die Stadt zum führenden Bankenzentrum und Wirtschaftsstandort der Schweiz wurde. Der Zweck der Gründung war, den Ausbau des Eisenbahnnetzes und die Industrialisierung der Schweiz voranzubringen. Innovation gehörte von Anfang an zur Unternehmensstrategie. 1895 zum Beispiel kam die vermutlich erste regelmäßig erscheinende Bankpublikation der Welt unter dem Namen "Effekten-Kursblatt" aus dem Haus der SKA.
Global Player
Seit der Gründung ist viel geschehen: neue Tätigkeitsbereiche kamen dazu, Niederlassungen wurden eröffnet zunächst innerhalb der Schweiz, dann international. Durch Fusionen und Akquisitionen wuchs die SKA weiter. Ein wichtiger Schritt war die Zusammenarbeit mit der First Boston Corporation im Jahr 1978. Rund zehn Jahre später übernahm die SKA die Mehrheitsbeteiligung.
In den 1980er und 90er Jahren war die Kreditanstalt überhaupt sehr aktiv: Übernahmen, Zusammenschlüsse und Allianzen vergrößerten das Unternehmen.
Spätestens seit 2006 präsentiert sich die Credit Suisse als integrierte, globale Bank mit Headoffices in Zürich, London, New York, Hongkong und Tokio.
Logo? Logo!
Zu jeder Marke gehört ein Logo ganz gleich ob Konsumgüterindustrie oder Finanzdienstleister. Verfolgt man die Entwicklung der Credit Suisse, ist die Suche nach visueller Identität eindeutig, und das mit Mut zu deutlicher Veränderung. Dem ursprünglich schwungvoll gezogenen Schriftzug SKA folgte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Logo in Münzenform, bei dem die drei Buchstaben von 20 Sternen umringt wurden als symbolisches Zeichen für Hauptsitz und Zweigniederlassungen. 1952 sollte ein Anker den neuen Claim unterstützen "Verankert im Vertrauen". Im Jahr darauf folgte das Wermelinger-Kreuz in die Wort-Bild-Marke, bis schließlich nach weiteren Versuchen 2006 das heutige Sign eingeführt wurde, bei dem die beiden Dreiecke an Segel erinnern, die ein ebenso sicheres wie dynamisches Vorankommen versprechen.
Drei Säulen unter einem Dach
Die Credit Suisse beherbergt drei Divisionen unter ihrem Dach: Investment Banking, Private Banking und Asset Management. Die integrierte Struktur dient dazu, auf die komplexen Ansprüche der Kunden schnell und wirkungsvoll eingehen zu können. Sie stellt sicher, dass Kunden aus allen Produkten und Dienstleistungen der drei Bereiche schöpfen können. - Keine einfache, aber eine notwenige Voraussetzung in Zeiten globaler Finanzmärkte, in denen es zunehmend nicht mehr nur auf Seriosität und Informationsvorsprung ankommt, sondern auch auf zuverlässiges Networking und kalkulierbare Schnelligkeit der Prozesse.
Ziele und Grundsätze
Die Vision der Credit Suisse ist keine bescheidene, will sie doch die weltweit beste und angesehenste Bank werden. Innovative und integrierte Lösungen gehören ebenso zu dem Weg dorthin wie kulturelle Vielfalt und Offenheit der MitarbeiterInnen.
Drei Grundsätze sollen zum Erreichen des Ziels führen:
- Die Kundenbedürfnisse stehen immer im Mittelpunkt
- Teamwork ist die Grundlage der Geschäfts
- Der gute Ruf ist entscheidend
Kommunikation bildet in allen drei Bereichen eine wichtige Grundlage zum Erfolg.
Nach außen hin findet sie über klassische Werbekampagnen ebenso statt wie über Sponsoring von Sport, Kultur und Nachwuchsförderung.
Nach innen wurde eben erst im vergangenen Jahr im Zuge des Umbaus und der Sanierung des traditionsreichen Verwaltungsgebäudes der Credit Suisse, genannt Uetlihof, die Stadtlandschaft in die Bürolandschaft geholt.
Bene entwickelte dafür die Kommunikations-Zonen und gestaltete die neuen Zentren des Raumes. Hier wird geredet, konferiert und informiert in einem farbenfrohen Ensemble, das sich gleich einem Marktplatz mit Kirchturm und Rathaus aus der geordneten Struktur der Schreibtische erhebt. Verdichtetes Arbeiten wird ergänzt um kommunikative Lebendigkeit. Die visuellen Magnete des Großraumbüros sind dem weiten Blick über Zürich mehr als gewachsen.
Ebenso wie die Marke ihren Herausforderungen am globalen Finanzmarkt.
Anna Voltren






