Natur inspiriert Architektur
Wie eine behutsame Planung die natürliche Umgebung in ein Gebäude zu integrieren vermag, zeigt das Beispiel des Office Pavillon in Klagenfurt. henke und schreieck Architekten errichteten im Jahr 2002 für Bene und Zumtobel Staff ein Bürogebäude, das inzwischen mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet worden ist.Ein transluzenter, inmitten von Bäumen schwebender Glaspavillon ist seit knapp drei Jahren der neue Stützpunkt des Büroeinrichters Bene und des Lichttechnik-Profis Zumtobel Staff im Süden Österreichs: Seither bergen die historischen Schleppe-Gründe, ein wertvolles grünes Areal an Klagenfurts Peripherie, ein architektonisches Glanzstück. Hier präsentieren die beiden erfolgreichen Österreichischen Unternehmen gemeinsam innovative Büroraumlösungen und Lichtideen. Und hier, im Natur schonenden Office Pavillon, beweisen die Bauherren den sensiblen Umgang mit den wertvollen Stadtgrundstücken: Die umgebende Vegetation ist integrativer Bestandteil des räumlichen Konzepts. Das Gebäude ist als Antwort auf die vorgefundene natürliche Geländesituation zu sehen.
Außenraum: verzahnt im Grünen
Die Natur schonend überbauen, um sie zu bewahren, lautete der Grundsatz von henke und schreieck Architekten. So wurde die schwebende Konstruktion des Office Pavillons nur punktweise fundiert, um die Wurzeln der alten Bäume nicht zu verletzen. Mit teils ausgreifenden, teils eingestülpten Bauteilen verzahnt sich das eingeschoßige Gebäude mit dem umgebenden Raum. "Heraus gestanzte" Atrien umschließen wie grüne Vitrinen die jungen Bäume, die gleichsam im Office Pavillon wachsen und ihn in späteren Jahren beschatten sollen. "Das bewegte Spiel der Blätter und die sich stets verändernden Farben der Vegetation im Rhythmus der Jahreszeiten bilden den anregenden Hintergrund für die ausgestellten Objekte", erklären die Architekten Dieter Henke und Marta Schreieck, "und so stehen sie in einem spannungsvollen Kontrapunkt zur organisierten Arbeitswelt."
Innenraum: flexibel für Nutzungen
Aus der informellen, der Natur angelehnten Grundrissfigur ergeben sich Räume unterschiedlicher Größe und Proportion, zueinander offen und durch die raumhohe Verglasung nahtlos in den Außenraum übergehend. Das Zusammenspiel abgehängter Decken und Raum bildender Systemwände gliedert den Office Pavillon, ohne die Transparenz aufzulösen - und ermöglicht so die optimale Umsetzung aller Bereiche einer modernen Bürolandschaft. In Verbindung mit der natürlichen Umgebung heben zurückhaltende Materialien wie Glas und verzinktes Trapezblech die Büroraum- und Lichtlösungen zusätzlich hervor.
Über eine Brücke führt der Weg ins Gebäude, hin zu einem gemeinsamen Vorbereich der beiden Geschäftseinheiten. Die einzelnen Büro- und Ausstellungsbereiche gruppieren sich um einen zentralen Kern mit der sanitären und technischen Infrastruktur. Der Besprechungsraum ist von beiden Geschäftseinheiten direkt zugänglich und mittels Schiebewand für Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordung adaptierbar. Ein schmaler Servicetrakt, über die seitliche Laderampe zu bedienen, kann jederzeit zu einer autonomen Büroeinheit mit eigenem Zugang umfunktioniert werden. Raumnischen an der Außenseite des Gebäudes ergeben geschützte Terrassen für den angenehmen Aufenthalt im Freien.
Bei der Innenraumgestaltung legte Bene besonderes Augenmerk auf die Umsetzung der Büroraumlösung CompactOffice, mit der alle Voraussetzungen für ein optimales Arbeitsumfeld gewährleistet sind: Zonen der Kommunikation, der konzentrierten Einzelarbeit und Bereiche der Regeneration und Entspannung sorgen für das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen.'







