Projekte 10.07.2014

Druck genommen, Durst gestillt

Der neue Betriebsstandort der Durst Phototechnik AG in Lienz ist ein respektvoller Raum für Mensch und Maschine. Während in der großen Assembling-Halle digitale Druckmaschinen zusammengebaut und getestet werden, arbeitet man im Verwaltungstrakt nebenan am Schreibtisch. Die Arbeitszimmer sind luftig und hell. Einen wesentlichen Beitrag zum angenehmen Ambiente leistet die Büromöblierung von Bene mit dem flächeneffizienten Arbeitsplatzprogramm CUBE_S und transparenten Trennwänden. Dank des ausgetüftelten Farbkonzepts habe sich sogar das Arbeitsklima unter den Mitarbeitern verbessert.

Vieles davon, was sich hier vor dem Auge des Betrachters offenbart, ist unecht, ein Faksimile, um es im Fachsprech auszudrücken. Zahlreiche Muster an den Wänden und auch so mancher Mimikry-Korkbelag am Boden wirken täuschend echt und brauchen sich in puncto Druckqualität nicht zu verstecken. Man sieht, die Lienzer Firma Durst ist auf die Fertigung und das Assembling von digitalen Druckmaschinen und ganzen Druckmaschinenstraßen spezialisiert. Das B2B-Unternehmen beliefert Druckereien für Papier, Kunststoff, Glas, Keramik und Parkettböden.

Der Ausblick aus dem Fenster im Besprechungszimmer im ersten Stock, direkt auf den Osttiroler Iselsberg hinaus, der ist jedoch echt und zu 100 Prozent Natur. „Das von uns allen verfolgte Ziel war, für die Firma Durst einen neuen Verwaltungstrakt und eine neue Assemblage-Halle zu errichten, die in ihrer Materialität und ihren funktionalen Abläufen einerseits hochmodern ist, die sich andererseits aber auch nicht vor der Schönheit der Umgebung abschottet“, sagt Architekt Peter Paul Rohracher. Das Ergebnis dieser Konzeptüberlegung ist eine rund 4.000 Quadratmeter große Montagehalle mit homogener, weißer Fassade und einigen riesigen Fensteröffnungen mit kristallin fragmentierten Gläsern.

Mag sein, dass dies ein Tribut an die schroffen Kanten der umliegenden Berge ist. Gewiss aber sorgen die bis zu zehn Meter hohen Glaseinschnitte für reichlich Tageslicht beim millimetergenauen Zusammenbau der Industriedrucker. Während die Dachkonstruktion der luftigen Halle aus Stahl und Holz besteht, musste die Fassade betoniert werden. Die massive Bauweise dämpft die Schwingungen der vorbeifahrenden Eisenbahn und bewahrt die feinen Maschinenteile im Innenraum vor ungewollten Erschütterungen sowie vor der elektromagnetischen Strahlung der Oberleitungen.

Arbeiten wie im Park

Neben dem bereits bestehenden Forschungszentrum für Inkjet-Technologie – nur wenige Schritte durch den Park, der sich bei genauerer Betrachtung als hübsch komponierter, üppig begrünter Parkplatz samt Steingarten und Biotop entpuppt – liegt der zweigeschossige Verwaltungstrakt mit Arbeitsplätzen für knapp 20 Angestellte. Wie ein Bumerang ragt das obere Stockwerk über den Sockel und schafft auf diese Weise einen überdachten Eingangsbereich mit witterungsgeschützter, ebenerdiger Vorfahrt.

Der gesamte Neubau ist als Niedrigst-Energiehaus konzipiert und wird mittels Erdwärme- und Grundwasserpumpe temperiert. Eine Wärmerückgewinnungsanlage sorgt dafür, dass die wertvolle Energie sommers wie winters wieder ins System rückgespeist wird. Die hier verwendeten Materialien sind Stahlbeton und Exterior-Fassadenplatten im Außenbereich sowie Glas, Teppich und Korkboden in den Innenräumen. Gedämmt wurde mit Steinwolle und Naturfaser.

Innovativer Geist im Büro und im Planungsprozess

„Ich finde, das luftige Ambiente in den Büros entspricht dem innovativen Geist, der in diesem Hause herrscht“, sagt Richard Piock, CEO der Durst Phototechnik AG, während er durch den Gang schreitet und durch die transparenten Glaswände seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grüßt. „Einen großen Beitrag dazu leistet neben der leichten, transparenten Architektur auch die Büromöblierung von Bene.“ Unaufdringlich integriert sich das Möbelprogramm in die von Peter Paul Rohracher vorgegebene Architektur. Farben und Materialien ordnen sich dem großen Ganzen unter.

„Ich verfolge die Arbeit von Bene schon sehr lange, und ich bin froh, dass wir bei diesem Projekt zusammenarbeiten konnten“, sagt Piock. „Das Schöne daran war, dass sich Bene sehr intensiv in den Planungsprozess eingebracht hat und nicht nur mit seiner vielfältigen Produktpalette, sondern auch durch Beratung und Planungsdienstleistung punkten konnte.“ Oder, um mit den Worten des Architekten zu sprechen: „Bene hat das architektonische Konzept verstanden und weitergedacht.“

Insgesamt wurden 16 Arbeitsplätze, verteilt auf mehrere Einzel- und Gruppenbüros, eingerichtet. Schreibtische, Pinboards, Regale, Ladenelemente und Ordnerschränke stammen aus der Produktserie CUBE_S, die Bene eigens für die Bedürfnisse im Open Space entwickelt hat. Die modular aufgebauten Elemente tragen dazu bei, den Raumbedarf für Mensch und Büromaterial zu einer formal reduzierten, homogenen Einheit zusammenzufassen. Trotz unterschiedlicher Funktionen und üppiger Stauräume bieten die Arbeitsplätze ein ruhiges und übersichtliches Bild.

Transparenz und Best-Practice zu Füßen

Zum Gang hin sind die Büros mit Trennwänden der Serie RG und R2 getrennt. Die Zweischeiben-Verglasung sorgt für eine optimale akustische Entkoppelung vom Gang und somit auch für die nötige Privatsphäre zwischen den Durst-Mitarbeiterinnen und ihren B2B-Kunden. Vor dem Einbau wurden die Glaselemente mit einem immergrünen Grasmotiv bedruckt. Den Drucker dafür – erraten – stellte die Firma Durst zur Verfügung.

Im Besprechungszimmer, das sich über dem Eingangsbereich befindet und hungrig, ja sogar durstig, nach dem Iselsberg-Panorama hascht, kommen Tische und Stühle aus der Serie Filo Conference zum Einsatz. Die nötige Medientechnik ist in den Medienmöbeln unsichtbar integriert. Ein weiß bedruckter Korkboden sorgt für gleichermaßen Abwechslung und Neugier. Auch hier, den Kunden zu Füßen, wird die Bandbreite der Durst-Möglichkeiten effektvoll bedruckt zur Schau gestellt.

Individuelle Farbe für jeden Mitarbeiter

Die vielleicht schönste Anekdote liefern die unterschiedlichen Farben auf den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter. Die Pinboards wurden individuell eingefärbt. „Gemeinsam mit dem Auftraggeber hatten wir die Idee, die Farbabstufung der Pinboards mithilfe des sogenannten Tiroler Zahlenrads zu ermitteln“, erklärt Architekt Rohracher. Durch Eingabe der Geburtsdaten konnte auf diese Weise für jede Mitarbeiterin, für jeden Mitarbeiter die passende Farbe bestimmt werden. „Lustigerweise überwiegen Gelb und Magenta. Doch das Wichtigste ist, dass sich die Angestellten mit dem ihnen zugeordneten, chromatischen Zufallsgenerator wunderbar identifizieren können.“

Im alten Büro, erinnert sich Geschäftsführer Richard Piock, sei es hektischer und lauter gewesen. „Doch nun“, meint er, „sind wir so richtig zur Ruhe gekommen. Die Farben, die Inneneinrichtung, das gesamte Projekt fördert die Teamfähigkeit und Konzilianz und trägt zu einem weitaus besseren Arbeitsklima bei.“
Der Durst nach einer schönen Arbeitsstätte dürfte gestillt worden sein.

Zitate

„Gewünscht habe ich mir eine supermoderne Fabrik, ähnlich der gläsernen Volkswagen-Fabrik von VW in Dresden, die jedoch in die Gebirgs-Landschaft hineinpasst und die ein Statement in puncto Transparenz, Nachhaltigkeit und Wohlfühlen am Arbeitsplatzt setzt. Und die habe ich auch bekommen.“

Richard Piock, CEO der Durst Phototechnik AG

 

„Im alten Büro war es hektischer und lauter. Doch nun sind wir so richtig zur Ruhe gekommen.“

Richard Piock, CEO der Durst Phototechnik AG

 

„Bene hat das architektonische Konzept verstanden und weitergedacht.“

Peter Paul Rohracher, Architekt

 

„CUBE_S hat genau unsere Anforderungen erfüllt. Zur Fassade hin sind die Arbeitsplätze gut angeordnet, die Belichtung ist optimal, und dank den unterschiedlichen Bauhöhen der Elemente hat man Durchblicke in Sitz- und Stehhöhe.“

Peter Paul Rohracher, Architekt

 

 

FACTBOX

Auftraggeber
Durst Phototechnik AG

Architekt
Peter Paul Rohracher, Lienz

Nutzfläche
Halle 4.000 m2
Bürogebäude 650 m2

Büroeinrichtung: Bene
16 Arbeitsplätze mit CUBE_S mit individueller Pinboard-Farbe
Drehstühle B_Move
Trennwand RG
Trennwand R2
Konferenzraum: Tisch Filo Conference
Stuhl Filo Conference
MediaRoom Medienintegration

Glasdruck
Firma Lang& Lang, Leonding

Korkboden
Lico, Müstair, Schweiz

 

© Bene AG, Abdruck honorarfrei. Belegexemplare erbeten

Durst Phototechnik AG


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