Bürotrends 21.11.2012

Revival des Zwischenraums

Die Zeit steht auf Veränderung. Die große Krise ist vorbei, Unternehmen richten sich neu aus. Büros expandieren, fusionieren, wechseln Standorte, legen Abteilungen zusammen oder verpassen ihren Häusern ein neues Gesicht. Das soll sich auf alle positiv auswirken: Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen. Die Gestaltung der Büroräume spielt dabei eine wesentliche Rolle. Für Bene entwickelten PearsonLloyd die Möbel-Serie PARCS. Sie bietet vom Rückzugsort Ohrensessel „Wing-Chair“ über die Medientrennwand „Idea Wall“ bis zur Chill-Out-Zone alles, was man im Lauf eines Arbeitstages braucht. Und das in bestem Corporate-Design.

Laut einer britischen Studie kosten lieblos gestaltete Büros die dortige Wirtschaft an die 135 Billionen Pfund im Jahr. Bessere Räume stecken auch die Menschen an: in ihnen sind sie um fast 20 Prozent produktiver. Für fast ein Drittel beeinflusst das Arbeitsumfeld die Wahl eines Jobs. Gut gestaltete Büros steigern Wohlbefinden, Produktivität und die Bezie-hung zu Kollegen und Firma. Deutschen Unternehmen gehen durch mangelnde Motivation ihrer Mitarbeiter an die 220 Milliarden Euro im Jahr verloren. Eine andere Untersuchung widmete sich globalen Trends unter mobilen Teilzeit- und Home-Office-Workers: auch sie schätzen das Büro, Tendenz steigend. Die Möglichkeit, an einem Ort Kollegen zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen, ist durch nichts zu ersetzen. Kommunikation ist in der Wissensgesellschaft wichtiger denn je: flachere Hierarchien, mehr Teamwork und komple-xere Sachverhalte erfordern mehr Gespräche.

Jede Arbeitssituation braucht ihren angemessenen Rahmen. Um- und Ausbauten müssen mit Maß und Ziel erfolgen. Reflexion, Nachhaltigkeit und Flexibilität sind die Gebote der Stunde. Unternehmen müssen wendig sein. Im Optimalfall sind auch die Büros so flexibel, dass sie sich ohne viel Aufwand an die wechselnden Bedürfnisse ihrer Abteilungen adaptie-ren lassen. Die Bürolandschaften der neuen Generation können das: sie reagieren auf Ver-änderung und bieten den Menschen alles, was sie brauchen. Denn der Büroalltag in der Wissensgesellschaft kennt viele Zyklen, Phasen und Kommunikationsformen. Gewisse Kunden empfängt man gern stilvoll und geschützt. Mit Kollegen will man unkompliziert et-was besprechen, spontan ein Team bilden, Kaffee trinken oder chillen. Das lädt die Batte-rien auf. Zum konzentrierten Vier-Augen-Gespräch bleibt man lieber unter sich, hin und wieder muss es repräsentativ sein. Von coolen Bars träumen alle, und private Telefonate sind nicht für viele Ohren bestimmt.

Lebendige Nischen

Althergebrachte Zellen, Kombi-Zonen und Open Offices sind diesem komplexen Anforde-rungsprofil nicht gewachsen. Vieles passiert gleichzeitig, mit- und nebeneinander. Transpa-renz ist wichtig, Kommunikation und Flexibilität. Aber auch die Möglichkeit, klare Grenzen zu setzen und sich zurückzuziehen. Außerdem hat Kreativität längst in alle Branchen Ein-zug gehalten. Wer Ideen produzieren muss, braucht auch Orte für Rekreation und informel-len Austausch. Die Möbel-Serie PARCS, die von den britischen Designern Luke Pearson und Tom Lloyd für Bene entwickelt wurde, reagiert auf diese Situation. Mit ihren beliebig kombinierbaren Elementen lassen sich bis dato ungenutzte Verkehrsflächen, Mittelzonen, bestehende Büros, aber auch Neubauten in gern genutzte Arbeitsorte verwandeln – und mit all den hybriden Funktionen belegen, für die es bisher keine Möbel gab. Man muss nicht gleich ein ganzes Büro umbauen, um Veränderung zu bewirken: Das zeitlose und funktiona-le Design von PARCS erweckt Zwischenräume zum Leben: hier trifft man sich zum Meeting, zur Präsentation, zum konzentrierten Austausch zu zweit oder in lockerer Atmosphäre in der großen Gruppe.

Mit den gepolsterten Sitzmodul "Causeway" kann man Ruhepole oder Treffpunkte schaffen. Kombiniert man sie mit der "Idea Wall" – einer freistehenden, multimedial bespielbaren Wand, die als Raumteiler und Präsentationsfläche dient – wird daraus eine voll funktionsfä-hige Besprechungsnische, die Kreativität fördert. Die "Idea Wall" trennt die Sitzgruppe kla-rer ab, gibt ihr einen Fokus und bietet eine Diskussions- und Präsentationsplattform. Ge-stalterisch noch markanter ist die "Toguna", ein zylinderförmiger, halboffener Rundraum, in dem zwei bis vier Menschen im Sitzen oder Stehen akustisch abgeschirmt miteinander sprechen können. In der "Toguna" entstehen Nähe, Intimität und eine konzentrierte Atmo-sphäre, die es erleichtern, auf den Punkt zu kommen. Außerdem wirkt sie als klar sichtba-res, vertikales Designobjekt und wird so zu einem Orientierungspunkt im Open Office.

Möbel mit Mehrwert

Auch Bene hat den Umzug in einen Neubau gerade hinter sich und erprobt die Serie PARCS gleich selbst im Praxistest. Auf "Causeway" lässt sich nicht nur sitzen, sondern auch trefflich gemeinsam frühstücken. Das stärkt den Zusammenhalt. Für alle Gestressten wurden Wing-Sofa und Wing-Chair erfunden. Diese moderne Version eines Ohrensessels ist sehr bequem, außerdem bietet sie Sicht- und Schallschutz. Wer in diesem Fauteuil ver-sinkt, kann kurz dem Büroalltag entgleiten und wieder Kraft tanken. Auch für spontane Be-sprechungen ist er sehr beliebt. Mit etwas härterer Sitzfläche und Drehkreuz für den Rund-um-Blick gibt es ihn inzwischen auch als "Club-Chair". Außerdem neu im Sortiment: die "Phone Booth", ein schickes, zylinderförmiges Möbel mit Textilpolsterung, damit man end-lich ungestört telefonieren kann.

"Man darf Kommunikation nicht mit Unproduktivität verwechseln", so Gerd Zehetner von den archiguards Architekten, die schon für unterschiedlichste Unternehmen und Branchen Bürokonzepte entwickelten. "Es ist wichtig, genügend Bereiche wie Lounges, Cafeteria oder Bar einzuplanen und auch die Zwischenzonen intensiv zu nutzen. Das stärkt die Intensität eines Büros. Heute muss man sich immer stärker differenzieren und seinen Mitarbeitern etwas Besonderes bieten, um sie zu binden. Bei Google ist das ganz extrem. Da spielen sie eine Stunde Basketball, um die Kreativität zu fördern." Soweit ist man hier noch nicht, dafür gibt es die Serie PARCS, deren Möbel so funktional und formschön sind, dass sich auch mit Einzelstücken viel Effekt erzielen lässt. Oberflächen, Farben und Kombination dieser Ele-mente bleiben ganz dem Bedürfnis des Kunden überlassen. Eines ist aber jetzt schon klar: sie werden dem Arbeitsklima, den Mitarbeitern, der Produktivität und dem Büro gut tun. "Viele Unternehmen sind noch einem Denken verhaftet, dass Menschen nur dann arbeiten, wenn sie auch am Schreibtisch sitzen", sagt Tom Lloyd von PearsonLloyd, "es bedarf Auf-geklärtheit, Realitätssinn und Progressivität, um zu erkennen, dass auch jemand, der auf einem Sofa sitzt, Mehrwert für das Unternehmen schafft."

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