Buchtipps  21.11.2014

Rudi Palla: Verschwundene Arbeit

Verschwundene Arbeit, Rudi Palla

Was machte ein Abdecker, ein Fischbeinreißer, ein Kalfaterer, ein Lustfeuerwerker oder ein Planetenverkäufer? Die meisten unserer Vorfahren haben ihr Leben lang Tätigkeiten ausgeübt, von denen wir nichts mehr wissen. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Wie viel hochspezialisiertes Können damit verloren gegangen ist, lässt sich kaum ermessen.

Wie ein Archäologe legt Rudi Palla in dieser Sammlung all jene Tätigkeiten frei, die wir uns heute teilweise kaum noch vorstellen können. Dieses sorgfältig edierte und liebevoll illustrierte Buch ist ein Reiseführer durch die Sedimente menschlicher Anstrengung, eine Schatz- und Wunderkammer, ebenso reich an genau recherchierten Details wie an amüsanten Anekdoten und Kuriosa. Rudi Pallas Lexikon ist nicht nur ein hilfreiches Nachschlagewerk, sondern zugleich ein anregendes Lesebuch, das zum Weiterblättern und Weiterlesen verführt.

Trends  21.11.2014

Im Labyrinth der Innovationen

Bene AG

Das Wort Innovation hat vielleicht seine besten oder schlechtesten Zeiten schon hinter sich – wie man’s nimmt: seinen Buzzword-Status, das heißt, die Fähigkeit durch seine reine Anwesenheit zu beeindrucken, hat es wohl verloren. Zu oft haben sich die beiden großen W’s, Wirtschaft und Werbung, in den letzten Jahren an ihm bedient, wenn es darum ging ein Produkt, eine Idee, eine Arbeitsweise besser als eine andere dastehen zu lassen. Das Adjektiv „innovativ“, wie es heute gern und oft verwendet wird, ¬ist also vor allem eines: positiv konnotiert. Auch wenn wir dem Wörtchen in unserem Alltag häufig begegnen und es uns manchmal auf die Nerven geht – jeder, der schon einmal in einem Projektantrag ausführen musste, inwiefern seine Idee nun innovativ sei, kennt das – sehen wir dennoch in der Innovation Erneuerung – nichts anderes bedeutet ja das Wort – und interpretieren diese als Fortschritt.
 

Warum sollten wir auch nicht?

Das könnte daran liegen, dass die Menschen, die in Medien, Wirtschaft, Politik und Werbung gerade den Ton angeben und damit solche Konnotate beeinflussen – egal, ob sie erst ein paar Jahre im Beruf stehen oder sich schon dem Ende ihrer Laufbahn nähern – alle eine ordentliche Bandbreite an großen Innovationen selbst miterlebt haben, oder zumindest gut darüber informiert sind, von den Früchten der Errungenschaften der jüngeren Geschichte profitieren. Selbst jemand, der heute erst 20 ist, kann sich noch an eine Zeit vor Facebook und Smartphones erinnern; große Teile der Bevölkerung wissen auch noch ganz genau, wie das ohne Internet beziehungsweise den Möglichkeiten, die es heute bietet, war. In diesen Kontexten ist die positive Strahlkraft des Wortes „Innovation“ nochmal verständlicher. Es wundert nicht, dass man technischen Entwicklungen, die den (Arbeits-)alltag erleichtern in diesen Generationen aufgeschlossen gegenübersteht, hat man doch bereits großen Nutzen aus ihnen gezogen. Dennoch braucht es eine gewisse Zeit bis sich die Auswirkungen, die solche Innovationen mit sich bringen, manifestieren. Denn gerade technischer Fortschritt kann auch Kehrseiten haben – Überwachung von Daten, Drohnen, die vielzitierte Waffe aus dem 3D-Drucker beispielsweise. All das sind Phänomene, an denen Innovation zwar nicht die unmittelbare „Schuld“ trägt, die aber aus ihr resultieren können.

Personalities  14.11.2014

Thomas Fundneider, Markus Peschl, TheLivingCore und Universität Wien

Thomas Fundneider, Markus Peschl

Arbeits- und Lebenswelten am Puls der Zeit. In Gesprächen mit Zeitgenossen überprüfen wir Behauptungen, Klischees oder Wunschbilder, die rund um Orte der Arbeit kursieren. Diesmal befragen Désirée Schellerer und Angelika Molk die Wissens- und Innovationsarchitekten Thomas Fundneider und Markus Peschl. Im Interview erzählen Sie von Räumen, die Innovation ermöglichen und erklären die Angst vor dem Neuen. Außerdem zeigen sie, was ein Büro zu einer Oase in der Wildnis macht.

DI Thomas Fundneider, MBA
ist Geschäftsführer von theLivingCore und Experte für Innovation und Strategie. Seine reiche Erfahrung beim Aufbau von Innovationskulturen in Organisationen nutzt er, um nachhaltigen Impact bei den Kunden zu realisieren. Zudem lehrt er an mehreren europäischen Universitäten.

Univ.Prof. Dr. DI Markus F. Peschl
ist Professor für Wissenschaftstheorie und Kognitionswissenschaften an der Universität Wien. Sein Fokus in der Forschung liegt im interdisziplinären Bereich der Entstehung von Wissen in Kognition, Wissenschaft und in Organisationen, Wissensmanagement, Enabling Spaces und der (radikalen) Innovation.


Diesen Monat beschäftigen wir uns in unserem Magazin mit dem „Neuen“. Einerseits ist das Neue sehr positiv besetzt, steht für Fortschritt, Wandel und Verbesserung. Andererseits ist damit immer auch Skepsis verbunden. Wie sehen Sie das, vor allem vor dem Hintergrund Ihrer Forschungsarbeit?
Markus Peschl: Es ist eine komische Sache mit dem Neuen. Einerseits versetzt es uns in Freude und Staunen, aber zugleich löst es eine bestimmte Grundangst aus, weil man plötzlich mit etwas konfrontiert ist, das in keine bekannte Kategorie hineinpasst. Dann kommt man oft an diesen Punkt, an dem man sich entscheiden muss: Gehe ich diesem Neuen nach, oder lasse ich das lieber sein. Die Innovatoren, die Entrepreneurs oder eher künstlerischen Menschen wollen dem dann auf die Spur kommen. Vom anfänglichen Staunen führt der Weg dann weiter zum Hinterfragen. So kommt man dann auch einem Verstehen näher, aber auch der Einsicht, dass gewisse Dinge offen bleiben müssen, nicht beantwortet werden können. Und genau da liegen dann die Potenziale für ein kreatives Umgehen mit diesen Einsichten und damit für mögliche Innovationen.


Gibt es einen Unterschied zwischen einer Innovation und etwas Neuem? Und wenn ja, wie würden Sie diesen definieren?
MP: Innovation ist es dann, wenn das Neue umgesetzt wird zu etwas, das Erfolg und Wirkung zeigt. Das Neue, das erfolgreich in seiner Umwelt wirkt, ist Innovation.

Trends  12.11.2014

Work in Progress: Berufe im Einundzwanzigsten.

Bene AG

Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass man für Zeitungs- und Buchproduktionen keinen einzigen Schriftsetzer mehr benötigt, eine ganze Industrie aber mit der Entwicklung von Spielen in bewegten Bildern wirklich gutes Geld verdient? Oder dass Unternehmen, die sich mit der Reduzierung von Energieaufwänden beschäftigen, fast ebenso vielen Menschen Arbeitsplätze bieten wie Unternehmen, die sich der Förderung traditioneller, fossiler Energie widmen? Nun ja, es hat sich einiges ziemlich rasch verändert in unserer Brave New World und 1984 ist längst Schnee von gestern. Ein Blick in die nahe Zukunft beruflicher Trends zum Abschluss unserer „Work in Progress“-Serie.

Natürlich war „früher“ alles anders, vielleicht war „früher“ tatsächlich auch alles einfacher. Man absolvierte eine Lehre oder ein Studium, stieg gerne und oft in die Fußstapfen der Eltern-Generation, erfuhr gleichzeitig damit auch ein Gefühl von Sicherheit. Und blieb in diesem Beruf. Jahrzehntelang.

Wann dieses „Früher“ war? Gute Frage. Anscheinend ist es aber noch gar nicht so lange her. Was wir auf einer Zeitachse wesentlich leichter lokalisieren können ist stattdessen, dass es heute eine so große Diversität an Ausbildungsmöglichkeiten und Berufen gibt, wie noch nie zuvor. Werfen Sie nur mal interessehalber einen kurzen Blick auf Career-Plattformen oder in Uni-Verzeichnisse. Heureka!
 

Berufe sind immer situativ.

Verändern sich unsere Lebensumstände, verändern sich auch unsere Berufe. Will man also etwas über heutige oder kommende Berufe erfahren, macht es Sinn, nach den wesentlichen Faktoren zu fragen, die unsere gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen.
Einer der sogenannten „Megatrends“ ist sicher der demografische und soziale Wandel. Gerechnet auf die Gesamtpopulation werden die Menschen auf unserem Globus zwar mehr (145 neue Erdenbürger pro Minute), dennoch geht in vielen Ländern die Geburtenrate zurück, während die bestehende Gesellschaft immer älter wird.

 10.11.2014

„Bene Daily”: ein neuer Blog bringt Schwung ins Büro

Bene Daily

„Bene Daily“, der neue Blog von Bene, liefert ab sofort täglich ein easy-to-cook Rezept für den leichten Mittagslunch oder den gesunden Snack für zwischendurch im Büro. Ergänzt wird diese „Bene Lunchtime“ von „Bene Fit“, einfache Trainingseinheiten, die mehr Bewegung ins Büro bringen.

Sie steht im Zentrum des Arbeitstages, ist Dreh- und Angelpunkt des Büroalltags. An einem stressigen Tag hilft sie, abzuschalten und neue Kräfte zu tanken. Und auch an einem Tag, an dem man im “Flow” ist und die Arbeit locker von der Hand geht, bringt sie willkommene Abwechslung, Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen sowieso. Die Rede ist, sicher haben Sie es schon erraten, von der Mittagspause.

Im Lebensraum Büro gibt es gut gestaltete Orte, an denen diese Pause auch entspannt verbracht werden kann. Nichts trauriger als ein Mittagessen am Schreibtisch (Stichwort: sad desk lunch). Ein mindestens ebenso wichtiger Bestandteil der Mittagspause ist natürlich das Essen selbst. Ob Kantine, Sandwich, Take-Out oder Reste von gestern - die Palette ist so groß wie die Geschmäcker verschieden sind.

In der Rubrik „Bene Lunchtime“ liefern wir Ihnen ab jetzt täglich ein Rezept, das ganz einfach und flott im Büro zubereitet werden kann. Lecker und Leicht heißt die Devise. Die Rezepte gibt es entweder auf unserer Facebook Seite, oder täglich frisch auf unserem Bene Daily Blog. Wer will, bestellt sich die Lunchvorschläge gleich per Abo direkt in den Posteingang. 

 24.10.2014

Jacob Holm, CEO Republic of Fritz Hansen, Allerød, Dänemark

© Republic of Fritz Hansen

Arbeits- und Lebenswelten am Puls der Zeit. In Gesprächen mit Zeitgenossen überprüfen wir Behauptungen, Klischees oder Wunschbilder, die rund um Orte der Arbeit kursieren. Diesmal befragen wir Jacob Holm, Präsident und CEO bei Fritz Hansen. Im E-Mail Interview erzählte er, warum dänisches Design so beliebt ist, was zufriedene Mitarbeiter brauchen und wie man die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet.

1872 vom Tischlermeister Fritz Hansen als Tischlerwerkstatt gegründet, ist die Republic of Fritz Hansen heute weltbekannt. In kreativen Partnerschaften mit Visionären wie Arne Jacobson, Hans J. Wegner und Poul Kjærholm entstanden eine Reihe von zukunftsweisenden, technisch revolutionären und funktionalen Möbelklassikern, die zu Ikonen des Designs avanciert sind. Auch neue Kreationen beweisen die Innovationskraft der Marke: Der Erfolg der vom spanischen Topdesigner Jaime Hayón entworfenen Modelle FAVNTM und RoTM, oder der Serie minusculeTM von Cecilie Manz belegen das Gespür für Formgebung und Materialität.


Fritz Hansen ist berühmt für eine Reihe von Design-Klassikern, Sie arbeiten aber auch viel mit zeitgenössischen Designern. Wie verbindet man die Vergangenheit mit der Zukunft? Wie kann man sich in der modernen Welt vorwärts bewegen, ohne dabei mit der Vergangenheit zu brechen?
Ich würde hier nicht trennen zwischen Klassikern der Vergangenheit und neuem Design für die Zukunft. Wir bei Fritz Hansen legen Wert darauf, sicherzustellen, dass es innerhalb unserer „Design-DNA“ immer einen roten Faden gibt. Für uns ist es wichtig, dass die Dinge, die wir neu designen, auch neben 50 Jahre alten Stücken stehen können – nehmen Sie als Beispiel unsere Kombination aus einem neuen Tisch von Jaime Hayon und einem 55 Jahre alten Arne Jacobson Designstück!


Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten?
Ich arbeite sehr gerne in einem international orientierten Umfeld, und nachdem Fritz Hansen 80% seiner Produktion exportiert, bedeutet das, dass ich viel reise. Gleichzeitig schätze ich die Kombination von Business und Design sehr – es ist ein Privileg, im Bereich Design und Innovation arbeiten zu können.

 20.10.2014

Work in Progress: Der Tischler

Sie sind und waren immer schon profunde Kenner und gefragte Könner, mitunter gefeierte Künstler oder funktionsbewusste Designer. Ihr Werkstoff kommt aus der Natur, was sie daraus schaffen, sind beredte Zeugnisse menschlicher Kultur. Selten ein Beruf, der über Jahrtausende seine Bedeutung erhalten konnte – ohne bis heute den Anschluss zu verlieren.

Natürlich sind die Voraussetzungen perfekt: Neben Stein und Metall gehörte Holz fast in jeder Region der Erde zu den wichtigsten Werkstoffen des Menschen. Und selbst die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts setzte dem kein plötzliches Ende.
Die frühen Maschinen besaßen in der Regel noch Holzgestelle oder hölzerne Mechanismen. Erst mit den steigenden Anforderungen an Abriebfestigkeit oder Lastmomente verdrängte das Eisen zugunsten größerer Belastbarkeit und Bruchsicherheit das Holz aus seiner dominierenden Stellung.
 

Am Anfang war....

Eine der ersten und zugleich eindrucksvollsten Traditionen kunstvollen Holzhandwerks stammt – wie könnte es anders sein – aus Ägypten. 3.500 v.Ch. hatte man dort längst erkannt, wie vielseitig und einfach verarbeitbar Holz ist. Für Schiffe, Gebäude, Möbel oder Gegenstände des täglichen Bedarfs wurden bereits Furniertechniken und eine Art Sperrholz entwickelt. Der Sarg des Gottkönigs Tutanchamun ist ein besonderes Beispiel früher Kunstfertigkeit.

 17.10.2014

Office.Playlist #53 by Fritz Hansen

Hinter der weltbekannten Firma Fritz Hansen steht die Geschichte einer weitblickenden dänischen Möbeltischlerfamilie, die die skandinavische Möbelindustrie revolutioniert hat, indem sie einige der meistbewunderten Designklassiker geschaffen hat.Für uns haben sie eine Office.Playlist zusammengestellt. Hören Sie rein!

 16.10.2014

Co-Creating Tomorrow @ Bene Belgien

Bene Belgien feiert seinen 10. Geburtstag! Im Rahmen dieses Jubiläums laden wir Sie herzlich zum Bene Expert Talk «Co-Creating Tomorrow» in das neue Bürohaus unseres Partners Potiez-Deman ein.

Das Morgen gemeinsam (er)schaffen: Co-Operation und kreatives Zusammenarbeiten schaffen Innovation und fördern die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens. Doch Innovation entsteht nicht im Alleingang.

Was gute Teamarbeit braucht, was sie bringt und wo die besten Ideen entstehen, wird beim Bene Expert Talk am 6. November 2014 ab 16:00 Uhr von Experten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert:

 15.10.2014

Team ist Trumpf

Der neue Dreh fürs Büro: Mit TIMBA Table und TIMBA Stool im Design von PearsonLloyd bringt Bene frischen Schwung ins Büro – und bietet beste Voraussetzungen für kreative Zusammenarbeit und dynamisches Teamwork.

Zusammenarbeit ist das Wort der Stunde. Mitarbeiter pendeln zwischen Besprechungsräumen, Zonen und Bereichen für Kommunikation, Team- und Projektarbeit, Workshops und Schreibtischen hin und her. TIMBA, die neuen Möbel von Bene, wurden eigens dafür entwickelt, um in modernen Bürolandschaften einen Dreh- und Angelpunkt für Teams zu schaffen.

TIMBA Table und TIMBA Stool überraschen mit massivem Eichenholz als Material und einem besonderen Drehmoment. Die Beine von Tisch und Hocker aus Eiche vermitteln Stabilität und Wärme. Kongenial versorgt der runde Drehteller über der „Power Bowl“ in der Mitte des TIMBA Table das Team mit Zugang zu Strom und Netz. Die runde, drehbare Sitzfläche des TIMBA Stool sorgt für optimale Bewegungsfreiheit im Gespräch, fördert Dynamik und Interaktion. In lockerer Körperhaltung bleibt man flexibel und offen für neue Ideen.
 

Ein Tisch fürs Team

„Teamarbeit und Meetings in Büros sind keine Ereignisse mehr, für die man sich in einem eigenen Raum treffen muss. Sie können genauso gut auch rasch, ungeplant und informell stattfinden“, erklärt Designer Tom Lloyd. „TIMBA wurde für eine offene Art der Zusammenarbeit entwickelt, die auf einem gemeinsamen Tisch beruht und füllt genau die Lücke zwischen lockerer Kommunikation und dem formalen Setting konventioneller Besprechungsräume.“

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