Architektur & Design  23.04.2014

Eine Stadt im Zeichen des Designs

Zur 53. Ausgabe des Salone Internazionale del Mobile strahlte Mailand mit der Sonne um die Wette. Bei herrlichem Frühlingswetter drängten über 355.000 Besucher in die lombardische Designmetropole und ließen sich von einem überbordenden Angebot inspirieren. Auffallend oft zu sehen: enorme Farbvielfalt, solides Handwerk und ausgesuchte Funktionalität. Tendenzen, denen auch TIMBA folgt: Der neue Tisch von Bene wurde in Mailand erstmals präsentiert.
 

Es ist nicht alles Gold…

In all der gebotenen Vielfalt war auf der diesjährigen Möbelmesse die Tendenz zur skandinavischen Moderne deutlich auszumachen. Holz war so präsent wie schon lange nicht mehr,  vor allem helle Eiche und vor allem massiv. Die sehr rustikale Holz-Optik, die oft durch ein gebürstetes Finish betont grob gehalten ist, wird mit glatten, edlen Materialien wie Glas und Hochglanzoberflächen spannend kontrastiert. Auch Vintage-Metalle werden mit Holz kombiniert – überhaupt ist Metall ein Must, sei es Gold, Messing oder Kupfer.

Personalities  22.04.2014

Robert Pfaller, Oskar-Kokoschka-Platz, Wien

Arbeits- und Lebenswelten am Puls der Zeit. In Gesprächen mit Zeitgenossen überprüfen wir Behauptungen, Klischees oder Wunschbilder, die rund um Orte der Arbeit kursieren. Diesmal sprachen wir mit Robert Pfaller, Professor für Philosophie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Mit Désirée Schellerer sprach er über seinen Arbeitsalltag, philosophische Freundschaften und die Lust der Konzentration.

Robert Pfaller ist Professor für Philosophie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Gastprofessuren hatte er beispielsweise in Amsterdam, Berlin, Chicago, Tolouse oder Zürich inne. In seinen Publikationen beschäftigt sich Robert Pfaller unter anderem mit der Rolle der Vernunft in der Gegenwartskultur, dem Lustprinzip und dem „guten Leben“. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen das 2011 bei Fischer erschiene „Wofür es sich zu leben lohnt“ sowie „Die Illusion der anderen. Über das Lustprinzip in der Kultur.“  (suhrkamp, 2002). 


Herr Pfaller, in Ihren Forschungen beschäftigen Sie sich viel mit der Frage, was das gute Leben ausmacht und wofür es sich zu leben lohnt. Was denken Sie, welchen Stellenwert sollte die tägliche Arbeit in einem guten Leben haben? Steht die viele Arbeit den Freuden eines guten Lebens nicht eigentlich im Weg?
In einer ersten Annäherung möchte ich, gestützt auf den Philosophen Georges Bataille, sagen: Man arbeitet, um zu leben. Aber man lebt nicht, um zu arbeiten. Dieser Unterschied sollte nicht übersehen werden – insbesondere da gegenwärtig ja die Arbeit, zum Beispiel in der sogenannten Kreativbranche, meist mit hohen Erwartungen von Erfüllung befrachtet wird. Gute, erfüllende Arbeit zu haben, ist auch ein berechtigter Anspruch – aber eben an die Arbeit, und nicht an das Leben. Viele Zeitgenossen scheinen aber kaum mehr in der Lage, ihr Leben als erfüllt zu empfinden, wenn sie nicht wie die Teufel schuften. Freilich sind in unserer Gesellschaft sehr viele soziale Funktionen an die Arbeit gekoppelt – was z. B. Sozialkontakte, Ansehen, Zeitgenossenschaft, Geschmack, politische Teilhabe etc. betrifft. Darum kommt man ohne halbwegs gute Arbeit derzeit kaum zu einem guten Leben. Mit ihr allerdings oft auch nicht – da sie keinen Platz dafür zu lassen droht.


Wie darf man sich einen typischen Arbeitstag im Leben eines Philosophen und zugleich Universitätsprofessors vorstellen? Gibt es so etwas wie einen Arbeitsalltag, eine gewisse Routine oder Regelmäßigkeit in Ihrem Tun?
Meine Arbeit hat einen Teil, der etwas Gehetztes an sich hat – etwa E-mails zu beantworten, Verwaltungsabläufe (von denen es nach den Universitätsreformen immer mehr gibt) in Gang zu setzen etc; und einen anderen, der sehr viel Ruhe voraussetzt – etwa eine Vorlesung oder eine Seminarsitzung vorzubereiten, eine Fragestellung zu erforschen, ein Interview zu geben oder einen wissenschaftlichen Text zu schreiben.

Buchtipps  17.04.2014

ABC3D

ABC3D ist ein Pop Up Buch – und ein Kunstwerk. Alle 26 Buchstaben des Alphabets werden zu einer dreidimensionalen Augenweide für Graphomanen. Ganz unvermutet verwandelt sich das C zum D, das M sticht heraus, und X und Y liegen ganz nah zusammen. Und das U erst…

Architektur & Design  14.04.2014

Colour fields – Eine Reise nach Indien mit nanimarquina

Das britische Designer-Duo PearsonLloyd ließ sich für die Stoff- und Teppichkollektion „Greenwich“ von den Wegen und Linien des ikonischen Londoner Greenwich Parks inspirieren. Die exklusive Greenwich Teppichkollektion wird von nanimarquina produziert, eines in Barcelona ansässigen Designunternehmens, das seit den 1980er Jahren Teppiche entwirft und herstellt. Begleiten Sie uns in dieser eindrucksvollen Fotostory mit dem nanimarquina Team auf eine Reise nach Indien, wo die Greenwich Teppiche mit viel Liebe zum Detail handgefertigt werden.

Playlist  10.04.2014

Office.Playlist #48 by nanimarquina

Für nanimarquina sind Teppiche nicht nur einfache Dekorationsgegenstände – in ihren Knoten, Farben und Formen sind Geschichten eingewebt, die von anderen Ländern und Kulturen erzählen und Gefühle vermitteln. Dass Musik, genauso wie Stoffe, in fremde Welten entführen kann, beweist diese Office.Playlist, die nanimarquina speziell für uns zusammengestellt hat.

Architektur & Design  09.04.2014

Geschichten weben: Nani Marquina im Interview

Die Geschichte von nanimarquina begann in den 1980er Jahren mit einer einfachen Idee: moderne Teppiche zu entwerfen und produzieren. Auf vielen Reisen nach Indien, Pakistan oder Nepal hat sich das spanische Unternehmen mit dem traditionellen Teppichhandwerk auseinandergesetzt. 1993 wurde die Produktion schließlich nach Indien verlagert, wo man sich auch in sozialen Projekten engagiert.

Nanimarquina begreift Kommunikation, Emotion und Beobachtung als Wege zur Innovation und legt besonderen Wert auf die richtigen Materialien und traditionelle Herstellungsweisen.

Gerade wurde in Kooperation mit Bene und PearsonLloyd die Greenwich Teppichkollektion gelauncht, die sich von den Wegen und Linien des ikonischen Londoner Greenwich Parks inspirieren lässt. Im Interview spricht Nani Marquina über Ihre Liebe zum Design und erzählt, wie aus Knoten und Farben Geschichten werden.


Sie haben Ihre Karriere als Innendesignerin begonnen. Wann haben Sie ihre Liebe zum Textilen und speziell zum Teppichdesign entdeckt?
Schon als ich klein war, war Design ein wichtiger Teil meines Lebens. Mein Vater war einer der ersten Industriedesigner in Spanien. Ich war fasziniert von den Entwürfen, die er jeden Tag mit nach Hause gebracht hat. Diese Leidenschaft für Design hat er an mich weitergegeben. Die Entscheidung, Teppiche zu entwerfen, habe ich nicht über Nacht getroffen. Anfangs habe ich noch Dekormuster für Innenausstattungen gemacht – dabei ist mir aufgefallen, wie wenig gut gestaltete Teppiche es eigentlich gibt.


Wie unterscheidet sich ein Teppich von nanimarquina von anderen? Wie würden Sie Ihre Produkte und Designs in wenigen Worten beschreiben?
Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Suche nach den richtigen Materialien und setzen uns mit traditionellen Herstellungsmethoden auseinander. Teppiche, Texturen, Farben und Knoten werden so zu Kunst, sie erzählen Geschichten. Das ist wohl das Wertvollste an unseren Produkten – man erwirbt keinen Teppich, sondern eine Geschichte. Ich denke, dass meine Leidenschaft für Kunst und Natur meine Arbeit sehr stark prägen.

 08.04.2014

Hin und Weg

Fabienne Felters

Pop Ups florieren. Sei es die zeitlich begrenzte Zwischennutzung von leerstehenden Räumen oder der Verkauf von streng limitierter Ware mit dem dazugehörigen Laden, der selbst schon ein Blickfang ist. Pop Up-Stores erzeugen Aufmerksamkeit, aber nicht nur große Modekonzerne, auch kleine, lokale Betriebe haben die Idee für sich entdeckt.

2009: Ein alteingesessener US-amerikanischer Stiefelproduzent schafft innerhalb von sechs Tagen in einem Londoner Geschäftslokal mit knallgelben Plastikvorhängen, tief hängenden Scheinwerfern und massigen Holzpaletten einen Laden mit karger Industrie-Ästhetik. Schon nach kurzer Zeit ist der Store wieder verschwunden.

Sommer 2011: An einem niederländischen Sandstrand in der Nähe von Den Haag lässt ein internationaler Moderiese eine mehrere Meter hohe Holzbox errichten, auf deren Seite schlicht „Beach“ geschrieben steht. Im Inneren hängt die neueste Sommerkollektion, eine Wand der riesigen Kiste ist offen, die Kunden strömen nur so hinein. Nach zwei Tagen ist das gesamte Spektakel vorbei, aber die Marke hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Jänner 2014: Ein riesiger Schuhkarton wird auf einem Platz in North-East London platziert. Einer der größten Sportartikel-Hersteller der Welt zelebriert den Verkauf eines neuen Turnschuhs, neben einer Limited Edition können Besucher ihr Gesicht scannen und auf die Schuhe drucken lassen. Nach drei Tagen ist auch der weiß-grüne Schuhkarton wieder wie vom Erdboden verschluckt.
 

Ein Pop Up Store für Bob Dylan

Egal welche Branche, das Konzept „Pop Up“ wird mittlerweile international, von den USA, über Europa bis Japan eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Die Idee ist simpel: Über einen kurzen Zeitraum wird ein möglichst aufsehenerregender Verkaufsraum geschaffen, in dem aktuelle oder limitierte Produkte, etwa die neueste Mode-Kollektion, verkauft werden. Der Shop kann einige Wochen bestehen, er kann aber auch schon nach einem einzigen Tag wieder verschwunden sein.

News  27.03.2014

Workplace Accessoires – Drei Pakete erleichtern die Auswahl!

Workstation Accessoires

Am Arbeitsplatz verbringen wir mehr Zeit als im heimischen Wohnzimmer - umso wichtiger, dass er funktional und ergonomisch all unseren Anforderungen und Bedürfnissen entspricht.
Drei Pakete mit ausgewählten und perfekt aufeinander abgestimmten Accessoires erleichtern die Auswahl:

 25.03.2014

Workplace Accessoires – Die kleinen Helfer am Arbeitsplatz

Genauso wie im Leben, spielen auch im Büro die kleinen Dinge eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schließlich sind es oft gerade Details, die einen Arbeitsplatz so gestalten, dass wir uns wohlfühlen und alle unsere Anforderungen erfüllt werden. Wir sehen uns einige der wichtigsten Workplace Accessoires etwas genauer an.
 

Das richtige Licht entscheidet

Licht ist einer der entscheidenden Faktoren für Wohlbefinden am Arbeitsplatz: kaum etwas stört mehr, als zu grelles, blendendes Licht. Schlechte oder unzureichende Beleuchtung führt zu Ermüdung, Augenproblemen oder Kopfschmerzen. Gute Sehbedingungen hingegen fördern nicht nur die Konzentration, sondern erhöhen auch das Wohlbefinden.

Oberste Priorität am Arbeitsplatz hat die Funktionalität - Licht im Büro muss für eine optimale Ausleuchtung und beste Arbeitsbedingungen sorgen. Bereiche für konzentriertes Arbeiten brauchen einen Mix aus Tages- und Kunstlicht. Direktes, blendfreies Licht eignet sich für den ständigen Arbeitsplatz. Für Kommunikationszonen oder Projektbereiche sollte hingegen weiches, indirektes Licht verwendet werden.

Wichtig ist auch, dass die Beleuchtung individuell angepasst werden kann – schließlich unterscheiden sich die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter.

 24.03.2014

Office.Playlist #47 by Liechtenecker

Die Liechteneckers sind eine junge Agentur mit viel Leidenschaft für alles Digitale. Ansässig in Wien, betreut ein kreatives, professionelles Team Menschen auf der Suche nach der passenden digitalen Strategie. Wird eine Pause gebraucht, hilft ein Tischfußball-Match den Mitarbeitern, den Kopf frei zu bekommen. Ist der Tisch gerade besetzt, verlässt man sich auf die Macht der Musik: diese Office.Playlist versammelt einige der Lieblingstracks der Agentur.

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