Artikel von: Brigitte Schedl-Richter

Trends

Gamification? Gefällt uns ;-)

Netzkern, Bene AG

Es ist längst kein Trend mehr. Es ist ein Milliardengeschäft und ein kulturelles Phänomen dazu. Wenn die weltweite Videogame-Industrie im heurigen Jahr einen Umsatz von knapp 80 Mrd US Dollar erwartet und allein das weltweit verbreitetste Online-Game League of Legends innerhalb nur eines Jahres Spieler rund um den Erdball für 1,3 Mrd Stunden vor den Bildschirm bannt, dann mag Medienmogul Ted Turner wohl recht haben, wenn er meinte „Life is a game....“.

Spielen liegt uns allen ja tatsächlich im Blut und spielerische Erfahrungen sind immer jene, die am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben. Jeder Neurobiologe wird bestätigen, dass wir während unseres ganzen Lebens nie mehr so unglaublich schnell und leicht die komplexesten Vorgänge erlernen, wie spielerisch im Kleinkindalter. Kein Wunder also, dass mit den immensen technologischen, vernetzten und kreativen Potenzialen unserer Zeit Spielen letztendlich auch zum Geschäft oder besser: Teil des Business wurde. Denn was vor gut 15 Jahren tatsächlich als Trend begonnen hat, ist mittlerweile „mitten in der Gesellschaft angekommen“, wie es der Gamification-Experte Alexander Peiffer, Leiter des Zentrums für Angewandte Spieleforschung an der Donau Universität Krems am eDAY2015 formulierte. Gemeint ist die immer häufiger und durchaus erfolgreich angewandte Strategie, Spielelemente in Nicht-Spiele-Kontexten einzusetzen, um eine Handlung, einen Lerneffekt, eine Meinungsänderung oder einen emotionalen Zustand herbeizuführen.
 

Schätze und Trophäen

Ein Beispiel: In einem Call Center wird die Abarbeitung der Anrufe als Schatzsuche auf einem virtuellen Piratenschiff dargestellt. Werden die Daten eines Anrufs ordentlich eingegeben, erhält man Punkte und das Schiff kommt der Schatzinsel näher. Je mehr Punkte man hat, desto schneller segelt man ans Ziel, an dem kleine Schätze geborgen werden können, denen reale Belohnungen entsprechen. Die Spannung und Motivation wird dadurch erhöht, dass man sich im Wettbewerb mit anderen Teams befindet. Es geht jedoch nicht nur um die Eingabe der Daten, sondern auch darum, wie souverän man am Telefon auftritt – eine Software analysiert den Stresspegel.

Personalities

Oliver Heiss, Managing Partner bei Brainds, Wien

Brainds

Wer sich hierzulande ernsthaft mit Markenentwicklung und Markenstrategie auseinandersetzt, kommt an den Spezialisten von Brainds nicht vorbei. 1995 von Creativ-Mastermind Peter Deisenberger gegründet und seit 2001 als „Büro 16“ etabliert, hat sich Brainds 2010 nicht nur selbst re-branded, sondern als markentechnische Strategieberatung mit gleichzeitiger Übersetzung in sprechendes Corporate Design neu positioniert. Unternehmen wie ÖBB, Verbund AG, Erste Group, die Stadt Wien oder das Kunsthistorische Museum Wien vertrauen darauf.


Herr Heiss,  Design Thinking ist nicht ganz neu als Methode, trotzdem gerade jetzt gefragter denn je. Was macht DT so interessant?
Oliver Heiss: Design Thinking kommt genau genommen aus dem Engineering-Bereich und wurde bereits in den 1960ern von Prof. Dr. Larry Leifer, Professor für Mechanical Engineering Design an der Stanford University, mehr oder weniger „erfunden“. Was Leifer gemacht hat? Z.B für ein Projekt der NASA in eine Arbeitsgruppe von Technikern einen Psychologen mit hinein genommen. Und schon waren neue Blickwinkel da, die die Fragestellung und Herangehensweise völlig verändert haben.


D.h. Innovation durch Veränderung?
Heiss: Um es mit Larry Leifer zu sagen: „Innovation is rather about asking questions than finding answers “. Design Thinking hilft, die richtigen Fragen für mögliche bzw. notwendige Innovationen zu stellen. Und es geht auch darum, was Produkt-, System- und Service- Innovatoren von Designern lernen können: Nämlich minutiöses Beobachten von Kundenverhalten, das den Menschen in den Mittelpunkt des Innovationsvorhabens stellt und durch wiederholtes Hinterfragen die entscheidenden Aspekte der Problemstellung zu identifizieren hilft.


Es gibt ja mittlerweile eine Reihe von Instituten, die sich mit Design Thinking im klassischen Business-Bereich beschäftigen...
Heiss: Richtig. Leifer selbst ist Gründungsdirektor des Center for Design Research in Stanford (CDR) und des Hasso Plattner Design Thinking Research Programs. Letzteres ist ein eigenes Institut unter der Schirmherrschaft von SAP-Gründer Hasso Plattner, das mit der HPI School of Design Thinking (D-School) vor rund 8 Jahren auch in Potsdam einen Ableger gefunden hat. Man sieht da also schon eine echte Erfolgsgeschichte. Die erste echten „Vermarkter“ der Methode waren aber natürlich IDEO, die kalifornische Innovations- und Produktdesign-Agentur ebenfalls mit Naheverhältnis zu Standford.

Personalities

Andreas Roesler-Schmidt, Flug zeug, Wien

Flug Zeug © Aris Venetikidis

Arbeits- und Lebenswelten am Puls der Zeit. In Gesprächen mit Zeitgenossen überprüfen wir Behauptungen, Klischees oder Wunschbilder, die rund um Orte der Arbeit kursieren. Diesmal befragen wir Andreas Roesler-Schmidt, Gründer von Flug zeug. Im E-Mail-Interview erzählt er von der Inspiration des Materials, der Freude an neuen Funktionalitäten, ruhigen Arbeitsflächen und kreativem Chaos.

2012 gegründet, kreiert das Wiener Unternehmen Flug zeug seither Mode- und Designprodukte mit Airline-Touch. Aus Materialien und Einzelteilen, die ihren Einsatz in Flugzeugen beendet haben, entstehen originelle Accessoires, die das Flair der Luftfahrt in den Modealltag bringen. Gürtel aus Sitzgurtmaterial mit echter Gurtschnalle, iPad-Hüllen aus Schwimmwesten, Taschen und Uhren präsentieren Altes ganz neu.


Woher kommt Ihr Faible für die Luftfahrtindustrie?
Ich bin schon als Kind viel geflogen und vom ersten Moment an hat mich die Luftfahrt fasziniert. Diese Welt der Fliegerei, mit ihren ganz eigenen, typischen Designelementen, aber auch die Emotion, eine Reise anzutreten bzw. in eine andere Welt aufzubrechen, haben mir einfach immer gefallen.


Ihr Kindheitstraum war es, Pilot zu werden. Wie kamen Sie stattdessen auf die Idee, Accessoires aus Flugzeugutensilien herzustellen?
Mit dem Kindheitstraum hat es nicht ganz geklappt, aber der Wunsch, etwas in/mit dieser Branche zu machen, blieb aufrecht. Nach meinen Beschäftigungen als Journalist und PR-Berater war es dann so weit, mir meinen großen Kindheitswunsch zu erfüllen. Inspiriert von Recherchearbeiten für meine Master Thesis auf Luftfahrtmessen, entstanden die ersten Ideen, Accessoires aus Flugzeugteilen zu kreieren.


Welche Herausforderungen gab es am Weg von der Idee zum Produkt?
Am Anfang musste ich noch Materiallieferanten vom Konzept überzeugen - die Luftfahrt ist manchmal konservativ und übervorsichtig. Inzwischen sind wir in der Branche recht bekannt und bekommen ausgemustertes Material aus aller Welt angeboten.
Außerdem mussten wir viel Erfahrung für die Produktion mit den Materialien sammeln, schließlich unterscheidet es sich doch deutlich von in Schneidereien gewohnten Stoffen.

Trends

Work in Progress: Berufe im Einundzwanzigsten.

Bene AG

Wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass man für Zeitungs- und Buchproduktionen keinen einzigen Schriftsetzer mehr benötigt, eine ganze Industrie aber mit der Entwicklung von Spielen in bewegten Bildern wirklich gutes Geld verdient? Oder dass Unternehmen, die sich mit der Reduzierung von Energieaufwänden beschäftigen, fast ebenso vielen Menschen Arbeitsplätze bieten wie Unternehmen, die sich der Förderung traditioneller, fossiler Energie widmen? Nun ja, es hat sich einiges ziemlich rasch verändert in unserer Brave New World und 1984 ist längst Schnee von gestern. Ein Blick in die nahe Zukunft beruflicher Trends zum Abschluss unserer „Work in Progress“-Serie.

Natürlich war „früher“ alles anders, vielleicht war „früher“ tatsächlich auch alles einfacher. Man absolvierte eine Lehre oder ein Studium, stieg gerne und oft in die Fußstapfen der Eltern-Generation, erfuhr gleichzeitig damit auch ein Gefühl von Sicherheit. Und blieb in diesem Beruf. Jahrzehntelang.

Wann dieses „Früher“ war? Gute Frage. Anscheinend ist es aber noch gar nicht so lange her. Was wir auf einer Zeitachse wesentlich leichter lokalisieren können ist stattdessen, dass es heute eine so große Diversität an Ausbildungsmöglichkeiten und Berufen gibt, wie noch nie zuvor. Werfen Sie nur mal interessehalber einen kurzen Blick auf Career-Plattformen oder in Uni-Verzeichnisse. Heureka!
 

Berufe sind immer situativ.

Verändern sich unsere Lebensumstände, verändern sich auch unsere Berufe. Will man also etwas über heutige oder kommende Berufe erfahren, macht es Sinn, nach den wesentlichen Faktoren zu fragen, die unsere gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen.
Einer der sogenannten „Megatrends“ ist sicher der demografische und soziale Wandel. Gerechnet auf die Gesamtpopulation werden die Menschen auf unserem Globus zwar mehr (145 neue Erdenbürger pro Minute), dennoch geht in vielen Ländern die Geburtenrate zurück, während die bestehende Gesellschaft immer älter wird.

Trends

Work in Progress: Der Tischler

Sie sind und waren immer schon profunde Kenner und gefragte Könner, mitunter gefeierte Künstler oder funktionsbewusste Designer. Ihr Werkstoff kommt aus der Natur, was sie daraus schaffen, sind beredte Zeugnisse menschlicher Kultur. Selten ein Beruf, der über Jahrtausende seine Bedeutung erhalten konnte – ohne bis heute den Anschluss zu verlieren.

Natürlich sind die Voraussetzungen perfekt: Neben Stein und Metall gehörte Holz fast in jeder Region der Erde zu den wichtigsten Werkstoffen des Menschen. Und selbst die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts setzte dem kein plötzliches Ende.
Die frühen Maschinen besaßen in der Regel noch Holzgestelle oder hölzerne Mechanismen. Erst mit den steigenden Anforderungen an Abriebfestigkeit oder Lastmomente verdrängte das Eisen zugunsten größerer Belastbarkeit und Bruchsicherheit das Holz aus seiner dominierenden Stellung.
 

Am Anfang war....

Eine der ersten und zugleich eindrucksvollsten Traditionen kunstvollen Holzhandwerks stammt – wie könnte es anders sein – aus Ägypten. 3.500 v.Ch. hatte man dort längst erkannt, wie vielseitig und einfach verarbeitbar Holz ist. Für Schiffe, Gebäude, Möbel oder Gegenstände des täglichen Bedarfs wurden bereits Furniertechniken und eine Art Sperrholz entwickelt. Der Sarg des Gottkönigs Tutanchamun ist ein besonderes Beispiel früher Kunstfertigkeit.

Work in Progress: Der Projektmanager

Zorn Gottes sagen die einen, Überheblichkeit die anderen.

Gut, die Gründe für das Scheitern des mythischen Turmbaus von Babel mögen umstritten sein. Ungeachtet diesbezüglicher Streitigkeiten wollen wir dieses Beispiel heranziehen, um Ihnen im Rahmen der Bene Office.Info Serie „Work in Progress“, in der wir uns mit speziellen Berufsbildern beschäftigen, im Folgenden das Berufsbild des Projektmanagers zu präsentieren. Ein Berufsbild, dessen absolute Aktualität in der modernen Berufswelt augenscheinlich ist.

Projektmanager werden mittlerweile in nahezu allen Branchen gesucht. Händeringend, möchte man hinzufügen. Projektmanagement ist modern und gefragt. Es ist das ökonomische Zauberwort schlechthin und verspricht eine Art Verheißung. Aber halt! Eines nach dem anderen. Wenden wir uns vorerst mal dem originären Spielfeld des Projektmanagers zu: dem Projekt. Wobei uns denn auch das mythische Beispiel behilflich sein wird.
 

Der babylonische Turmbau

Unsere beispielhafte Ausgangssituation: Ein Auftraggeber, in unserem Fall die ganze Menschheit, definiert ein komplexes, ein gänzlich neues Ziel: im Speziellen den Bau eines Turms, der bis in den Himmel reicht. Die zeitgerechte Erreichung des Ziels und die Komplexität der Aufgabe erfordern eine genaue Arbeitsteilung: Handwerker, Köche, Träger und so weiter werden in den Dienst genommen und nehmen die jeweils ihnen zugewiesene Tätigkeit auf.

Gesucht: Die Besten der Besten. Employer Branding heute

Wer auf bizzwatch.de, arbeitgebercheck.at oder kununu.com schlechte Bewertungen einheimst, könnte richtig Probleme bekommen. Und zwar bei der Suche nach qualifizierten, motivierten und damit wertvollen neuen Mitarbeitern. Dabei sind Plattformen wie die eben erwähnten nur einzelne Bausteine im Maßnahmen-Mix der zunehmend ausgeklügelt werdender Employer Branding-Strategien.

Auf der größten Arbeitgeberbewertungsplattform im deutschsprachigen Raum stehen im 7. Jahr ihres Bestehens rund  600.000 Arbeitgeberbewertungen zu lesen. Und täglich kommen 900 weitere dazu. Der große Zuspruch hat die Unternehmensgründer von kununu selbst leicht überrascht. Doch immerhin, so sagt die Statistik, liest angeblich jeder 4. Internetnutzer Bewertungen von Arbeitgebern bzw. lassen sich rund 70% durch Erfahrungsberichte bei ihrer Job-Wahl davon beeinflussen.
 

Nicht ganz neu

Das Thema Employer Branding ist erst in den letzten Jahren in den Köpfen von Wirtschaftstreibenden und HR-Verantwortlichen so richtig aufgepoppt, wenn gleich schon in den späten 1990er Jahren davon die Rede war. Verglichen mit Consumer orientierten Marketingaktivitäten steckt es aber noch immer in den Kinderschuhen. Und die Bedeutung von Social Media in diesem speziellen Zusammenhang sickert gerade erst breitenwirksam an die Oberfläche des Bewusstseins. Auch wenn Personalchefs ihrerseits schon die längste Zeit den Web-Check potentieller Mitarbeiter im Standardauswahlverfahren integriert haben.

Stichwort Vertrauen: Trau dich doch.

Angesichts von Bankenkrisen, NSA-Usancen oder Politikerversprechen ist das so eine Sache mit dem Vertrauen. Dennoch – wäre unser Leben eine vertrauensfreie Zone, wären jegliche sozialen wie wirtschaftlichen Zusammenhänge schnell aufgelöst. Nichts würde mehr miteinander und nichts füreinander passieren, denn unsere Handlungen und Entscheidungen könnten nicht auf Werten wie Wahrheit, Richtigkeit, Integrität, Kompetenz u.a. entstehen. Insofern ist es durchaus empfehlenswert, Vertrauen zuzulassen, auch wenn Unsicherheit existiert. Beides ist – ad definitionem – eben nur im Doppelpack zu haben.
 

Wissen ist nicht alles – aber es hilft

Worauf zu vertrauen es sich lohnt? Schwierige Frage. Aber: Wissen kann durchaus ein Katalysator von Vertrauen sein und es schadet nicht, Erfahrung und Know-how dafür einzusetzen, worauf man sein Vertrauen richtet. Die Antworten auf die Vertrauensfrage werden dennoch höchst unterschiedlich ausfallen. Immer sehr persönlich und nicht ausschließlich rational. Anbei eine Shortlist aus der Bene Office.Info-Redaktion. Vielleicht ist ja auch für Sie eine "vertrauensbildende" Überlegung dabei...
 

Corporate Social Responsibility

Gleich zu Beginn ein wirklich vertrauenswürdiger Ansatz: Fairness kann sich auszahlen – auch im Wirtschaftsleben! Im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Lieferanten, Kunden, Konkurrenten, der Gesellschaft und der Umwelt empfiehlt es sich menschlich wie ökonomisch, Verantwortung wahrzunehmen und entsprechend zu handeln.

Ist Ihr Unternehmen innovativ? Und wenn ja – wissen Sie warum?

Die Innovationskraft eines Unternehmens gilt heute mehr denn je als wesentlicher Faktor für dessen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Aber was steckt hinter dem Begriff Innovation? Wie funktioniert sie? Welche Rolle spielen Zufall, Kreativität und ein strukturierter Innovationsprozess? Welche Faktoren fördern Kreativität und begünstigen Innovationen? Was spielt sich im Gehirn bei der zündenden Idee ab und wie weit ist der Weg von der Idee zur Innovation? Wir haben uns für Sie in einen wahren Dschungel innovativer Ratschläge begeben...

"Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt", meinte Thomas J. Watson, Vorstandsvorsitzender von IBM, im Jahr 1943. Drei Jahre später sagte Darryl F. Zanuck, Chef der Filmgesellschaft 20th Century-Fox, voraus: "Der Fernseher wird sich auf dem Markt nicht durchsetzen. Die Menschen werden sehr bald müde sein, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren."

Dies sind nur zwei von unzähligen Innovations-Irrtümern. Was immer man sonst noch aus solchen Behauptungen ablesen kann, zeigen sie auch eines: Eine Innovation besteht nicht nur aus einer Erfindung, sondern auch aus deren Umsetzung und Marktfähigkeit bzw. ihrer Nutzung. Und andersrum: So manche hervorragende Idee ist mit Sicherheit nie zu einer Innovation geworden.
 

Nicht nur Technik

Wenn von Innovation die Rede ist, denken wir in erster Linie an Produktinnovationen – kein Wunder, diese sind am greifbarsten und werden gerne auch als solche beworben. Das kann z.B. eine revolutionäre Software, ein Staubsauger mit völlig neuer Funktionsweise oder eine Dünnschicht-Solarzelle sein.

Daneben gibt es freilich zahlreiche andere Innovationsarten, beispielsweise Anwendungsinnovationen. Dabei werden bestehende Technologien in anderen Bereiche genutzt – ein witziges Beispiel dafür sind etwa die piano stairs: Die Funktionsweise von E-Piano-Tasten wird auf Stufen übertragen und motiviert Menschen dazu, öfter die Stiegen zu nehmen als mit der Rolltreppe zu fahren. Heureka!

Tamtam um´s Team oder: Gemeinsam mehr erreichen

Komplexe Aufgaben erfordern gelungenes Teamwork. Gut eingespielt oder frisch zusammengestellt – ein gutes Team ist zu Leistungen fähig, die ein Einzelner nicht erbringen könnte. Doch was macht ein gutes Team aus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit am besten, welche Faktoren wirken positiv auf den Teamerfolg? Lesen Sie hier über scheinbare Selbstverständlichkeiten und beachtenswerte Aspekte.

Bereits vor dem Eintreten in den Gelben Raum, wie der Meetingroom 2 genannt wurde, erkannte Florian durch die Glaswand, dass die Stimmung gut war. Vier der sechs Teammitglieder waren bereits versammelt und bereiteten ihre Unterlagen ebenso gut gelaunt wie gewissenhaft vor, während Doris, die Teamleiterin, die Schritte bis zum nächsten Milestone auf dem Whiteboard skizzierte. Sie war eine ausgezeichnete Teamleiterin, die es sowohl verstand, das Team für das gemeinsame Projekt zu begeistern, als auch Verantwortlichkeiten und Fristen klar zu regeln. Florian blickte zuversichtlich einem weiteren konstruktiven Meeting entgegen.
 

Ist Teamwork "in"?

Wer die aktuelle Diskussion um Teamwork verfolgt, begegnet reichlich widersprüchlichen Sichtweisen. Auf der einen Seite wird Teamwork euphorisch als das Instrument für Kooperation, Produktivität und wirtschaftlichen Erfolg im Wissenszeitalter gehandelt, auf der anderen Seite herrscht Ernüchterung. Aus der eigenverantwortlich handelnden Gruppe von Fachleuten, die gemeinsam auf ein Ziel hin arbeitet, sei vielerorts ein chaotischer Haufen geworden, der von Führungsschwäche, Plan- und Verantwortungslosigkeit zeuge.