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Sprechen über Architektur: Aktuelles Programm

Architektur Event Inspiration

„Das Reden und Zuhören im mittelgroßen Kreis bewirkt – ohne daß vorschnell ein Konsens gesucht werden müßte – daß sich eine gemeinsame gültige Sprache herausbildet, in der man über Inhalte sprechen kann. Eine breitere Spitze und ein qualitativ angehobener Durchschnitt sind die Folge derartiger Diskurse. … beim Reden und beim Zuhören wächst zugleich das zeitgenössische Verständnis für das Fach – ein wenig sogar das zeitgenössische öffentliche Verständnis für Architektur – was die Konkurrenzängste wieder abbauen hilft. Darum dient reden über Architektur der Architektur.“, schrieb Walter Zschokke im Jahr 1993 über die Vortragsreihe „Sprechen über Architektur“. Sie hat ihre Wurzeln im Jahr 1967. Damals lud die Zentralvereinigung der Architekten anlässlich ihres 60. Geburtstag prominente Persönlichkeiten aus aller Welt, darunter Theodor W. Adorno, Ernst May, Richard Neutra, Pier Luigi Nervi und Van den Broek en Bakema, zu Vorträgen. Bei Richard Buckminster zählte man über 1500 BesucherInnen. Daraus entstand die traditionell an Donnerstagen abgehaltene Reihe, in der Architektinnen und Architekten verschiedener Generationen, Stars, Etablierte, Radikale, und auch Künstler und Theoretiker über Architektur, ihre Arbeiten und Ansätze sprechen und damit einen Ausschnitt aus der hohen Qualität der Architekturproduktion und des architektonischen Denkens in den verschiedenen Bundesländern Österreichs geben.

Ebenso alt wie die Vortragsreihe ist architektur.aktuell und in der Gründerzeit beider Formate wurzelt auch beider Zusammenarbeit mit dem Büromöbelhersteller Bene, der auch heute noch seine Räumlichkeiten für die Vorträge zur Verfügung stellt. Im Online Magazin stellen wir die Vortragenden kurz vor und laden herzlich zu den Verantstaltungen ein. Das komplette Programm finden Sie auf der rechten Seite zum Download. 
 

Volker Giencke

„Zweifellos ist es eine Architektur die "durchdacht" wird, die Konstruktion ist geschichtet und transparent. Es ist eine Architektur, die von dem Architekten eine erschöpfende Vorstellungskraft verlangt“ schrieb Roger Connah über die Arbeiten von Volker Giencke (*1947 in Wolfsberg/Kärnten). Giencke gründete 1981, nachdem er nach dem Studium der Architektur und Philosophie in Wien und Graz in den Büros von Merete Mattern und Günther Domenig gearbeitet hatte, sein eigenes Büro in Graz. Neben zahlreichen Lehrverpflichtungen im Ausland war Giencke ab 1992 war Professor für Architektur an der Universität Innsbruck, 2000 gründete er ebendort das ./studio3 am Institut für Experimentelle Architektur und Entwerfen. Sein Oeuvre ist gekennzeichnet von innovativen und konstruktiv anspruchsvollen Bauten, darunter der Expo-Pavillon für Sevilla (1992), die Glashäuser im Botanischen Garten der Universität Graz (1995), das Hotel "Speicher Barth" an der Ostsee (1997) oder die Adaptierungen in der Abtei Seckau (2001). 2015 wurde das Konzerthaus „Great Amber“ in Liepaja/Lettland eröffnet.

Sprechen über Architektur
Volker Giencke
28.4.2016, 19 Uhr
19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.zv-architekten.at | www.giencke.com

 

Adolf Krischanitz

Adolf Krischanitz (* 1946 in Schwarzach/Pongau) gründete gegen Ende seines Studiums an der Technischen Universität Wien 1970 zusammen mit Angela Hareiter und Otto Kapfinger die Architektengruppe Missing Link, die das Feld der Architektur experimentell um weitere Ausdrucksformen wie Drehbücher, Grafik und künstlerische Intervention erweiterte. Er zählt zu den Begründern der Zeitschrift UmBau der ÖGFA, war Präsident der Wiener Secession (1991–1995) und von 1992 bis 2011 war er Professor für Stadterneuerung und Entwerfen an der Universität der Künste Berlin. Sein von Eleganz und Understatement geprägtes Oeuvre umfasst zahlreiche Kunsträume und reicht von Wohnbauten verschiedener Dimensionen bis hin zu Bauten für große Konzerne. Zu seinen jüngsten Realisierungen zählen die Erweiterung der Sammlung Friedrichshof (2011), das 21er Haus in Wien (2012), das Bürogebäude mit Werkskantine Jungbunzlauer in Niederösterreich (2012/13), der Superblock Sulzerareal in Winterthur (2015). Bis 2018 wird der Umbau und die Erweiterung der Kunstuni Linz abgeschlossen sein.

Sprechen über Architektur
Adolf Krischanitz
12.5.2016, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.zv-architekten.at |  www.krischanitz.at

 

Henke Schreieck

Dieter Henke (*1952 in Kössen/Tirol) und Marta Schreieck (*1954 in Innsbruck) gründeten 1982 nach dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien ihr gemeinsames Büro.  Optionen für zahlreiche Nutzungsszenarien zu bieten und allen Nutzern gleichwertig gute Räume anzubieten sind Leitgedanken, die all ihren Bauten zugrunde gelegt sind. Henke Schreieck realisierten – von Einfamilienhäusern über Geschoßwohnungsbau, Bildungsbauten, Hotels, Sakralarchitektur bis hin zu Bürohochhäusern eine Vielzahl an Planungsaufgaben, darunter das Wohnhaus Frauenfelderstraße in Wien (1993), die Sozial- u. Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Innsbruck (1998), die Fachhochschule Kufstein (2001, 2005, 2014), die AHS Heustadelgasse in Wien (2002), das Parkhotel in Hall/Tirol (2003), das ÖMV-Hochhaus (2008) und das Bürohaus „Rund Vier“ in der Wiener Krieau, das Borealis Innovation Headquarter Linz (2009) und das Büro- und Geschäftshaus Mariahilferstraße 36 in Wien (2010). Mit dem kürzlich fertiggestellten Ersten Campus beim Wiener Hauptbahnhof gelang ihnen ein städtebaulich und architektonisch herausragender Höhepunkt in ihrem bisherigen Schaffen.

Sprechen über Architektur
Henke Schreieck
19.5.2016, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.zv-architekten.at | www.henkeschreieck.at

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