Artikel von: Priska Pieczara

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Was disruptive Innovation bedeutet, und was Unternehmen dafür (oder dagegen) tun können

PIXEL by Bene

Es gibt Worte, die hat man schon so oft gehört, dass man gar nicht mehr wagt nachzufragen, was sie eigentlich bedeuten. „Disruption“ ist so eines. Wir haben uns auf die Suche nach Ursprung und Bedeutung eines Begriffes gemacht, der die Wirtschaft und das Feuilleton gleichermaßen umtreibt.

Die Theorie der disruptiven Innovation hat ihren Ursprung im Buch „The Innovator’s Dilemma“ von Clayton Christensen. In seinem Buch stellt Christensen die These auf, dass es neben der „klassischen“ Innovation, die beispielsweise vorhandene Produkte oder Services weiterentwickelt, auch eine disruptive Form der Innovation gibt. Diese folge, so Christensen, bestimmten Regeln: Man spricht von Disruption, wenn es ein kleines Unternehmen mit wenig Ressourcen schafft, etablierte, bislang erfolgreiche Unternehmen vom Markt zu verdrängen.

PearsonLloyd, 117 Drysdale Street, London

Luke Pearson und Tom Lloyd gründeten im Jahr 1997 in London ihr Designbüro PearsonLloyd, das heute zu den erfolgreichsten Designstudios Großbritanniens zählt. Die Projekte sind vielseitig und wurden bereits mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Das Londoner Büro zeigt eindrucksvoll, was hochwertiges Industriedesign ausmacht – nämlich die intelligente Umsetzung von sich verändernden Arbeitsweisen, Produktionsmöglichkeiten und Lebensumständen. Das Tätigkeitsfeld von PearsonLloyd umfasst Innenarchitektur, Möbeldesign und -consulting sowie Produktdesign oder die Gestaltung öffentlicher Plätze. Zu ihren Kunden zählen etwa Artemide, Classicon, Fritz Hansen, Walter Knoll, Knoll International, Lufthansa und Virgin Airlines.
Für Bene entwarf PearsonLloyd bereits das Möbelprogramm PARCS (2009) mit einer umfassenden Produktpalette wie etwa Causeway, Toguna, Wing Series oder Idea Wall. PARCS, inzwischen vielfach preisgekrönt, gehört heute zu den erfolgreichsten Produkten im Bene Sortiment.
 

Das Studio von PearsonLloyd befindet sich in Shoreditch, einem aufstrebenden, kreativen Distrikt im Nordosten von London. Wie fanden Sie hierher, und welche Kriterien spielten bei der Entscheidung für dieses Studio eine Rolle?
Tom Lloyd (TL): Als wir mit dem Studio anfingen, haben Luke und ich in West London gelebt. Der Umzug in den Osten war sowohl eine finanzielle Entscheidung – wir suchten nach billigen Studio-Räumen – als auch eine kreative. Unsere ersten Räumlichkeiten befanden sich in einer ungeheizten Lagerhalle am Rande von Spitalfields Market, der damals noch der wichtigste Großhandelsmarkt für Obst und Gemüse in London war. Das Gebiet war etwas runtergekommen und ein bisschen unheimlich, aber voller Leben und Energie. Künstler hatten dort Geschäftsgebäude besetzt, und diese Community hat uns dorthin gezogen. In den 16 Jahren nach unserer Gründung sind wir in drei verschiedenen Räumlichkeiten gewesen, die sich alle im Umkreis von etwa anderthalb Kilometern um dieses erste Büro befanden. Shoreditch ist heute ein Gebiet voller Design- und Modeunternehmen, und obwohl es jetzt ganz anders ist als noch 1997, ist es großartig, dort zu arbeiten.

Luke Pearson (LP): Toms Bruder hatte ein Studio direkt in der Nähe der City, dem Londoner Banken- und Finanzviertel. Die Miete war lächerlich niedrig. Es schien also eine großartige Idee zu sein, sich große und billige Räumlichkeiten zu nehmen. Kaum waren wir eingezogen, wurde das Nachbargrundstück zu einer Großbaustelle. Wir zogen dann nach Whitechapel und haben schließlich unser jetziges Studio gekauft, nachdem wir eines Tages daran vorbei geradelt waren. Es gab zu der Zeit einen Markteinbruch, und es schien eine gute Idee zu sein, obwohl es uns inzwischen in vielerlei Hinsicht zu klein geworden ist.

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Stehen und Sitzen bei der Arbeit

Bewegung ist gesund. Was Kindern regelmäßig gesagt wird, ignorieren wir Erwachsene häufig. Oder wir verschieben die Bewegung auf die Freizeit. Im Büro ist selten Zeit und Platz dafür. Mehr Abwechslung in Bewegung und Körperhaltung wäre jedoch gerade bei sogenannten Alltagstätigkeiten von großer Bedeutung.

Sitzen, sitzen, sitzen… oder doch auch manchmal stehen?

Wir tippen, telefonieren, rechnen, planen, recherchieren, besprechen… und sitzen dabei. Etwa 55.000 Stunden unseres Berufslebens verbringen wir im Sitzen. So ist es kein Wunder, dass der Rücken der am meisten gefährdete Körperteil von Büro-Arbeitern ist.

The worst case: Wir sitzen uns krank. Und tatsächlich beruht der Großteil unserer Krankenstände bereits auf Rückenbeschwerden. Rückenleiden sind die Krankheitsursache Nummer eins und verursachen die längste Arbeitsunfähigkeit mit einer durchschnittlichen Dauer von 22 Tagen.

Beleuchtung und Licht – einen Blick wert.

Artemide Tolomeo

Licht bedeutet Leben. In der Natur sowieso, aber auch in vielen Religionen spielt Licht eine zentrale Rolle. Ohne Licht kann der Mensch nicht leben, geschweige denn arbeiten. Doch allein mit dem Vorhandensein von Licht ist es im Büro nicht getan - denn Beleuchtung gestaltet Räume, wirkt maßgeblich auf das Erscheinungsbild eines Büroraums und beeinflusst Wohlbefinden, Motivation und Leistung. Licht und Beleuchtung sind also eine Betrachtung wert.
 

Licht schafft Atmosphäre

Die morgendlichen Sonnenstrahlen, das gedämpfte Herbstlicht, die Beleuchtung einer nächtlichen Straße – das alles ruft Gefühle und Empfindungen in uns hervor. Ebenso wirkt auch das Licht in Büros auf uns, manchmal bewusst wahrgenommen, manchmal unbewusst. Eine angenehme und zugleich motivierende Lichtgestaltung in einem Büro trägt maßgeblich zu einer Atmosphäre bei, in der gerne und produktiv gearbeitet wird.

 

Was Beleuchtung können muss

Beleuchtung erfüllt viele Funktionen: Erzeugung von Lichtstimmungen und Atmosphäre, einer gute Helligkeitsverteilung und eines richtigen Kontrastverhältnisses für konzentriertes Arbeiten über einen längeren Zeitraum. Weiters soll sie eine gute Farbwiedergabe ermöglichen und Blendungen vermeiden. Natürlich ist auch Energiesparen ein Thema, oder die richtige Mischung von natürlichem und künstlichem Licht. Schlussendlich ist auf ein harmonisches Zusammenwirken von Material, Farbe, Form, Proportion und Licht zu achten.

Setzen Sie Ihr Büro ins beste Licht!

Artemide-Talak

Wie heißt es so schön? "Die Aufgabe der Allgemeinbeleuchtung ist, den gesamten Raum unter Vermeidung von Direkt- und Reflexblendung wirkungsvoll auszuleuchten und dabei die Erfordernisse von gutem Kontrast, ausgewogenen Leuchtdichteverhältnissen und guter Farbwiedergabe in Betracht zu ziehen."
Ach ja – klingt vernünftig. Nur – wie kommt man so weit?


1. Mehr Licht bedeutet nicht immer besser Sehen
Im Allgemeinen stimmt es, dass viel Licht die Leistungsfähigkeit steigert und wenig Licht eher beruhigend wirkt. Vor allem ältere ArbeitnehmerInnen brauchen grundsätzlich mehr Licht! Allerdings empfiehlt sich trotzdem, eine Differenzierung entsprechend der Tätigkeit. Denn während beim Lesen von Vorlagen ein höheres Beleuchtungsniveau vorteilhaft ist, führt selbiges beim Lesen von Bildschirminformationen zu Nachteilen, da dadurch der Kontrast zwischen Zeichen und Hintergrund vermindert wird.


2. Auf harmonische Helligkeitsverteilungen achten
Das Beleuchtungsniveau gibt noch keine Auskunft über die Verteilung der Leuchtdichten auf verschiedene Flächen. Die sogenannten Reflexionsgrade sollte man so wählen, dass zwischen Arbeitsfeld und Umgebung keine zu großen Leuchtdichteunterschiede auftreten. Ausgewogene Helligkeitsverteilungen machen den Raum interessant und wirken belebend.


3. Blendungen vermeiden
Blendungen wirken nicht nur unmittelbar störend, sie setzen auch die Sehleistung empfindlich herab. Deshalb sollten an die Blendbegrenzungen von Leuchten höchste Anforderungen gestellt werden - besonders natürlich bei der Bildschirmarbeit!
 

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