Personalities

Der persönliche Raum: Grant Kanik über flexiblen Raum.

Architektur Bürotrends Räume der Arbeit

Vom American Institute of Architects zum Unternehmen des Jahres 2000 gekürt, hat Gensler in den 39 Jahren bisherigen Bestehens über 1400 Kunden im Interior-, Grafik- und Architekturbereich betreut. Das tut er mit einem Stab von 1700 Mitarbeitern.
Kein Wunder also, dass sich der Canadier Grant Kanik, mehrfach prämierter Interior- und Light-Designer und Associate von Gensler, Gedanken darüber gemacht hat, wie man all diesen Mitarbeitern ideale Arbeitsplatzbedingungen schaffen kann, damit diese wiederum ebensolche für andere Unternehmen planen.

Für Kanik, Senior Project Designer in der Zweigstelle London, ist der einfachste Raum der kreativste, in ihm können Ideen seiner Meinung nach atmen. "Wir planen häufig lebendige Bürowelten mit lebhaften und auffallenden Details. Würden wir unsere eigenen Büros so ausstatten, würden alle diese lebendigen Details in unsere zukünftigen Projekte einfließen und das kreative Potenzial der nackten Leinwand, auf die wir Farbe bringen, zunichte machen", beschreibt er die selbstauferlegte Gestaltungs-Keuschheit in den eigenen Hallen.

Ein wenig nach klösterlicher Klausur klingt auch seine Philosophie stetigen Wandels. "Generell sind Designer und Architekten eine Kreativquelle, die durch ihr Umfeld nicht beeinflusst werden sollten. Wir kleiden uns gerne schwarz. Wir tragen Ideen nach außen und saugen sie nicht auf. Unser Büro sollte der Ort sein, an dem wir uns inspirieren lassen und dies sichtbar und greifbar umsetzen."

Möglichkeiten für die stets wechselnden Bedingungen für Architekturbüros sieht er in der Modularität. "Neugestaltung und flexible Komponenten sind wichtig. Schließlich weiß niemand, wie er in fünf Jahren arbeiten wird. Unsere Kollegen arbeiten in Teams, Informationsaustausch ist unerlässlich und erfordert Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe zueinander."

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