Personalities

Der persönliche Raum: Wendelin Wiedeking zum Thema Freiraum bis Hubraum

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Sein persönliches räumliches Umfeld ist weitgehend frei von Statussymbolen.

Der Vorstandsvorsitzende bevorzugt in seinem Büro "eher einen nüchternen Stil", so Wiedeking, "der mich nicht von der Arbeit ablenkt. Ein bequemer Bürostuhl, ein großer Schreibtisch mit Computer und Telefon, ein kleiner Konferenztisch für kurze Besprechungen, dazu einige Aktenschränke und ein Bücherregal – das reicht mir. Für die persönliche Note sorgen Fotos von meiner Frau und meinen Kindern sowie das eine oder andere Exponat aus meiner privaten Modellauto-Sammlung. Das Büro braucht auch nicht besonders groß zu sein: Wer diesen Raum betritt, steht direkt vor meinem Schreibtisch – und muss nicht erst einen halben Kilometer über Perserteppiche laufen, bis er auf Rufweite an mich herangekommen ist. Ich halte nichts davon, über die Größe des Arbeitszimmers Machtanspruch zu symbolisieren."

Seine selbstbewusste, unprätentiöse Haltung und wohl auch das Bewusstsein, in der absoluten Oberliga des Managements die augenscheinliche Manifestation von Status längst nicht mehr nötig zu haben, lässt ihn auch Prinzipien umso einfacher formulieren.
"Absolut unabhängig zu sein, im Denken wie im Handeln – das war schon immer mein Ziel. Deshalb sind mir große Freiräume, in denen ich unternehmerisch entscheiden und gestalten kann, sehr wichtig."

Als promovierter Maschinenbau-Ingenieur glänzt Wendelin Wiedeking mit Fachwissen und Management-Skills. Beides erwarb der 1952 geborene Westfale schon in frühen Jahren beim "Auto-Quartett"-Spiel mit seinen Freunden. "Da hat nämlich das Modell mit fünf Litern Hubraum dasjenige mit nur 2,7 Liter immer gestochen. Früher galt: Je größer der Hubraum, desto höher die Leistung. Heute spielt die Hubraumgröße allerdings keine so entscheidende Rolle mehr. Auch aus kleineren Motoren holen die Ingenieure inzwischen eine beachtliche Leistung."

  

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