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Music @ Office

Musik Kreativität Inspiration

Stimulanz oder Regeneration, Ablenkung oder Fokussierung. Musik kann über die emotionale Stimulanz viel zu inspirierten Arbeitsergebnissen beitragen, aber auch dabei helfen andere, als störend empfundene Hintergrundgeräusche zu überspielen. Gerade in modernen Großraum-Büros sind Kommunikation, Offenheit und Transparenz wesentliche Prinzipien. Man ist für jeden jederzeit greifbar, erreichbar. Das ist auch gut so. Aber was tun, wenn man diesem Umfeld kurz entfliehen muss, um konzentriert, fokussiert und am liebsten störungsfrei an etwas zu arbeiten? Und das, ohne seinen Platz zu verlassen?
 

Acoustic Hide-aways im Open Office

Diese Art der Semi-Präsenz erreicht man am einfachsten mittels Kopfhörer und mit der Musik seiner Wahl: Schon ist man in eine akustische Glocke gehüllt, die einen in die gewünschte Stimmung versetzt. Die Kopfhörer signalisieren der Umwelt darüber hinaus gut sichtbar, dass man vorübergehend ungestört arbeiten muss und, außer in dringenden Fällen, nicht auf Abruf und spontan für ein Gespräch zur Verfügung steht. Individuell wie Menschen sind, ist es auch die konzentrationssteigernde Wirkung von Musik bei der Arbeit. Dennoch gibt es eine überwältigende Anzahl von Menschen, die angeben, sich mit Musik besser konzentrieren zu können und unangenehme Tätigkeiten lieber zu erledigen.
 

Rhythm&Work

Wird heute Musik bei der Arbeit überwiegend passiv konsumiert, hatte sie früher primär die aktive Form des gemeinsamen Singens - und diente auch der Rhythmisierung von handwerklichen Arbeitsvorgängen.

Man denke an Holzfäller, Schmiede, Wäschermädel und viele andere. Vor allem im Militär hat (Marsch)Musik bis heute eine ganz besondere, zentrale Bedeutung - sie soll vorwärts treiben und Ängste übertönen. Mit der Industrialisierung im 19.Jhdt. wurde gezielt versucht, die Effizienz von Fließbandarbeitern durch Musikberieselung zu steigern. Die unspezifische Stimmungsverbesserung durch Musik sollte den Output erhöhen.
 

Muzak - Funktionelle Musik

In der Wissenschaft nennt man passiv konsumierte Hintergrundmusik, die die Menschen zu bestimmten Tätigkeiten stimulieren soll, funktionelle Musik oder auch "Muzak". Seit den 1930er Jahren wird funktionelle Musik gezielt für unterschiedliche Zwecke komponiert, für Werbung, Kaufhäuser, als Aufzugmusik etc. Sie wird vom Hörer unbe-wusst wahrgenommen und soll ihn heiter stimmen, um eine entspannte Atmosphäre beim Einkaufen, Arbeiten oder Warten (einen Versuch gab´s mit der Beschallung von U-Bahn-Bahnsteigen) zu schaffen.

Der Begriff Muzak ist eine lautlich veränderte Version des englischen Worts für Musik und Name der 1934 gegrün-deten Muzak Inc. Nachdem häufig einfache Melodien und "seichte" Klänge Muzak charakterisieren, wird der Begriff meist abwertend verwendet. Dass es sich dennoch um ein hochinteressantes Phänomen handelt, beweist Brian Eno, Mitbegründer von Roxy Music (London 1971, mit Bryan Ferry und Andy Mackay): Als absolutes Musikgenie hat Eno neben seinen Hits mit "Music for Airports" erfolgreich "ambient music" produziert.
 

Audio Branding

Heutzutage wird nicht nur zwischen beliebiger "Fahrstuhlmusik" und professioneller Hintergrundmusik, sondern auch Vordergrundmusik unterschieden. Ziel ist dabei, den Kunden sehr vordergründig durch den richtigen Musikstil an das Unternehmen zu binden. So wird aktuelle Musik gerne von Modeketten, Szene-Friseuren, Design-Hotels und Szene-Bars eingesetzt, die gewünschte Zielgruppe anzupeilen. Für andere Unternehmen soll die "Musik im Hintergrund" eine klare, zusätzliche Aussage abgeben und das Unternehmen für Kunden wiedererkennbar machen - man nennt das "Audio branding".
 

Des einen Freud, des anderen Leid

Empirische Untersuchungen zur Wirkung musikalischer Stimulation in unterschiedlichen Situationen liefern meist Ergebnisse von sehr unterschiedlicher Qualität und Aussage. Unbestritten ist nur der große Einfluss, den Musik auf uns alle hat. Da Musik und ihre Wirkung aber so individuell ist wie ihre Hörer, kann die gewünschte Wirkung auch ins Gegenteil umschlagen. Was den einen anregt, regt einen anderen nur fürchterlich auf. Über Musik wie über Geschmack lässt sich herrlich streiten.
 

Bene Office.Playlist

Für all jene, die gerne mit musikalischer Untermalung - ob via Kopfhörer oder Lautsprecher - arbeiten und ständig auf der Suche nach neuer Musik sind, initiiert Bene jetzt die Office.Playlist.
Das Internet ist eine Plattform, auf der mit etwas Zeit und Mühe unglaublich viel gute Musik zum legalen Gratis-Download zu finden ist. Jeden Monat lädt Bene Architekten, Designer, Journalisten und andere Partner ein, eine spezielle Playlist nach persönlichem Geschmack für Sie zu erstellen. Wir starten in diesem Trendletter mit einer ersten Playlist von DJ Thomas Bene himself… viele weitere werden folgen.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!
 

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