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Sprechen über Architektur: Programm 2021/2022

Architektur Event

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und dazu prominente Architekten und Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen eingeladen, die für die Entwicklung einer qualitätsvollen Architektur maßgeblich waren. Dazu zählen Alvar Aalto, Jakob B. Bakema, Willem M. Dudok, Otto Frei, Richard Buckminster Fuller, Yona Friedman, Richard Neutra, Ernesto N. Rogers, Konrad Wachsmann, Jean Nouvel und Wissenschaftler wie Theodor W. Adorno, Lucius Burckhardt, Oskar Morgenstern u. v. a. Die gegenwärtige Vortragsreihe Sprechen über Architektur schließt daran an und gibt Einblick in die hohe Qualität des Architekturschaffens und der Baukulturarbeit in Österreich, womit die ZV ihrem wichtigsten Zweck entspricht: Die Baukunst zu fördern und das Verständnis der Allgemeinheit dafür zu heben.

Wir freuen uns, die ZV bei der Veranstaltungsreihe unterstützen zu können, und präsentieren die nächsten Vorträge, die wie gewohnt im Bene Showroom in der Wiener Neutorgasse stattfinden werden:

30. September 2021, 19 Uhr
Dietmar Eberle

Dietmar Eberle studierte von 1973 bis 1978 Architektur an der Technischen Hochschule in Wien. Ab 1979 war er in den Arbeitsgemeinschaften Cooperative Bau- und Planungsges. m.b.H. (1979-1982), Eberle-Egger (1982-1984) und mit Carlo Baumschlager (1985-2009) tätig. Baumschlager Eberle Architekten wurde 1985 gegründet und ist heute ein internationales Architekturbüro mit elf Standorten in Europa und Asien. Ab 1983 begann Eberle mit seiner Lehrtätigkeit an Universitäten in Hannover, Wien, Linz, Syracuse (N.Y.), Darmstadt, Madrid, Jerusalem, Hong Kong und Nanjing. 1999 wurde er als Professor für Architektur und Entwerfen an die ETH Zürich berufen, wo er auch bis 2016 das ETH Wohnforum leitete. Eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen sowie die 2004 verliehene Ehrenmitgliedschaft des American Institut of Architects zeichnen den Erfolg seiner Arbeit aus, die von der Philosophie geprägt ist: „Letztlich hat die Architektur nur drei Möglichkeiten, sich auszudrücken: die Geometrie, die Materialität und das Licht. Damit muss sie ihre Geschichten erzählen.“
www.baumschlager-eberle.com

30. September 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

Claudia Cavallar
7. Oktober 2021, 19 Uhr

Claudia Cavallar studierte Architektur bei Hans Hollein und Greg Lynn. Nach Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros, unter anderem bei the next ENTERprise, ist sie seit 2010 selbstständig. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem Unauffälligen, Zufälligen und Gewohnten in der Architektur auseinander. Mehrere Projekte sind öffentlich zugänglich: die Bar Tabacchi (2011), das Untergeschoss des Restaurants Berger & Lohn (2019) in Wien und bis Anfang Oktober die Ausstellung „Die Frauen der Wiener Werkstätte“ im MAK in Wien. Das Haus Markt67 in Weiden am See (2013) kann gemietet werden. Es wurde 2015 zum „Besten Haus“ des Burgenlandes gewählt.
www.claudiacavallar.at

7. Oktober 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

PENTAPLAN
21. Oktober 2021, 19 Uhr

Das Grazer Architekturbüro PENTAPLAN wurde 1991 gegründet und wird heute von Wolfgang Köck, Klaus Jeschek, Oliver Wildpaner und Stephan Loidl geführt. Zahlreiche Ergebnisse dokumentieren unterschiedliche Typologien und Bauformen, die das Resultat einer eingehenden Beschäftigung mit dem direkten Umfeld und vor allem mit den emotionalen Notwendigkeiten der Benutzer darstellt. Das Wechselspiel von öffentlichem und privatem Leben, von offenen Begegnungsräumen und intimen Rückzugsräumen ist eine immer wiederkehrende Komponente, die in den Arbeiten des Architekturbüros zum Ausdruck kommt. Mit dem Verständnis in der Architektur das tägliche Leben abzubilden, ist eines der zentralen Themen „das Leben und Wohnen in der Stadt“, das als ein übergeordnetes Motiv die Arbeiten von PENTAPLAN prägt. Zu ihren Projekten zählen die Wohnanlage „Die Drei Brüder“ in Wien (2015), das Wohn- und Geschäftshaus „Die Eggenberge“ (2016) und die Wohnanlage „Prinzessin Veranda“ (2017) in Graz, die 2018 mit dem ZV-Bauherrnpreis ausgezeichnet wurde.
www.pentaplan.at

21. Oktober 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

transparadiso
4. November 2021, 19 Uhr

transparadiso wurde 1999 von Barbara Holub und Paul Rajakovics gegründet und versteht sich als transdisziplinäre Praxis zwischen Urbanismus, künstlerisch-urbaner Intervention und Architektur. Ihr Schwerpunkt liegt auf interdisziplinären Verbindungen zwischen Kunst, Urbanismus und Architektur, Theorie und Praxis. Sie befassen sich mit der Frage, wie sozial engagierter Urbanismus und Architektur zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen können. Dabei wird mit der Planungsmethode des „direkten Urbanismus“ die Dichotomie zwischen Planung und urbanen Handlungsraum aufgehoben. Sie lehren sowohl an nationalen als auch internationalen Institutionen, wie der TU Wien, der Universität für angewandte Kunst Wien sowie The Bartlett London und dem Innovationsfonds für Kultur im öffentlichen Raum in Stuttgart. Ihre Arbeit wurde 2018 mit dem Österreichischen Kunstpreis und 2007 mit dem Otto-Wagner-Städtebaupreis ausgezeichnet. Zu ihren aktuellen Architekturprojekten und Ausstellungen zählen u.a. Wimhölzel-Hinterland/Linz, WoGEN Quartiershaus/Wien, Quartier Bienvenue/Wien, NORMAL/Kulturjahr Graz 2020 und das Shusev Museum of Architecture/Moskau.
www.transparadiso.com

4. November 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

Christian Kühn
11. November 2021, 19 Uhr

Christian Kühn (*1962) absolvierte das Studium der Architektur an der TU Wien (Dipl.Ing.) und an der ETH Zürich (Dr.sc.techn.). Seit 1989 unterrichtet er an der TU Wien, wo er auch habilitierte und seit 2001 als Professor lehrt. 2008 übernahm er die Aufgabe des Studiendekans an der Fakultät für Architektur und Raumplanung. Im Vorstand der Architekturstiftung Österreich engagiert er sich seit dem Jahr 2000 und von 2005-2011 war er Mitglied der OECD-Arbeitsgruppe für Bildungsbau. Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte und Theorie der Architektur sowie die Gebäudelehre mit Schwerpunkt Soziale Infrastruktur. Als Architekturkritiker schreibt er für diverse Zeitschriften und Tageszeitungen, u.a. Merkur, ARCH+ oder Die Presse. Zuletzt erschienen: „Operation Goldesel. Texte über Architektur und Stadt 2008 bis 2018“. Kommissär für den österreichischen Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig 2014. Seit 2015 ist er Vorsitzender des Beirats für Baukultur im Österreichischen Bundeskanzleramt.

11. November 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

 

Klaus & Kilian Kada
18. November 2021, 19 Uhr

Klaus Kada (*1940) schloss 1971 das Studium der Architektur an der TU Graz ab. Nach seiner Mitarbeit in verschiedenen Büros in Graz und Düsseldorf gründete er 1976 sein eigenes Architekturbüro in Leibnitz. 1988 folgte ein weiteres Büro in Graz und 1999 schließlich die Gründung des Architekturbüros kadawittfeldarchitektur gemeinsam mit Gerhard Wittfeld in Aachen (D). Kilian Kada (*1975) studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst (Wolfgang Prix) und an der Columbia University, New York. Seit 2006 arbeitet er bei kadawittfeldarchitektur, wurde 2009 Mitglied der Geschäftsführung und übernahm die Leitung der Wettbewerbsabteilung. Als geschäftsführender Gesellschafter ist er seit 2011 verantwortlich für Entwurf, Design und Kommunikation. Heute steht kadawittfeldarchitektur mit einem Team von über 160 Mitarbeitern für weit mehr als architektonisches Gestalten allein. Die Verknüpfung von Architektur, Innenarchitektur und Design an der Schnittstelle zu städtebaulichen Planungen und urbanen Projekten spiegelt den interdisziplinären Ansatz und die Bandbreite des kreativen Schaffens wider.
www.kadawittfeldarchitektur.de


18. November 2021, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

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