Personalities

Der persönliche Raum: Hermann Maier über Freiraum

Interview Lifestyle Lebensraum

... und das erste, was ihm zum Thema Raum in den Sinn kommt, sind die melancholischen Lieder des Berliner Duos "Zweiraumwohnung", die mit ihren Latino- und Bossa-Nova-Rhythmen und deutschen Texten ein immer größeres Publikum bezaubern.

Das Schi-Ass Hermann Maier ist Österreichs liebstes Phänomen. Er steht immer wieder auf, sei es nach einem Motorradunfall oder einem schweren Sturz, er siegt immer wieder und er raunzt nie, ohne dabei irgendwie verschroben-esoterische Denkschulen zu bemühen.

Er gehört zu den wenigen Menschen, die totgesagt wurden, deren Leistung aber dennoch zu Lebzeiten ehrlich bewundert und gewürdigt wird, sogar in Österreich. Wie könnte es auch anders sein: Triple-Weltmeister, Doppel-Olympiasieger, 4-facher Gesamtweltcup-Sieger und 50-facher Weltcup-Sieger. So sieht die Bilanz des "Herminator" aus, den der "Sturzraum" und der "Zielraum" weit weniger zu Gefühlsäußerungen bewegen als der Freiraum.

Freiraum, da assoziiert Maier Gefühle, Freunde und Ausgelassenheit. Der Luxus, sich frei bewegen zu können, bedeutet für den 1972 in Altenmarkt geborenen und in der Flachau sesshaften Internationalhelden eine Form von Unbeschwertheit, die offenbar an das Glücksgefühl des Siegens zumindest heranreicht.

Mit einem Augenzwinkern bezeichnet er sich als Raumfahrer, als jemand der Raum braucht und ihn gleichzeitig einnimmt.
Ein anderer Begriff, der ihm nahe liegt, ist der Zeitraum. Der ist, was seine Karriere betrifft, stetig erweitert worden – in Zeit und Raum.

Für Maier gelten einfach eigene Dimensionen.

  

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