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Die Ghana-Connection

Arbeitswelten Bürotrends New Working Environments

Ob in Zürich, London oder Moskau, oder in Kuwait, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten - Bene ist seit über 30 Jahren im internationalen Exportgeschäft tätig und schafft in 35 Ländern Bürowelten, die sich sehen lassen können. Gerade entsteht in Ghana ein spannendes Projekt.

Die Anwaltskanzlei Bentsi-Enchill, Letsa & Ankomah (kurz: Bela) hat ihren Sitz in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Die Wirtschaftssozietät, die als größte Kanzlei Ghanas gilt, vertritt Klienten weltweit, speziell in London, New York und Südafrika. Gerade am Fertigwerden sind die neuen, von Bene geplanten und eingerichteten Büroräumlichkeiten: Entstanden ist eine moderne Open Space Lösung, die Privatheit und Vertraulichkeit erlaubt, aber auch Interaktion und Kommunikation fördert.
 

Made in Austria

Dass ein regionales Unternehmen wie die Kanzlei Bela sich für ein österreichisches Unternehmen entscheidet, ist nicht unbedingt ungewöhnlich. "Made in Austria" steht am internationalen Markt für Qualität, Professionalität und einen hohen Innovationsgrad. Immer öfter werden internationale Projekte nicht durch überregionale Großunternehmen generiert, sondern entstehen in Kooperationen mit lokalen Partnern oder regierungsnahen Organisationen.

Der Weg der ghanaischen Kanzlei Bentsi-Enchill, Letsa & Ankomah zu Bene ist ein gutes Beispiel dafür. Auf der Suche nach einer innovativen Bürolösung stießen die Firmenpartner in Großbritannien auf die von Bene London eingerichteten Räumlichkeiten von Slaughter and May und waren von Konzept und Umsetzung überzeugt. Nach einer umfassenden Beratung und einer genauen Bedarfsanalyse entschied man sich dafür, das neue Office von Bene planen und gestalten zu lassen.
 

Kreative Lösungen gefragt

Ghana ist zwar enorm rohstoffreich und politisch stabil, besitzt aber kaum lokal gewachsene Industrie. Daher ist man stark importabhängig und befindet sich ständig auf der Suche nach Partnern, die das notwendige technische Know-How mitbringen und auch logistische Herausforderungen lösen können. Mindestens genauso wichtig wie die erwähnten praktischen Kompetenzen ist aber auch, dass der Kooperationspartner die Fähigkeit mitbringt, "outside the box" zu denken. Wie’s geht, macht die Kanzlei Bela selbst vor: Da für die neue Struktur kein passendes Gebäude zu finden war, beschlossen die Anwälte kurzerhand, selbst eines bauen zu lassen. Die notwendigen Baumaterialien wie Zement, Glas und Stahl, aber auch die Sanitäreinrichtungen oder Lifte wurden aus Europa importiert.

Die von Bene entwickelte Office-Lösung geht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Partner ein und schafft den für eine Anwaltskanzlei essenziellen Spagat zwischen Privatheit und Interaktion. Die Mitarbeiter der Kanzlei sind es gewohnt, ihre Papiere immer in unmittelbarer Nähe zu haben. Mit CUBE_S ausgestattete Arbeitsplätze bieten den notwendigen Stauraum, sind aber gleichzeitig flächeneffizient und sorgen für Aufgeräumtheit. Gleichzeitig wird im Büro da, wo es notwendig ist, Abschirmung und Diskretion garantiert. Modern eingerichtete Konferenzräume mit integrierter Medientechnik eignen sich sowohl für interne Abstimmungen und Präsentationen, als auch für private Kundengespräche. Mit der Polsterserie PARCS geschaffene Kommunikationsinseln bieten Raum für Austausch und Dialog.
 

Know-How und Neugier

Abgewickelt wurde das Projekt durch das multikulturelle Bene Team in Dubai: Elf Mitarbeiter aus sieben Ländern betreuen vom "Middle East Hub" aus in Kooperation mit den österreichischen Headquarters den Mittleren Osten sowie ausgewählte afrikanische Märkte.

Das internationale Vertriebsnetz von Bene hat bereits lange Tradition: Erste Schritte auf globales Terrain tat man schon Ende der 1970er Jahre, in den folgenden Jahrzehnten wurde der Markt kontinuierlich erweitert. Um internationalen Ansprüchen gerecht zu werden und die Arbeitswelten proaktiv mitgestalten zu können, genügt es allerdings nicht, nur "Vor-Ort" zu sein. Sehr früh war das Produktportfolio der Marke Bene bereits international ausgerichtet und punktete zudem durch seinen starken Bezug zu Architektur und Design.

Jürgen Löschenkohl, Vertriebsleiter International West, der den Eintritt Benes in die Region Middle East & Afrika vorbereitet hat, weiß, was globale Projekte herausfordernd, aber auch richtig spannend macht.

Komplexe Import-Prozesse, eine lückenhafte Infrastruktur oder eine angespannte politische Situation können den Vertriebs- und Montageteams einiges Kopfzerbrechen bereiten. Neben praktischem Know-How und fachlicher Kompetenz braucht es aber für den Erfolg, so Löschenkohl, vor allem eines: Neugier. Das Interesse an der anderen Kultur, der Aufbau von Vertrauen und eine hohe soziale Kompetenz sind Schlüsselfaktoren für die Akquisition und Umsetzung von internationalen Projekten. "Nur wer bereit ist, sich immer wieder auf Neues einzulassen, kann ein Gespür für die Anforderungen der unterschiedlichsten Kulturen entwickeln und diese in hochwertigen Konzepten abbilden."
 

Voneinander lernen

Ein allgemeingültiges Erfolgsrezept gebe es, so Löschenkohl, allerdings nicht. "Menschen haben ein sehr feines Gespür dafür, wer wirklich Kompetenz und Professionalität mitbringt. Der Individualismus jedes Einzelnen führt zum Erfolg - oder eben nicht."

Läuft alles gut, hat man am Ende nicht nur ein Büroprojekt verwirklicht, sondern auch voneinander gelernt - und zwar fachlich, menschlich und kulturell.

  

Autor

Angelika Molk

Corporate Marketing Manager

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