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Mythos Holz – Der Trend zur Wertigkeit

Holz Handwerk Lebensraum

"Jedes Stück Holz stammt vom Baum und wir Menschen brauchen die Bäume, um auf diesem Planeten zu überleben. Die Seele der Bäume lebt im Holz weiter. Holz ist beseelt, ist kein totes Material."
Efthymios Warlamis, Holzdesigner


Holz. Hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich weit mehr als nur Cellulose und Lignin. Ganz gleichgültig wie viel an Holz geschnitten, gesägt, gehobelt, gebeizt und lackiert wurde, immer schimmert die vitale Lebendigkeit und die Kraft des Werdens und Wachsens durch. Inspiriert uns, wärmt uns, ist authentisch und vermittelt das Gefühl geborgen zu sein. Von dieser Stimmung angenehm berührt, umgeben wir uns gerne mit dem Werkstoff Holz. Der Mensch unterliegt seiner Kraft, ob zu Hause oder im Büro. Holz steht für Wertigkeit, Beständigkeit, behagliche Eleganz – und Qualität.
 

Schwarz wie Ebenholz

Auffallend ist derzeit die Tendenz zu dunklen Hölzern, zu dekorativer Maserung und grober Struktur. Exoten wie Makassar und Zebrano erleben eine Renaissance. Das braune bis tiefschwarze Ebenholz Makassar erfreute sich bereits im Altertum größter Beliebtheit, und das edle Zebrano zählt seit jeher zu einem der luxuriösesten und dekorativsten Hölzer Afrikas. Wertvolle Musikinstrumente, Holzkonsolen in den Armaturenbrettern von Luxusautos, erlesene Möbel, die schönsten Intarsien und manche Kunstgegenstände sind aus diesen Edelhölzern gefertigt. Luxushölzer finden heute wieder großen Anklang. Und das nicht nur bei auserlesenen Gegenständen, sondern auch bei Wohnmöbeln in Küche und Bad bis hin zum Managementbüro.

Ausgeklügelte Technologien ermöglichen jetzt industrielle Serienfertigung und bessere Oberflächenveredelung. Meist werden die Hölzer ihrem Naturell entsprechend matt und offenporig lackiert, gerade so, dass die Oberfläche entsprechend geschützt ist, ohne aber die spezifischen optischen Holzeigenschaften zu überdecken.
 

Natur pur mit Mut zur Abweichung

Ausschlaggebend ist neben den technischen Innovationen aber ein Richtungswechsel im ästhetischen Empfinden. Bis vor wenigen Jahren dominierten Holzmöbel in schlichter Zurückgenommenheit und Gleichmäßigkeit. Helle, feine und schlicht gemaserte Hölzer wie Buche, Birke, Kirsche und Ahorn waren gefragt. Während uns im digitalen Zeitalter virtuelle Ebenmäßigkeit seit mehr als einem Jahrzehnt auf Schritt und Tritt verfolgt, scheint eine Sehnsucht nach "ungehobelter" Natur virulent zu werden und spiegelt sich auch im Möbeldesign wider. Der Mut zu starken Strukturen ist so groß wie nie.

Scheinbar unbehandelt, entsprechen die "natürlichen" Holzoberflächen dank immer besserer Technologien allen zeitgemäßen Anforderungen von Haltbarkeit und Haptik. Denn bei aller Naturliebe, einen Schiefer will sich doch niemand einziehen. Und darüber hinaus wird Natur nie alt – sie verändert sich, und etwaige Spuren der Zeit werden liebevoll als Patina anerkannt.
 

Symbol für Leben

Holz ist und war, in welcher Form auch immer, ständig um uns. Wald war einmal der wichtigste Lebensraum, der Mensch nutzte Holz als erstes Material für Werkzeuge und Waffen, für Baumaterial und Brennstoff. Es wundert daher nicht, dass das Wort "Holz" zu den allerersten Wörtern in der Menschheitsgeschichte gehört. Im Deutschen blieb das Wort seit den ersten Belegen aus dem 8.Jahrhundert völlig unverändert, eine Konstanz, die die "Urwüchsigkeit" des Wortes widerspiegelt.

Um Holz ranken sich viele mythologische Geschichten und Legenden. Der Baum ist in vielen Religionen und Brauchtümern als Symbol für Leben verwurzelt. Was unsere Vorfahren schon erahnten, ist heute längst wissenschaftlich belegt. Wälder sind komplexe Ökosysteme. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas. Sie stellen die einzig wirksame Kohlendioxidsenke dar und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Darüber hinaus ist der Artenreichtum der Wälder ein unerschöpflicher Genpool.
 

Neue Furniere bei Bene

Bene setzt ab sofort auf mehr Auswahl, Individualität und Exklusivität: Neben Buche und Kirsche sind jetzt auch Eiche, Ahorn, Nuss, Makassar und Zebrano im Standard-Sortiment. Dies eröffnet ein großes Gestaltungsspektrum für unsere Kunden.

Hohe Handwerksqualität in Symbiose mit industrieller Furnierverarbeitung und eine große Auswahl bieten ein hochwertiges Gestaltungsinstrument, das auf das ganze Bene-Sortiment anwendbar ist. Die Ausweitung der Furnier-Palette konnte Bene durch die Industrialisierung eines zweiten Lacksystems für großporige Holzoberflächen ermöglichen. Diese Technik funktioniert lösungsmittelfrei auf Wasserlackbasis und erfüllt die hohen Umweltstandards von Bene.
 

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