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Sprechen über Architektur: Programm 2018/2019

Architektur Event

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und dazu prominente Architekten und Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen eingeladen, die für die Entwicklung einer qualitätsvollen Architektur maßgeblich waren. Dazu zählen Alvar Aalto, Jakob B. Bakema, Willem M. Dudok, Otto Frei, Richard Buckminster Fuller, Yona Friedman, Richard Neutra, Ernesto N. Rogers, Konrad Wachsmann, Jean Nouvel und Wissenschaftler wie Theodor W. Adorno, Lucius Burckhardt, Oskar Morgenstern u. v. a. Die gegenwärtige Vortragsreihe Sprechen über Architektur schließt daran an und gibt Einblick in die hohe Qualität des Architekturschaffens und der Baukulturarbeit in Österreich, womit die ZV ihrem wichtigsten Zweck entspricht: Die Baukunst zu fördern und das Verständnis der Allgemeinheit dafür zu heben.

Wir freuen uns, die ZV bei der Veranstaltungsreihe unterstützen zu können, und präsentieren die nächsten Vorträge, die wie gewohnt im Bene Showroom in der Wiener Neutorgasse stattfinden werden:

15. November 2018
Neue Wohnformen: Lebensräume zwischen Partizipation und öffentlichem Kulturanspruch.

Der Wohnbau ist der am meisten politisch regulierte und öffentlich administrierte Bereich in der
Architektur, zugleich geht es hier um die privatesten Räume für Menschen. Durch die Menge an Wohnraum in einer Stadt ergibt sich auch sein städtebauliches Gewicht. Allein diese zwei Aspekte zeigen, warum der Wohnbau die komplexeste und gesellschaftlich relevanteste Aufgabe in der Architektur ist, hier stellen sich die umfassenden kulturellen, sozialen und ökonomischen Fragen der Architektur und der Gesellschaft in jeder Zeit.
Die Lebensvorstellungen sind heute vielfältig und die Lebensumstände ändern sich laufend. Wie ist eine Gemeinschaft in der Lage, Menschen Räume als elementare Grundlage und als Ort anzubieten, Räume, in denen sie sich nach ihren Möglichkeiten und Sehnsüchten ihr alltägliches Leben einrichten können?

Werner Neuwirth (Architekt und ZV-Vorstandsmitglied)
im Gespräch mit:
Bettina Götz (ARTEC Architekten), Raimund Gutmann (wohnbund:consult, stadt.raum.entwicklung), Elsa Prochazka (Architektin) und Gregor Puscher (Geschäftsführer Wohnfonds Wien).

15. November 2018, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

6. Dezember 2018
Caramel

Günter Katherl, Martin Haller und Ulrich Aspetsberger arbeiten seit 2001 erfolgreich unter dem Namen Caramel zusammen. Der Werkkatalog des Büros umfasst eine Vielzahl an Bauaufgaben unterschiedlicher Größenordnung, die sie von Vorarlberg bis Wien und außerhalb Österreichs realisieren. Zu den Großprojekten zählen der Science Park Linz, die Adidas World of Sports West Herzogenaurach (D), das WIFI in Dornbirn oder der Schulkomplex in Krems. Das Büro setzt auch auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben, woraus vor allem die jüngsten Bauaufträge resultieren. Neben der Umsetzung von Großbauten widmet sich das Trio Designstudien und innovativen Einfamilienhausprojekten, wobei bei allen Aufgaben der „Idealismus und Erfindergeist ganz oben steht“. Vortragsreihen, Lehrveranstaltungen und Kunstprojekte, wie der Beitrag für den österreichischen Pavillon bei der Architekturbiennale 2016 in Venedig, sind für Caramel das Salz in der Suppe des Architekturalltags.

6. Dezember 2018, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.caramel.at
 

13. Dezember 2018
Sascha Bradic, NMPB Architekten

Nach dem Studium der Architektur an der TU in Zagreb gründete Stefan Bradic 1994 mit Ines Nizic das Büro architektur.bn. 1995 begann er seine Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Wien, wo er seit 2002 an der Abteilung für Wohnbau und Entwerfen unterrichtet.
Er ist Ausstellungskurator, Vortragender bei internationalen Seminaren im In- und Ausland und Teilnehmer an Workshops und Architekturseminaren. Nach seiner langjährigen Mitarbeit als Projektarchitekt bei NMP Architekten, stieg Sascha Bradic 2003 als jüngster Partner in die Bürogemeinschaft ein und gründete mit Manfred Nehrer und Herbert Pohl das Büro NMPB Architekten. Die Bandbreite des Werkkatalogs umfasst realisierte oder sich derzeit in Ausführung befindliche öffentliche Bauten wie Schulen, Universitätsgebäude, sowie Bürogebäude und Wohnbauten, zu denen aktuell der Campus Caritas Vinzenzgasse, der Gemeindewohnbau Fontanastraße oder das Bürgerzentrum Böheimkirchen zählen.

13. Dezember 2018, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.nmpb.at
 

17. Jänner 2019
Gabriele Kaiser

Gabriele Kaiser ist Architekturpublizistin und Kuratorin. Ihr Arbeits- und Forschungsschwerpunkt liegt in der Architektur und den Architekturfachzeitschriften in Österreich nach 1945. Von 1996–2000 war sie Redakteurin bei architektur aktuell und anschließend 2001–2010 Kuratorin im Architekturzentrum Wien (Az W). Einen wichtigen Beitrag leistete Kaiser bei ihrer Mitarbeit am 3. Band des Führers „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“ (2010) von Friedrich Achleitner. Seit 2009 lehrt sie Architekturgeschichte an der Kunstuniversität Linz und übernahm 2010 für 6 Jahre die Leitung des architekturforum oberösterreich (afo). Sie ist Mitbegründerin von Diachron –Verein zur Verbreitung und Vertiefung des Wissens über Architektur. Ebenso engagiert sie sich als Vorstandsmitglied der ÖGFA seit 2016 für „das Denken über Architektur und gelebte Baukultur“. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Beiträge zur zeitgenössischen österreichischen Architektur.

17. Jänner 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

24. Jänner 2019
Hugo Dworzak

Hugo Dworzak (*1957) studierte Architektur an der Universität Innsbruck (1987). 1989 folgte der Master of Architecture am Pratt Institute (NY) sowie die Gründung seines Büros in Dornbirn. Bereits seit 1990 engagierte er sich in der Lehre und unterrichtete an der Universität Innsbruck und als Gastprofessor und Workshopteilnehmer an diversen internationalen Universitäten. Seit 1999 ist er an der Universität Liechtenstein tätig, wo er von 2012-2016 Leiter des Instituts für Architektur und Raumentwicklung war. Sein Werkkatalog ist von besonderen Bauaufgaben charakterisiert, wie der fahrbaren Kapelle eines Fußballclubs (2007) oder der Revitalisierung einer Stickereihalle (2013), die mit diversen Architekturpreisen ausgezeichnet wurden. 2016 wurde Stephan Grabher Büropartner und die „architekturwerkstatt dworzak-grabher“ gegründet. Mit Projekten wie der Sägerbrücke in Dornbirn, die 2017 u.a. mit dem ZV Bauherrnpreis ausgezeichnet wurde, wird der erfolgreiche Weg des Büros fortgesetzt.

24. Jänner 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.hugodworzak.at
 

7. März 2019
Carla Lo

Carla Lo (*1976, Heidelberg) studierte an der TU Wien und an der Universität für Bodenkultur in Wien, wo sie 2003 diplomierte und an der sie heute am Institut für Landschaftsarchitektur lehrt. Als Ingenieurkonsulentin für Landschaftsplanung und Landschaftspflege führt sie erfolgreich ihr eigenes Büro „Carla Lo Landschaftsarchitektur“ in Wien und beschäftigt sich mit Aufgaben, wie „Landschaftsarchitektur, Objektplanung im städtischen und ländlichen Kontext, Planung von Privatgärten, Parkanlagen, Plätze, Wohnhausanlagen, Freiraumorientierte Stadtplanung und Landschaftsurbanistik, Gartendenkmalpflege und Landschaftsplanerische Begleitmaßnahmen“. Zu ihren jüngsten Projekten zählen sowohl Freiraumgestaltungen für Wohnbauprojekte (DC Living, Schichtgründe, Star 22) als auch Gestaltungen von Platz- und Parkanlagen (Johann-Nepomuk-Berger-Platz, Pius-Parsch-Platz, Sachsenpark). Mit großem Erfolg fand 2017 die Gartenschau in Kremsmünster statt, die von ihr an drei Standorten und auf einer Fläche von 22 Hektar geplant wurde.

7. März 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

14. März 2019
Johannes Wiesflecker

Johannes Wiesflecker (*1961, Brixlegg) absolvierte sein Architekturstudium 1989 an der Universität Innsbruck. Seit 1994 betreibt er sein eigenes Büro in Innsbruck und prägte mit seinen frühen Bauten vor allem die Stadt Innsbruck, wie der Sparkasse Innsbruck am Sparkassenplatz (2005), dem Schülerhort Kaysergarten (2008) oder dem Studentenheim Bischof Paulus (2008). Aber auch eine Vielzahl von Wohnbauten zählen zu seinem Werkkatalog, so der Wohnbau GHS Aldrans (2013) oder die preisgekrönte Wohnbebauung f49 (2016) in Innsbruck, die in Zusammenarbeit mit Michael Kritzinger entstand und ein gutes Beispiel einer gelungenen Verbindung eines Wohnbaus mit dem öffentlichen Raum darstellt. Zu den wichtigsten Arbeiten aus den letzten Jahren zählt auch die prämierte Tourismusschule in St. Johann in Tirol (2017). Aktuelle Projekte des Büros sind u.a. das Hybride Quartier Brünnerstrasse in Wien, das Franziskanerkloster in Salzburg oder das Stadthotel in Kufstein.

14. März 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
www.wiesflecker-architekten.com
 

21. März 2019
Patrick Lüth, Snøhetta

Patrick Lüth (*1976) studierte Architektur an der Universität Innsbruck. Seit 2005 arbeitet er bei dem international tätigen Büro Snøhetta, das 1989 in Oslo als gemeinschaftlich geführtes Studio für Architektur- und Landschaftsplanung gegründet wurde, mit heute zwei Hauptstudios in Oslo und New York sowie Studios in San Francisco, Innsbruck, Stockholm und Adelaide. Lüth begann bei Snøhetta in Oslo als Praktikant und begleitete aufgrund seiner außergewöhnlichen 3D-Fähigkeiten viele internationale Wettbewerbe. Er war an einigen der spektakulärsten Design-Einreichungen von Snøhetta beteiligt. Seit 2011 leitet er das Snøhetta Studio in Innsbruck. Von 2011 bis 2014 lehrte Lüth an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck am Institut für Konstruktion und Gestaltung. Neben internationalen Wettbewerbserfolgen zählen die Swarovski Kristallwelten Evolution (2015) und die Swarovski Manufaktur (2018) in Wattens zu den Projekten der letzten Jahre.
www.snohetta.com

21. März 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

28. März 2019
Innauer Matt

Markus Innauer (*1980) und Sven Matt (*1980) gründeten 2012 ihr gemeinsames Büro in Bezau im Bregenzerwald. Innauer studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie an der University of California in Los Angeles, Matt an der Technischen Hochschule in Innsbruck und Wien. Ihr architektonischer Werkkatalog ist vielfältig und reicht von Berg- und Talstationen, Restaurants, über Kindergärten hin zu Häusern, die „Townhouse Pia“ oder „Haus für Julia und Björn“ heißen. Sie interpretieren Aufgaben nahe am Ort, der Landschaft und ihren Bewohnern und kommen bei komplexen Zusammenhängen zu unerwartet klaren Lösungen. Zentrales Motiv ist stets die Suche nach einer Baukunst, die durch eine unaufgeregte Alltäglichkeit vertraute Orte mit Bestand schafft und die Architektur nicht neu erfinden will. Mehrere Auszeichnungen, wie der jüngste ZV-Bauherrenpreis 2018 (Preisträger) für die Georunde Rindberg zeugen vom erfolgreichen Weg des Architekten-Duos.
www.innauer-matt.com

28. März 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

4. April 2019
Heri & Salli

Heribert Wolfmayr (*1973) und Josef Saller (*1971) stehen hinter dem Namen heri&salli, die nach ihrem Architekturstudium in Graz und Lehrjahren bei Günther Domenig sowie Coop Himmeb(l)au 2004 ihr eigenes Büro in Wien gründeten. Ihrem Leitbild entsprechend arbeiten sie an architektonischen, räumlichen und temporären Konzepten, welche ihr tatsächliches Ziel erst im realisierten, dem Menschen gegenübergestelltem Objekt erreichen. Ihre Arbeit vermitteln sie auch in Lehrveranstaltungen und Workshops an diversen Universitäten. Künstlerische und konzeptuelle Projekte sowie eine Vielzahl an Ausstellungsprojekten reihen sich in die Werkliste ihres Büros. Zu ihren aktuellen Projekten zählen das bekannte Flederhaus (2011-2018) sowie Wettbewerbserfolge, wie die Music-Box (2017) und das Forum am Seebogen (2018). Als Würdigung für ihr bisheriges architektonisches Lebenswerk erhielt das Büro heri&salli 2018 den Preis der Stadt Wien für Architektur.
www.heriundsalli.com

4. April 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

9. Mai 2019, 19 Uhr
Anna Wickenhauser

Anna Wickenhauser (*1968 in Graz) absolvierte ihr Architekturstudium an der TU Graz, der ETH Zürich und der UdK Berlin. 2001 gründete sie ihr Büro in Kopenhagen und setzte ihre selbständige Tätigkeit 2004 in Wien fort. Neben Privathäusern, Wohnungsumbauten und Möbelentwürfen realisierte sie die Büroaufstockung des Kindermuseums Wien. Die Auseinandersetzung mit dem Bestand ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Das Charakteristische eines Ortes herauszuarbeiten, dieses durch gezielte Eingriffe sichtbar zu machen und neu zu interpretieren kennzeichnet ihre Arbeit. In enger Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und KunsthistorikerInnen entstehen Projekte, wie die Altarraumgestaltung in Zell a.d. Pram mit Siegrun Appelt, die Revitalisierung der Paulinenwarte mit Henny Liebhart-Ulm und die Mirror Grid Passage mit Gerold Tagwerker. 2014 realisierte sie die mit dem Holzbaupreis wienwood 15 ausgezeichnete Gartensiedlung Seefeldergasse in Wien und das Brunnenhaus in Maria Siebenbrünn mit Henny Liebhart-Ulm (Nominierung ZV-Bauherrenpreis 2015). Zu den jüngsten Projekten zählt das Atelier Schmuck Krainer in Wien.
www.annawickenhauser.at

9. Mai 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

16. Mai 2019, 19 Uhr
Mario Cucinella

Der in Palermo geborene Mario Cucinella ist Gründer von MCA (Mario Cucinella Architects), einem Architekturbüro mit Sitz in Bologna. Im Verlauf des über 20jährigen Bestehens konnte sich MCA ein umfangreiches Know-how in den Bereichen Architektur und Stadtplanung aneignen. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich Energiefragen und Umweltbelastung von Gebäuden. 2012 gründete Cucinella die Non-Profit-Organisation Building Green Futures (BGF), zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung durch grüne Architektur und Stadterneuerung. 2015 folgte die Gründung der SOS - School of Sustainability – eine Postgraduierten Ausbildung in Bologna. 2016 wurde er Mitglied des Royal Institute of British Architects (RIBA) und 2017 Ehrenmitglied des American Institute of Architects (AIA). 2018 kuratierte er den italienischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Er baut in der ganzen Welt und seine Arbeiten finden sich im Bildungs-, Gesundheits-, Wohn- und im städtischen Bereich. Nach dem Erfolg beim Wettbewerb 2017 plant MCA nun auch in Wien zwei Hochhäuser im Stadtteil „Viertel Zwei“.
www.mcarchitects.it

16. Mai 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

23. Mai 2019, 19 Uhr
Stadt als Kulturleistung

ExpertInnen diskutieren über mögliche Verfahren zur Entwicklung von Qualitäten öffentlicher Räume und Bauwerke.

Much Untertrifaller (Architekt und ZV-Vorstandsmitglied) im Gespräch mit: Elke Delugan-Meissl (Architektin), Markus Peter (Architekt), Bernhard Steger (Leiter MA 21A- Stadtteilplanung und Flächennutzung Innen-Südwest)

23. Mai 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

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