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Sprechen über Architektur: Programm 2019/2020

Architektur Event

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und dazu prominente Architekten und Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen eingeladen, die für die Entwicklung einer qualitätsvollen Architektur maßgeblich waren. Dazu zählen Alvar Aalto, Jakob B. Bakema, Willem M. Dudok, Otto Frei, Richard Buckminster Fuller, Yona Friedman, Richard Neutra, Ernesto N. Rogers, Konrad Wachsmann, Jean Nouvel und Wissenschaftler wie Theodor W. Adorno, Lucius Burckhardt, Oskar Morgenstern u. v. a. Die gegenwärtige Vortragsreihe Sprechen über Architektur schließt daran an und gibt Einblick in die hohe Qualität des Architekturschaffens und der Baukulturarbeit in Österreich, womit die ZV ihrem wichtigsten Zweck entspricht: Die Baukunst zu fördern und das Verständnis der Allgemeinheit dafür zu heben.

Wir freuen uns, die ZV bei der Veranstaltungsreihe unterstützen zu können, und präsentieren die nächsten Vorträge, die wie gewohnt im Bene Showroom in der Wiener Neutorgasse stattfinden werden:

12. Dezember 2019
Rüdiger Lainer

Wissenschaftliche und künstlerische Interessen begleiteten das Architekturstudium von Rüdiger Lainer an der TU Wien, wo Karl Schwanzer sein Mentor war. 1985 begann er seinen erfolgreichen Weg als freischaffender Architekt. Von 1995 bis 2006 war er Professor und Leiter der Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien und prägte mit seiner Lehre die jüngere Generation. 2005 fand er in Oliver Sterl einen engagierten Partner, mit dem er RLP Rüdiger Lainer + Partner gründete. Die Projekte des Büros reichen vom Dachpavillon in der Wiener Seilergasse über die Urbane Partitur des Flugfeldes Aspern bis zum Holzhochhaus HoHo Wien. Rüdiger Lainer will mit Architektur Mehrwert generieren – für Auftraggeber, Nutzer und die Öffentlichkeit. Als Vorsitzender zahlreicher Wettbewerbsjurys und lokaler Fachbeiräte ist Lainer ein ambitionierter Vermittler von qualitätsvoller Architektur, das sich auch in seiner langjährigen Tätigkeit (1991-2009) als Vizepräsident der ZV der ArchitetkInnen Österreichs widerspiegelt.
www.lainer.at

12. Dezember 2019, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

16. Jänner 2020
Franz&Sue

Franz&Sue wurde 2017 von den geschäftsführenden Gesellschaftern Christian Ambos, Michael Anhammer, Robert Diem, Harald Höller und Erwin Stättner durch den Zusammenschluss von zwei bereits bestehenden Büros (Franz 2009/ Sue 2006) gegründet. In kürzester Zeit sicherten sie sich mit der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerbsgeschehen Aufträge für Bildungs-, Büro- und Wohnbauten, wie u.a. das Wohnhochhaus im neuen Nordbahnhofviertel Wien. Aufträge wie das Design der Wiener U-Bahn-Linie 5 oder das Chemieforschungszentrum in Maria Gugging folgten und erweitern das Spektrum ihrer Bauaufgaben. Jüngste Nominierungen für Projekte, wie dem Stadtelefanten Wien (2019) oder dem Justizgebäude in Salzburg (2018), bestätigen den erfolgreichen Weg des jungen Büros. Es ist eine „Architektur der gelebten Solidarität“, die Franz&Sue ein besonderes Anliegen ist und wozu auch der von ihnen vor mehr als 10 Jahren initiierte „Fight Club“ zählt, ein offenes Format, bei dem monatlich Architekturschaffende ihre in Entwicklung befindlichen Projekte präsentieren und diskutieren.
www.franzundsue.at

16. Jänner 2020, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

23. Jänner 2020
Nott Caviezel

Nach dem Studium der Kunst- und Architekturgeschichte, der Geschichte sowie eines Klarinettenstudiums in Freiburg absolvierte Nott Caviezel eine Ausbildung als Mittelalterarchäologe. Seit 1990 war er Lehrbeauftragter für Architekturgeschichte und Denkmalpflege an der Hochschule der Künste Bern und von 1987-1995 Direktor der Gesellschaft für schweizerische Kunstgeschichte. Es folgten ein Forschungsprojekt über die spätmittelalterliche Sakralarchitektur im Alpenraum und eine Lehrstuhlvertretung sowie Lehraufträge an den Universitäten Bern und Lausanne. Seine Lehrtätigkeit wurde von Forschungs- und Publikationsprojekten zur Architektur und Malerei des Mittelalters und des 19./20. Jh. sowie zu denkmalpflegerischen Themen und zur Gegenwartsarchitektur begleitet. Von 2002–2011 war Caviezel Chefredakteur von der Zeitschrift für Architektur und Städtebau werk, bauen + wohnen und wurde 2009 Präsident der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (bis 2018). 2011 wurde er an den Lehrstuhl für „Denkmalpflege und Bauen im Bestand“ der Technischen Universität Wien berufen, den er bis heute innehat.

23. Jänner 2020, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

30. Jänner 2020
Plov Architekten

Marion Gruber und Christoph Leitner studierten Architektur an der TU Wien und gründeten 2009 das Büro PLOV Architekten ZT. Das Wort PLOV kommt aus Tashkent und bezeichnet ein Potpourri aus Gewürzen und Zutaten, die jedes Mal anders aber immer köstlich schmeckt. Eine gut gewählte Metapher für ihre Arbeit, die von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig ist und durch verknüpfen, probieren, abwägen und ausloten aller Möglichkeiten ziel- und lösungsorientierte Projekte ganz unterschiedlichen Maßstabs hervorbringt. Vom Einfamilienhaus über ein Generationenwohnhaus, Erweiterungen und Sanierungen von diversen Bildungseinrichtungen, bis hin zu großflächigen Wohnbebauungen reicht ihr Werkkatalog. PLOV sieht sich als Projektlabor, das auch quer denkt und ihre Arbeit als ehrlich, funktional und selbstbewusst bezeichnen und dabei Klarheit und Einfachheit in der räumlichen Umsetzung suchen.
www.plov.at

30. Jänner 2020, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

5. März 2020
SUPERBLOCK

Das Architekturbüro SUPERBLOCK wurde 2003 von Christoph und Verena Mörkl gegründet. Seit 2006 beteiligt sich ein eingesessenes Team von engagierten Mitarbeitern an der wachsenden Zahl von Projekten, die Großteils in Österreich und Deutschland angesiedelt sind. Die vorwiegenden Bearbeitungsfelder sind sowohl der geförderte als auch der frei finanzierte Wohnbau, zudem die Planung von Betreuungs- und Sozialeinrichtungen, Innenarchitektur sowie das Bauen im Bestand. Ebenso zählen die Erarbeitung städtebaulicher Entwicklungsstrategien, sowie die Erstellung von Bebauungsstudien, städtebaulicher Konzepte und theoretischer Studien zu Themen der Stadtentwicklung und Wohnbauproduktion zu ihren Arbeitsbereichen. Ihre jüngsten fertiggestellten Bauten sind ein geförderter Neubau eines Wohnhauses und einer Betreuungseinrichtung im Stadtentwicklungsgebiet „In der Wiesen“ und das frei finanzierte Wohnhaus „Nord 19“ im Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof.
www.superblock.at

5. März 2020, 19 Uhr
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

12. März 2020 ENTFÄLLT*
Klaus Kada

Klaus Kada wurde 1940 in Leibnitz geboren und schloss 1971 das Studium der Architektur an der TU Graz ab. Nach seiner Mitarbeit in verschiedenen Büros in Graz und Düsseldorf gründete er 1976 sein eigenes Architekturbüro in Leibnitz. 1988 folgte ein weiteres Büro in Graz und 1999 schließlich die Gründung des Architekturbüros Kadawittfeldarchitektur gemeinsam mit Gerhard Wittfeld in Aachen (D). Von 1995 bis 2006 war er Universitätsprofessor an der Fakultät für Architektur (Entwerfen von Hochbauten und Gebäudelehre) an der RWTH Aachen sowie Gastprofessor an der Hochschule für Künste in Bremen und der TU München. Er realisierte eine große Anzahl öffentlicher Bauten, als auch Projekte für private Auftraggeber. Seine Projekte wurden mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, u.a. mehrfache Verleihung des Preises des Landes Steiermark und des Österreichischen ZV-Bauherrnpreises prämiert. Sein umfangreicher Werkkatalog umfasst Bauten, wie u. a. die Stadthalle Graz (2002), das Festspielhaus St. Pölten (1997), das Glasmuseum in Bärnbach (1988) oder das Pflanzenphysiologische Institut der Universität Graz (1988).

12. März 2020, 19 Uhr ENTFÄLLT*
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien
 

19. März 2020 ENTFÄLLT*
einszueins architektur

Katharina Bayer und Markus Zilker gründeten 2006 das Büro einszueins architektur, das 2018 mit Markus Pendlmayr erweitert wurde und nun unter den Namen einszueins architekur ZT GMBH geführt wird. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Wohnbau, den sie als sozial- und stadtprägende Aufgabe bezeichnen. Aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus liegt ihre Kernkompetenz im kooperativen und partizipativen Planungsansatz. Eine frühzeitige Einbindung aller Beteiligten ist für sie die Grundlage für ganzheitliche Konzepte und eine nachhaltige, integrative Architektur. Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen brauchen neue Wege, die einszueins durch eine kooperative Arbeitsweise und gemeinschaftlichen Unternehmungen wie Baugruppen beschreiten. Der Erfolg ihrer Arbeit spiegelt sich in Preisen und Auszeichnungen, darunter der Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit sowie der Hans Sauer Preis. Zu ihren aktuellen Projekten zählt u.a. das Baugruppenprojekt „HausWirtschaft“ am Nordbahnhof, eine Verbindung der Lebensbereiche Arbeit und Wohnen.
www.einszueins.at

19. März 2020, 19 Uhr ENTFÄLLT*
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

26. März 2020, 19 Uhr ENTFÄLLT*
Wilfried Kuehn

Wilfried Kuehn hat nach seinem Studium der Architektur in Mailand und Lissabon 2001 in Berlin zusammen mit Simona Malvezzi und Johannes Kuehn das Büro Kuehn Malvezzi gegründet. Sie arbeiten als Architekten, Designer und Kuratoren mit dem Schwerpunkt öffentliche Räume, Museumsarchitektur und Ausstellungsgestaltung. Zu den realisierten Projekten des Büros gehören u.a. die Erweiterungen des Hamburger Bahnhofs – Museum der Gegenwart in Berlin (2004), des Museums Belvedere in Wien (2009) sowie der Modernen Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken (2017). Kuehn Malvezzi gewann auch mehrere internationale Wettbewerbe wie z.B. für das Insektarium in Montreal 2014, das derzeit im Bau ist. 2008 zog der Wettbewerbsbeitrag zum Humboldt-Forum in Berlin große Aufmerksamkeit auf ihre Arbeit. Projekte von Kuehn Malvezzi wurden auf mehreren Architekturbiennalen in Venedig und auf der Manifesta 7 in Trient gezeigt. Das Büro gehörte zu den Teilnehmern der ersten Architekturbiennale in Chicago 2015 sowie der 2. Ausgabe 2017. Seit 2018 leitet Wilfried Kuehn den Lehrstuhl für den Forschungsbereich Raumgestaltung und Entwerfen an der Technischen Universität Wien.
www.kuehnmalvezzi.com

26. März 2020, 19 Uhr ENTFÄLLT*
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

2. April 2020 ENTFÄLLT*
transparadiso

transparadiso wurde 1999 von Barbara Holub und Paul Rajakovics gegründet und versteht sich als transdisziplinäre Praxis zwischen Urbanismus, künstlerisch-urbaner Intervention und Architektur. Ihr Schwerpunkt liegt auf interdisziplinären Verbindungen zwischen Kunst, Urbanismus und Architektur, Theorie und Praxis. Sie befassen sich mit der Frage, wie sozial engagierter Urbanismus und Architektur zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen können. Dabei wird mit der Planungsmethode des „direkten Urbanismus“ die Dichotomie zwischen Planung und urbanen Handlungsraum aufgehoben. Sie lehren sowohl an nationalen als auch internationalen Institutionen, wie der TU Wien, der Universität für angewandte Kunst Wien sowie The Bartlett London und dem Innovationsfonds für Kultur im öffentlichen Raum in Stuttgart. Ihre Arbeit wurde 2018 mit dem Österreichischen Kunstpreis und 2007 mit dem Otto-Wagner-Städtebaupreis ausgezeichnet. Zu ihren aktuellen Architekturprojekten und Ausstellungen zählen u.a. Wimhölzel-Hinterland/Linz, WoGEN Quartiershaus/Wien, Quartier Bienvenue/Wien, NORMAL/Kulturjahr Graz 2020 und das Shusev Museum of Architecture/Moskau.
www.transparadiso.com

2. April 2020, 19 Uhr ENTFÄLLT*
Bene, Neutorgasse 4–8, 1010 Wien

23. April 2020
Bevk Perovic Arhitekti

7. Mai 2020
Pentaplan

14. Mai 2020
Dietmar Eberle

*Entsprechend der Verordnung des Gesundheitsministeriums, müssen diese Veranstaltungen leider entfallen. Wir hoffen, die Reihe nach Ostern in gewohnter Weise fortsetzen zu können.

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