Trends

VON “9-TO-5” NACH “24/7”

Arbeitswelten Automatisierung After-Work

Im Büro nennt man Kurt den Dinosaurier: Er sitzt die meiste Zeit an seinem Arbeitsplatz und arbeitet alleine vor sich hin. Meetings feiert er als seltene und willkommene Abwechslung, Kaffeepausen mit KollegInnen zwischendurch schützen ihn vor Vereinsamung. Die Wissenschaft bezeichnet ihn als "stationärer Typ" und gibt sein "Aufkommen" mit 39,4% der Büro-Population an.

Peter und Ingrid sind moderne Flexibilisten: Man trifft sie "im Hause" da und dort, oft an ihrem Arbeitsplatz, oft an wechselnden Orten. Vor allem in den neuen Zonen des Büros wie dem Coffice sind sie gerne: Besprechungen laufen da ja viel entspannter ab. Das Büroleben von Ingrid und Peter ist abwechslungsreich und kommunikativ. Die Wissenschaft bezeichnet sie als "Wechsel-Typ" und gibt ihr Aufkommen mit 37,9% der Büro-Population an.

Jennifer gilt als die Nomadin: Man erreicht sie nur am Handy, sie arbeitet wo auch immer, zieht von Termin zu Termin, von Meeting zu Meeting. Mit Laptop und Blackberry hat sie ihr Büro immer dabei. Längere Zwischenstopps sind wie Oasen zum Auftanken. Die Wissenschaft bezeichnet Jennifer als "mobiler und variabler Typ" und gibt ihr Aufkommen mit 22,7% der Büro-Population an.

Erkennen Sie sich wieder?


Arbeitsorganisation

Arbeitsweisen und -stile haben sich in vielen Bereichen der Bürowelt bereits rasant verändert, die Dynamik der Veränderung nimmt ständig zu. Das heißt jedoch nicht, dass Büro-Dinosaurier aussterben müssen und nur Nomaden überleben können. Vielmehr geht es um die zur jeweiligen Tätigkeit und zum Typ passende Arbeitsweise – und um die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen nebeneinander.

Ausgangspunkt für unser Modell ist das tradierte Bild der Büroarbeit, wo Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsinhalte starr vorgegeben waren. Im Laufe der Jahre wurden durch geänderte organisatorische und technische Rahmenbedingungen alle drei Parameter flexibilisiert:

Zeit:  Die festen Arbeitszeiten haben sich zumeist auf sogenannte Kernzeiten reduziert. Jeder Mitarbeiter verfügt über zumindest einen individuellen Gestaltungsfreiraum (Gleitzeitmodell) bis hin zur völlig Anlass-bezogenen Aufgabenerfüllung (Bereitschaftsdienst).

Ort: In vielen Unternehmen wurde der Erfüllungsort der Aufgaben neu definiert. So arbeiten heute Mitarbeiter je nach Erfordernis auch zu Hause, vor Ort beim Kunden, im Auto/Zug/Hotel sowie in unterschiedlichsten Kombinationen.

Organisation: Die moderne Arbeitswelt erfordert dezentrale Verantwortung und Arbeit in wechselnden Matrix-Organisationen. Hier organisiert sich jeder einzelne Mitarbeiter permanent selbst neu, arbeitet in neuen Teams und Prozessen mit, um neue Aufgabenstellungen effizient und erfolgreich zu bewältigen.

 

24/7 (twentyfour/seven)

; In der extremsten Kumulation dieser neuen Erfordernisse bedeutet das für den Mitarbeiter, über die gesamte Arbeitswoche Anlass-bezogen immer neu geforderte Leistungen zu erbringen - zu jeder Zeit, an jedem Ort. In der Praxis ist der Grad der Flexibilität entlang jeder der drei Achsen unterschiedlich stark ausgeprägt: Dadurch definieren sich die unterschiedlichsten Aufgaben- und Arbeitstypen.

Um diesen Anforderungen entsprechen zu können, haben einige Tipps
für Sie gesammelt.

×

×
×