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Wo Licht ist, ist auch Farbe

Design Farbe Licht

Die Sehnsucht nach Licht und Farbe ist eines der stärksten emotionalen Bedürfnisse des Menschen. Licht und Farbe bilden eine Einheit, denn ohne Licht gäbe es keine Farbe. Farbe ist immer eine spezifische Form von Licht: deshalb geht es diesmal in unserer Office.Info Serie zum neuen „Bene Spectrum“ um erhellende Zusammenhänge.

"Farben sind die Kinder des Lichts."
Johann Wolfgang v. Goethe

Licht ist Bedingung für Farbe. Am Arbeitsplatz gilt richtige Beleuchtung somit als maßgeblich für unser Wohlbefinden.
 

Phänomen Licht

Licht besteht aus elektromagnetischen Schwingungen, die sich wellenförmig ausbreiten und je nach Wellenlänge verschiedene Wirkungen haben. Licht ist nur ein sehr kleiner Teil dieses Phänomens. Unsere wichtigste Lichtquelle ist die Sonne, allerdings nur ein Prozent des elektromagnetischen Sonnenspektrums ist das, was wir als Licht bezeichnen. Genau genommen betrifft es den Bereich von etwa 380 bis 720 Nanometern. Auf anderen Frequenzen schwingen zum Beispiel die extrem kurzwelligen Gammastrahlen, mit zunehmender Wellenlänge dann Röntgen-, UV-, Infrarot- und Radarstrahlen, bis hin zu den langwelligen Radio- und Rundfunkfrequenzen.

Weißes Sonnenlicht enthält alle Farben von Rot bis Violett. Farbig erscheint dieses Licht aber erst, wenn es in Einzelschwingungen gespalten wird.
 

Wie Sonne und Mond – Selbstleuchter und Reflexionsleuchter

Unsere wichtigste Lichtquelle, die Sonne, ist ein so genannter Selbstleuchter, also ein Körper, der für uns sichtbare elektromagnetische Strahlung erzeugt. Bei gewöhnlichem Tageslicht, wie auch dem blauen Himmel, handelt es sich vor allem um Streulicht der Sonne, das aufgrund der Lufthülle der Erde entsteht. Der Mond hingegen gehört zu den Reflexionsleuchtern, ist also ein Körper, der auffallendes Fremdlicht (von der Sonne) zum Leuchten benötigt.
 

Lichtfarben – Selbstleuchter

Als Lichtfarbe bezeichnet man Farben, die wir wahrnehmen, weil eine Lichtquelle – ein künstlicher Selbstleuchter wie eine Glühlampe oder aber die Sonne – unterschiedliche Wellenlängenbereiche abstrahlt. Die Grundfarben sind die Farben Rot, Grün und Blau. Durch Addition verschiedener Wellenlängenbereiche ergeben sich Mischfarben. Addiert man Rot, Grün und Blau, so entsteht weißes Licht. Durch Aufspalten des weißen Lichtes, etwa durch ein Glasprisma, entstehen wiederum sichtbare Farben.
 

Körperfarben – Reflexionsleuchter

Bei den Körperfarben hingegen handelt es sich um Farben, die dadurch entstehen, dass ein Körper nur bestimmte Wellenlängenbereiche des aufstrahlenden Lichtes reflektiert – und andere verschluckt. Auch hier gibt es ohne Licht keine Farbe, denn wo nichts aufgestrahlt wird, kann nichts reflektiert werden. Werden alle Lichtbestandteile verschluckt – ist also kein Licht vorhanden –, erscheint die Umgebung schwarz.
Die Farbe eines Reflexionsleuchters ist stark abhängig von dem Licht, das ihn bestrahlt. Rote Glühlampen etwa tauchen die gesamte Umgebung in einen Rot-Schwarz-Kontrast – obwohl die entsprechenden Gegenstände bei weißem Licht in ganz anderer Farbe erscheinen würden. Die Wahl der Lichtfarbe von künstlichen Selbstleuchtern ist demzufolge maßgeblich für die Wirkung eines Raumes.
 

Farbe sehen

Licht ist die Grundbedingung für Farbe. Die subjektive Farbempfindung, die Farbwahrnehmung, ist die Folge der Verarbeitung von Farbenergien im visuellen System des Menschen. Damit Licht bzw. Farbe wahrgenommen werden können, muss Licht zunächst die Netzhaut des Auges erreichen. Dort befinden sich die "Stäbchen" und die "Zapfen", die verantwortlich sind für das Farbsehen und die Wahrnehmung von Helligkeitsunterschieden. Von der Netzhaut werden die Impulse über die Sehnerven zur Sehrinde im Großhirn geleitet und in mehreren Gehirnregionen zu einer Farbempfindung verarbeitet.
 

Farbe fühlen

Lichtschwingungen und Energie werden nicht allein mit den Augen, sondern vom ganzen Körper, ganz besonders über die Haut, wahrgenommen. In den Körperzellen werden diese physikalischen Reize zu Nervenimpulsen umgewandelt und zum Gehirn weitergeleitet. Diese Nervenimpulse lösen im Gehirn Reaktionen aus, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Es ist in etwa der gleiche Effekt, den wir erleben, wenn wir Musik hören. In der Wahrnehmung solcher "Sensationen" liegt begründet, warum auch Blinde oder Menschen mit verbundenen Augen Farbenergien wahrnehmen können.

  

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