Greiner Technology & Innovation GmbH

Adresse: Praterstraße 1/14, 1020 Wien, Österreich

Branche: Wirtschaftsberatende Berufe

Jahr: 2020

Büroplanung: Bene GmbH

Mitten in Österreich größtem innovation hub, dem weXelerate, trifft der Startup-Spirit auf die internationale Kunststoffkompetenz des oberösterreichischen High-Tech Unternehmens. Das Team der Innovationsschmiede Greiner Technology & Innovation hat sich mit seinem neuen Office in Wien ambitionierte Ziele gesteckt.

Hannes Möseneder, Geschäftsführer der Greiner Technology & Innovation GmbH, im Interview über Greiner Innoventures, den Greiner Corporate Incubator, Innovationsmanagement & wie man eine kreative Umgebung für neue Ideen schafft.

1. Was waren die wichtigsten Anforderungen an die Bürogestaltung?

Unser Büro nimmt wesentlichen Einfluss auf unsere Arbeitsweise, die soziale Interaktion sowie die Kommunikation unter den Kolleginnen und Kollegen. Flexibilität und Modularität waren uns wichtig, um das Büro möglichst rasch an unsere sich ändernden Bedürfnisse anpassen zu können. So ist uns Raum für gemeinsames Arbeiten mindestens ebenso wichtig wie es ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sind, um Kollaboration und konzentrierte Einzelarbeit ideal kombinieren zu können. Da nun natürlich alle in einem einzigen großen Büro sitzen war auch die Akustikdämmung ein Thema, das wir optisch sehr ansprechend und effizient lösen konnten. Wir haben mit einem gut geplanten und durchgängigen Konzept, Farben, Material und Licht optimal kombiniert.

2. Warum haben Sie sich für diesen Standort (weXelerate) entschieden? Und was sind die Vorteile dieses Standortes?

Das weXelerate ist Österreichs größter Corporate Innovation Hub. Für uns als oberösterreichischen Kunststoffkonzern ist es immens wichtig, auch hier – einerseits in der Bundeshauptstadt, andererseits in genau diesem Hub - vor Ort zu sein. Nicht nur um uns mit anderen Unternehmen auszutauschen, sondern vor allem, um uns mit spannenden Startups zu vernetzen, uns inspirieren zu lassen, vom dynamischen und diversen Umfeld zu profitieren und jenes Wissen zu generieren, das es braucht, um in der eigenen Organisation den Wandel voranzutreiben. Und ein großes Plus ist natürlich auch das urbane Umfeld im Herzen Wiens.

3. Was bedeutet Innovation für Sie?

Von Innovation spricht man erst, wenn etwas Neues erfolgreich am Markt umgesetzt ist. Eine Idee, ein Projekt kann noch so einzigartig und vielversprechend sein, es ist nutzlos, wenn es nicht erfolgreich am Markt umgesetzt wird.

4. Wie bleibt man innovativ – als Unternehmen und als einzelner Mensch?

Nicht darauf zu vertrauen, dass die Zukunft die lineare Weiterentwicklung der Vergangenheit ist. Gerade die aktuelle Pandemie zeigt uns, dass es weniger um eine vermeintliche Planbarkeit der Zukunft als um die Anpassungsfähigkeit geht. Als Unternehmen wie als Individuum. Es geht nicht darum, die Zukunft vorauszusagen, sondern darum, sicherzustellen, dass man bereit ist, auf alles, was passieren könnte, zu reagieren. Die meisten Innovationen der letzten Jahre sind durch aggressives trial-and-error entstanden und nicht mithilfe umfangreicher Mehrjahrespläne.

5. Wie läuft der Innovationszyklus bei Greiner?

Wie gesagt ist eine gute aktuelle Performance keine Garantie für den zukünftigen Erfolg. Um langfristig Überleben und Wachstum zu sichern, müssen daher die Möglichkeiten für zukünftige Geschäfte außerhalb des aktuellen Scopes genauso professionell erarbeitet werden, wie die bestehenden Geschäftsbereiche immer wieder verbessert und ausgebaut werden. Das ist leichter gesagt als getan, denn viele Unternehmen scheitern daran Effizienz und Innovation strategisch zu verknüpfen. Bei Greiner haben wir den Weg einer „strukturellen Ambidextrie“ gewählt: Unsere operativen Einheiten sind gefordert, ihre Positionen mit kontinuierlichen Verbesserungen zu halten bzw. auszubauen. Wir hingegen haben den Vorteil, nichts verteidigen zu müssen und sogar disruptive Geschäftsmodelle und Technologien für Greiner von übermorgen ausprobieren zu können. Wir dürfen oder müssen sogar schnell Fehler machen, unsere Kollegen sollen nach Möglichkeit Fehler vermeiden.

6. Was steckt hinter dem Greiner Innoventures?

Innoventures ist der Name des Greiner Corporate Incubators, ist, in dem wir Chancen zum frühestmöglichen Zeitpunkt identifizieren und mit Hilfe von Company Building und Corporate Venturing in potenzielle Wettbewerbsvorteile transferieren. Mit Innoventures treiben wir - in einem vom Kerngeschäft des Konzerns losgelösten Bereich - frühphasige Projekte mit hohem wirtschaftlichem und technischem Risiko voran und setzen diese rasch um bzw. beenden diese gegebenenfalls ebenso rasch wieder.

7. Wie hat die aktuelle Pandemie ihre Arbeit / die Zusammenarbeit in Ihrem Team beeinflusst?

Glücklicherweise waren wir gut vorbereitet. Bei Greiner gab es bereits vor der Pandemie die Möglichkeit zu Home Office und Mobilen Arbeiten.  Kollaboratives Arbeiten auch ohne physische Nähe war also nicht neu für uns. Dass wir über einen so langen Zeitraum hinweg remote sein würden, war zwar nicht geplant, aber rückblickend lässt sich sagen, dass die Zusammenarbeit einwandfrei und effizient funktioniert und wir trotz physical distancing ein tatkräftiges Team sind.

8. Wie sieht Ihr persönlicher Arbeitsplatz heute und in Zukunft aus?

Unsere persönlichen Arbeitsplätze im weXelerate bieten alle viel Platz und Freiraum zur Gestaltung des persönlichen Bereiches einerseits, andererseits aber auch ausreichend Möglichkeiten zu Zusammenarbeit und zum Austausch in kleineren und größeren Gruppen.

Jetzt und auch in Zukunft werden wir nicht mehr immer alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein. Umso wichtiger wird das Büro als zentraler sozialer Treffpunkt für unser Team.

9. Wie glauben Sie wird sich die Arbeitswelt (durch die Pandemie und generell) verändern?

Wer zukünftig wann und wo sitzt wird deutlich flexibler sein. Die Gestaltung des Arbeitsbereiches wird also nicht nur im Büro wichtig sein und bleiben, sondern auch im Home Office oder anderswo, wie z.B. in co-working spaces. Ergonomie, Platz, funktionelle technische Ausrüstung, etc. werden zukünftig selbstverständlich an zwei oder mehreren Orten wichtig sein. Wieviel wir noch reisen, wird sich zeigen. Dass die moderne Technik hier viele Reisen möglicherweise obsolet macht, hat die aktuelle Situation gezeigt. Andererseits freuen wir uns alle schon wieder sehr darauf, auch wieder persönlich mit den Kolleginnen und Kollegen, Kunden und Partnern in Kontakt zu sein.

Über Greiner

Die Greiner AG mit Sitz im oberösterreichischen Kremsmünster ist ein weltweit führender Anbieter von Kunststoff- und Schaumstofflösungen. Innovative Lösungen für die Verpackungs-, Möbel-, Sport- und Automobilindustrie zählen genauso zum Produktportfolio wie Hightechprodukte für die Medizintechnik und den Pharmabereich. Das 1868 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 11.000 Mitarbeiter an 140 Standorten und ist in 34 Ländern weltweit tätig.

Die Greiner Technology & Innovation ist die Innovationsschmiede von Greiner. Das sechsköpfige Innovationsteam arbeitet kontinuierlich an Produktinnovationen und neuen Business Modellen. Getreu dem Motto: „We don´t like things as they´ve always been”.

 Hannes Möseneder
 Geschäftsführer der Greiner Technology & Innovation GmbH

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